• aktualisiert:

    Untererthal

    Lukas Tartler: Torjäger und Teamplayer

    Typisch: Wenn Lukas Tartler vom FC Untererthal zum Sprint ansetzt, bleibt den Gegenspielern meist nur das Hinterherschauen. Foto: ssp
    Typisch: Wenn Lukas Tartler vom FC Untererthal zum Sprint ansetzt, bleibt den Gegenspielern meist nur das Hinterherschauen. Foto: ssp

    Zwei Spiele, sechs Punkte. Perfekt ist der FC Untererthal in seine Kreisklassen-Saison gestartet. Sechs der sieben FC-Treffer hat Lukas Tartler erzielt, womit der Hetzloser für uns der Spieler der Woche ist. Also auf ins Gespräch mit dem 23-Jährigen, der in Würzburg an der Fachhochschule Bauingenieur-Wesen studiert.

    Was für ein Start für Dich in die Saison: Da drängt sich die Frage nach den Saisonzielen von Verein und Stürmer ja geradezu auf.

    Lukas Tartler: Wir haben uns kein spezielles Ziel gesetzt, wollen aber kontinuierlich guten Fußball spielen und als Mannschaft enger zusammenwachsen. Der Teamzusammenhalt war zuletzt nicht so, wie er hätte sein können. Was positiv ist: Im Training sind wir 25 Spieler im Schnitt. Und der neue Trainer geht auf die Mannschaft zu. Für mich kann ich nur sagen, dass man als Stürmer immer viele Tore erzielen will.

    Beim 5:1-Auftaktsieg bei der SG Gräfendorf hast Du viermal getroffen, aber der Schiedsrichter hatte sich nur drei Treffer von Dir notiert und das andere Tor Deinem Zwillingsbruder Mathias zugeschrieben. Wie wichtig ist Dir, dass so ein Irrtum berichtigt wird?

    Wir waren noch im Sportheim gesessen, da habe ich es auf der BFV-Homepage gesehen. Ich fand's witzig, weil wir ja nicht zum ersten Mal verwechselt wurden. Zu unserer Ähnlichkeit kommt ja noch dazu, dass wir fast die selben Rückennummern haben: Ich die 13, mein Bruder die 12. Das alles passierte einem Tag nach unserem 23. Geburtstag, weswegen ich zu meinem Bruder sagte, der eine Treffer ist jetzt mein Geschenk. Prinzipiell stört mich das nicht, weil ich ja weiß, wie viele Tore ich schieße, das reicht.

    Stimmt es denn, dass es den Chancen nach sogar mehr als sechs Tore hätten sein können?

    Ja, das stimmt. Die Chancenverwertung lässt noch zu wünschen übrig, ich brauche aktuell immer ein paar Anläufe. Die Gründe? Es ist schwierig etwas zu erklären, was nicht nach Ausrede klingt. Tatsache ist, dass ich mitunter die falsche Entscheidung treffe, wenn ich auf den Torwart zulaufe. Da bin ich nicht cool genug, daran gilt es zu arbeiten.

    Dein Name steht ja verlässlich in der Torjägerliste. Wie viele Angebote für Vereinswechsel schlagen pro Saison denn bei Dir so auf?

    In den vergangenen Jahren kamen immer mal wieder Angebote. Man wird auf dem Sportplatz angesprochen oder telefonisch kontaktiert. Aber näher auseinandergesetzt mit einem Wechsel habe ich mich nicht. Das war nie ein Thema, weil beim FC Untererthal das Umfeld passt und hier auch meine Kumpels sind. Ich fühle mich wohl, wieso sollte ich also wechseln?!

    Würde Dich nicht eine höhere Liga reizen?

    Die Liga, in der ich spiele, ist mir eigentlich egal. Freundschaften zählen mehr.

    Jetzt habt Ihr mit Sebastian Heinlein einen neuen Spielertrainer . Hat sich taktisch was geändert?

    Ja. Wir spielen jetzt ein anderes System mit einer Doppelspitze, die mein Bruder und ich bilden. Wenn wir beide mit Geschwindigkeit kommen, wird es für die Defensive des Gegners schwer, uns beide zu verteidigen. Davor haben wir im 4-3-3 gespielt mit mir im Zentrum. Da musste ich oft den Ball erst festmachen, bis die anderen nachgerückt sind, was nicht so erfolgreich war. Allerdings habe ich bei Sebbo jetzt leider auch mehr Defensivaufgaben.

    Wie sollte Deine Mannschaft spielen, um Deine Stärken am besten zu entfalten?

    Die Schnelligkeit war schon immer meine Stärke, das weiß der Trainer, das weiß die Mannschaft. Wir haben aber auch auf den Außenpositionen schnelle Leute. Daher soll nicht jeder Ball blind nach vorne geschlagen werden, aber das machen wir schon ganz gut.

    Deine Schwester Elisa ist eine sehr erfolgreiche Bogenschützin. Hast Du Dich in diesem Sport auch schon mal probiert?

    Bei einem Besuch von Freunden, stand das mal auf dem Programm. Aber näher beschäftigt habe ich mich mit dem Bogenschießen nicht. Wir haben in der Familie aber eine WhatsApp-Gruppe, wo man sich gegenseitig informiert. Und beim Bogensport gibt es auch Liveticker.

    Und was kannst Du von Deiner Schwester lernen?

    Sportlichen Erfolg. Und Treffsicherheit (lacht). Allerdings war ich nie ein Fan von Einzelsportarten.

    Jürgen Schmitt

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!