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    Hammelburg

    Michael Rummenigge war gerne in Hammelburg

    Allerhand die Technik und Kreativität fördernde Elemente gehören zur Fußballschule von Michael Rummenigge. Fotos: Jürgen Schmitt
    Allerhand die Technik und Kreativität fördernde Elemente gehören zur Fußballschule von Michael Rummenigge. Fotos: Jürgen Schmitt

    Steaks, Bratwurst und Salat. Bierbänke. Und Michael Rummenigge als Gast. Ein ehemaliger Nationalspieler in der Fußball-Provinz. Und das passte, weil sich der 55-Jährige als unkomplizierter und entspannter Zeitgenosse entpuppte. Sehr zur Freude des FC Hammelburg um Jugendleiterin Birgit Schaupp, der erstmals die Fußball-Schule des gebürtigen Lippstädters, der seit vielen Jahren in Dortmund lebt, ins Saaletal gelotst hatte.

    "Eigentlich fangen wir erst ab 45 Teilnehmern an, aber weil wir zum ersten Mal in der Region waren, haben wir gerne eine Ausnahme gemacht", sagte Michael Rummenigge angesichts der knapp 30 Teilnehmer. Die Geselligkeit des Westfalen war bereits am ersten Tag spürbar bei einer lockeren Talkrunde mit Gästen und Vereinsmitgliedern. Etwas schade, dass sich nicht mehr Zuhörer am FC-Sportgelände eingefunden hatten, um mit dem Ex-Spieler des FC Bayern München und Borussia Dortmund auf eine kleine Zeitreise zu gehen. Und zu erfahren, dass Michael Rummenigge lieber Messi als Ronaldo in der Mannschaft hätte. Und dass die Erinnerung an ein Spiel gegen Maradona immer noch sehr präsent ist.

    Mit in die Saalestadt gebracht hatte Michael Rummenigge seine Mitstreiter Bernd Vosseler und Andreas Lichtner, ebenfalls lizenzierte Trainer. Im Trainerteam der Fußballschule finden sich auch bekannte Namen wie die der Ex-Profis Hansi Müller, Marcel Raducanu und Dieter Schlindwein oder Hermann Hummels, den Vater von Mats Hummels . Gut möglich, dass einer von diesen im nächsten Jahr mit in die Region kommt, weil eine Neuauflage bereits in Planung ist, und zwar in einer Kooperation mit dem FC Thulba am Ende der Sommerferien. Ein großes und auch modernes Equipment wie die sogenannten Smart-Goals hatte Rummenigge nach Hammelburg bringen lassen. Mit dem Ziel, die Individualität eines jeden Einzelnen in den Vordergrund zu stellen. "Die Stunden, die die Kinder früher auf der Straße oder auf der Wiese gespielt haben, die fehlen dem Nachwuchs heute", sagt Michael Rummenigge , der selbst noch regelmäßig kickt in den Traditionsmannschaften seiner Ex-Clubs oder in seiner Fußball-Halle in Münster.

    Auf ein Wiedersehen in der Saalestadt freut sich der Ex-Profi jetzt schon: "Die Landschaft und die Herzlichkeit der Menschen haben mich beeindruckt. Auch Hammelburg selbst mit seinem Marktplatz, dem Brunnen und den historischen Gebäuden. Ein bisschen hat mich das an Italien erinnert", sagt Rummenigge, der das nächste Camp in Berlin abhält, aber mit der Fußball-Schule auch Länder wie Dubai oder Thailand bereist. Fränkische Bratwürste gibt's da aber eher nicht.

    Jürgen Schmitt

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