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    Hammelburg

    Hammelburg Volleys im Aufschlagrausch

    Eine starke Truppe: die Hammelburg Volleys nach dem Sieg in Schwaig. Foto: Jens Feistel
    Eine starke Truppe: die Hammelburg Volleys nach dem Sieg in Schwaig. Foto: Jens Feistel

    SV Schwaig - Hammelburg Volleys 1:3 (25:21, 15:25, 19:25, 20:25).

    Dank grandioser Teamleistung und tollem Aufschlagspiel gewinnen Hammelburgs Herren ihr drittes Spiel in Folge und besiegeln damit einen glänzenden Ligastart. "Der Aufschlag zählt mit zu den wichtigsten Elementen des Volleyballspiels. Zum einen wird durch den Aufschlag nicht nur das Spiel begonnen, sondern er kann auch bei korrekter Ausführung ein entscheidendes Segment sein, um Punkte zu erzielen." Was per Definition sehr technisch klingt, wurde von den Volleys bravourös in die Praxis umgesetzt, insbesondere von Moritz Rauber und Laurentiu Vinatoru, der nach dem Spiel nicht nur zum MVP gewählt, sondern von seinem Ex-Verein noch mit einem Präsent und Glückwünschen für die Zukunft bedacht wurde. Zuvor hatten die etwa 300 Zuschauer, darunter ein gutes Dutzend Gäste-Fans, ein rassiges und hochklassiges Volleyballmatch verfolgen können. Nach einem 4:1-Blitzstart der Volleys, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber dank großer Angriffslust den ersten Satz für sich entschieden.

    Der aus familiären Gründen fehlende Libero Adrian Zych wurde wie im Pokal vom jungen Ben Stoverink vertreten, der laut Headcoch Closca "einen klasse Job machte." Stoverink, eigentlich Außenannahmespieler, war eine Stütze der Feldabwehr und kommentierte etwas schelmisch nach dem Spiel: "Libero ist ja fast wie Außenannahme, nur ohne blocken, angreifen und aufschlagen." Durchgang zwei war dominiert von tollen Aufschlagserien der Hammelburger, die es Schwaig nahezu unmöglich machten, ein geordnetes Angriffsspiel aufzuziehen. Erst Vinatoru zum 5:1, dann Moritz Rauber und Nils Rehmeier zum 11:4; in der zweiten technischen Auszeit zeigte die Anzeigetafel sogar ein 16:8 für die Gäste an. Einen Vorsprung, den das gut gelaunte Hammelburger Team nicht mehr hergab.

    Dé jà-vu im dritten Durchgang, nur dass es anstatt Vinatoru erneut "Servicekraft" Moritz Rauber war, der sein Team mit einer herzhaften Aufschlagserie zum 6:1 drosch. Allerdings wurde man im weiteren Satzverlauf von der eigenen Coolness verlassen und schraubte die Eigenfehlerquote etwas in die Höhe. Die Gastgeber fanden zu ihrem druckvollen und variablen Angriffsspiel zurück und stellten beim 13:13 den Ausgleich her. Doch wie im gesamten Spiel war gerade in kritischen Phasen auf die Volleys Verlass. Ob Serien von starken Blocks oder Druck im variabel vorgetragenen Angriff: Immer wieder fand das Team von Cornel Closca und Klaus Baden durch eine geschlossene Teamleistung auf den Erfolgspfad zurück. Dieser wurde im finalen Durchgang nicht mehr verlassen, sodass Gästetrainer Milan Maric nur lobende Worte für den Auftritt der Unterfranken fand: "Das war heute ein echtes Aufschlagspiel. Hammelburg hat es klasse gemacht und uns von Anfang an unter Druck gesetzt, wodurch wir nicht nicht ins Spiel gekommen sind."

    Nun freuen sich die Volleys auf den Doppelspieltag am übernächsten Wochenende mit dem Ligaspiel am Samstagabend (20 Uhr) gegen Delitzsch und dem Pokalspiel gegen Karlsruhe am Sonntag (14 Uhr ), bei dem die Volleys die historische Chance haben, erstmals ins Achtelfinale des deutschen Volleyball-Pokals einzuziehen.

    Oliver Wendt

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