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    LKR Bad Kissingen

    Hammelburgs junge Garde weiß sich zu steigern

    Auf eine ausgeglichene Bilanz kam die TSVgg Hausen um (hinten, von links) Mila Kristandt und Alina Geipel  beim Heimspieltag. Gegen den TSV Wonfurt setzte es in der Bayernhalle eine Niederlage, klar gewonnen wurde dafür das Derby gegen den FC Fuchsstadt. Foto: Hopf
    Auf eine ausgeglichene Bilanz kam die TSVgg Hausen um (hinten, von links) Mila Kristandt und Alina Geipel beim Heimspieltag. Gegen den TSV Wonfurt setzte es in der Bayernhalle eine Niederlage, klar gewonnen wurde dafür das Derby gegen den FC Fuchsstadt. Foto: Hopf

    TSVgg Hausen - TSV Wonfurt 1:3 (23:25, 29:27, 19:25, 14:25).

    Ein Außenseitersieg hätte den Hausenerinnen gut getan im Kampf um den Klassenerhalt, doch am Ende setzte sich der Favorit durch. Gute Block- und Angriffsarbeit von Alina Geipel sowie hervorragende Hinterfeld-Angriffe von Diagonalspielerin Drita Dobra reichten nicht zum Gewinn des Auftaktsatzes. Nicht an Spannung zu überbieten war der zweite Abschnitt. Das Zusammenspiel von Julia Rauch und Drita Dobra im Block sowie die gute Feldabwehr von Libera Sina Schmid sorgten für den Satzausgleich. Im dritten Satz brachte Wonfurt gefühlt jeden Angriff durch, während im Hausener Angriff dagegen zu oft Flaute herrschte, mit positiven Ausreißern durch Drita Dobra, Kerstin Ankenbrand und Sina Schmid. Weil der folgende Satz eine schlechte Kopie von Satz drei war, jubelten am Ende die Wonfurterinnen.

    TSVgg Hausen - FC Fuchsstadt 3:0 (25:16, 25:17, 25:22).

    Die Aufschlagserie von Mila Kristandt bescherte den Gastgebern zum Derbystart einen komfortablen Vorsprung, den Drita Dobra mit weiteren guten Aufschlägen entscheidend ausbaute. Den Auftakt nach Maß veredelte anschließend Außenangreiferin Vivien Heidt mit vielen cleveren Angriffen. Dramatisch wurde es gegen Ende des dritten Satzes, als Libera Drita Dobra mit üblen Krämpfen zu Boden ging. Mit Hilfe der Wonfurter Spielerin Elena Fromm, eine ausgebildete Physiotherapeutin, konnte die Hausener Spielerin soweit hergestellt werden, dass sie auf dem Feld bleiben konnte. Ein Ausfall wäre gleichbedeutend mit einer Disqualifikation der Mannschaft in diesem Spiel gewesen, weil den Hausenerinnen gegen Fuchsstadt nur noch sieben Spielerinnen zur Verfügung standen. "Die Mannschaft dankte es ihr, in dem sie um die letzten Punkte hart kämpfte und mit Hilfe von Vivien Heidts bekannt guten Aufschlägen den Sieg nach Hause brachte", bilanzierte TSVgg-Trainerin Anja Seller.

    TV/DJK Hammelburg II - Vfl Volkach 3:0(25:22, 25:23, 25:15).

    Mit einer gehörigen Portion Respekt gingen die Hammelburgerinnen in dieses Spiel - und verschliefen den Anfang des Satzes. Volkach baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, ehe die Saalestädterinnen zum Halali bliesen. Obwohl sich zwischenzeitlich wieder Bruder Leichtsinn einschlich, ging der Satz nach einer finalen Aufschlagserie von Hanna Schmitt an Hammelburg. Wer dachte, die jungen Damen würden diese Euphorie mit in den nächsten Satz nehmen, sah sich schnell eines besseren belehrt. Wieder wurde der Anfang verschlafen, womit sich dieser Satz zu einem Spiegelbild des ersten entwickelte. Ab dem Punkt, an dem keiner mehr einen Euro auf Hammelburg gesetzt hätte, spielten die TV/DJK-Mädels unbeschwert auf. Diesmal war es Theresa Hauk, die den Satz mit einer überragenden Aufschlagserie für die Heimmannschaft beendete. Bärenstarke Aufschläge, knallharte Angriffe über die Außenpositionen oder Tempo über die Mitte, der Hammelburger Dominanz waren die Volkacher nun nicht mehr gewachsen. "Diesen Sieg haben sich nicht nur die Spielerinnen auf dem Feld erarbeitet, sondern auch jede auf der Bank, die ihren Beitrag mit Anfeuern, Trösten oder sonstwie geleistet hat", sagte Trainer Oliver Burtchen.

    TV/DJK Hammelburg II - TSV Iphofen 3:0 (25:23, 25:11, 25:16).

    Kaum zu glauben, aber die Geschichte sollte sich im ersten Satz wiederholen, weil sich die TV/DJKlerinnen dem hektischen und fehlerhaften Spiel der Iphöfer anpassten. Die individuelle Klasse machte letztlich den Unterschied. Trotz Umstellungen, Clara Benner wechselte auf die Zuspielposition, die junge Camyra Brooks kam dafür auf die Mitte, griffen im zweiten Satz alle Rädchen ineinander, sodass dem Gegner lediglich elf Pünktchen gestattet wurden. Im dritten Satz wurde die Rotationsmaschine noch einmal kräftig angeschmissen, dennoch wurde auch dieser Abschnitt konzentriert durchgespielt. Henriette Haase beendete den Satz und das Spiel mit einem plazierten Aufschlag. "Damit grüßen wir über Weihnachten ungeschlagen von der Tabellenspitze und sind motiviert, im neuen Jahr an die bisher gezeigte Leistung anzuknüpfen. Was nicht leicht sein wird, denn jeder Gegner wird versuchen, der jungen Mannschaft die erste Niederlage beizufügen", weiß Burtchen.

    Jürgen Schmitt

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