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    LKR Bad Kissingen

    Victor Kleinhenz verlässt den FC Thulba

    Der Stratege geht von Bord: Victor Kleinhenz (am Ball) verlässt nach dieser Saison den FC Thulba. Foto: ssp
    Der Stratege geht von Bord: Victor Kleinhenz (am Ball) verlässt nach dieser Saison den FC Thulba. Foto: ssp

    Alemannia Haibach - FC Fuchsstadt (Samstag, 14 Uhr) Solche Gegner liebt der FC Fuchsstadt (9./26) eigentlich. Denn gegen Spitzenteams der Landesliga, und dazu gehört die Alemannia aus Haibach (3./32), tun sich die Schützlinge von Martin Halbig in dieser Saison leichter als gegen hinter ihnen platzierte Mannschaften. "Da gehen meine Jungs bislang viel konzentrierter in die Begegnung, lassen Bruder Leichtfuß in der Kabine und versuchen aus der Außenseiterrolle das Spiel aufzuziehen", so der FC-Coach. Außerdem können die "Füchse" in solchen Spielen aus einer verstärkten Abwehr heraus ihr geliebtes Konterspiel aufziehen.

    Innenverteidiger-Mangel

    Doch das mit der verstärkten Abwehr dürfte beim Match am "Hohen Kreuz" problematisch werden, können doch drei etatmäßige Innenveteidiger die Reise in den Achaffenburger Stadtteil erst gar nicht antreten. Es fehlen Tobias Bartel (Zerrung), Lukas Lieb (muskuläre Probleme) sowie Michael Emmer (beruflich). Philipp Pfeuffer wäre eine Alternative, muss aber verletzungsbedingt erneut passen. Wie auch Defensivakteur Tim Kolb, der zu Wochenbeginn erfolgreich am Knie operiert wurde, aber erst im nächsten Frühjahr wieder einsatzfähig ist. Nicht so lange dürfte es bei Steffen Schmidt dauern, der aber nach seinem Muskelfaserrisses wohl ebenfalls ausfallen wird. "Ich fahre mit einem sehr überschaubaren Kader nach Haibach", meint Halbig, auf der Bank werden wohl nur Simon Jendraschewski, Dimitrios Glykos und Ersattzkeeper Tayrell Kruppa sitzen; Lukas Baldauf und Dennis Schmidt dürften in der Anfangsformation stehen.

    "Nichtsdestotrotz soll es keine Kaffeefahrt werden. Wir wollen da schon etwas mitnehmen", lässt der FC-Trainer keine Ausreden zu nach zwei Siegen in Folge, die den Abstand zur Abstiegszone wachsen ließen. "Aber die sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind schnell aufgebraucht", warnt Halbig. Dass seine Mannen das Hinspiel mit 3:2 gewannen, sollte zusätzlich Mut machen. "Und gegen die spielstarken Haibacher haben wir meist gut ausgesehen", erinnert sich der FC-Übungsleiter.

    Offensiv stark aufgestellt

    Ihr Können bewies die Untermain-Elf zuletzt gegen den Nachbarn und designierten Meister Vatan Spor Aschaffenburg, als man vom Schönbusch beim 1:1 einen Punkt entführte. Den Ausgleichstreffer erzielte Alemannen-Torjäger Christian Breunig, der aktuell mit 19 Treffern Platz drei der Liga-Torjägerliste belegt. Das offensivstarke Team, das bereits 48 Treffer erzielt hat, lebt zudem von den Regiekünsten von Nikolaos Koukalias (9 Treffer) und der Kaltschnäuzigkeit eines Johannes Gerhardt (11). "In der Offensive ist der Gegner, der mit Marco Trapp zusätzlich über einen ausgebufften Routinier verfügt, wirklich stark, da wird es wichtig sein, dass wir die erste halbe Stunde schadlos überstehen", hofft Halbig. "Vermutlich wird der Platz auch tiefgründig sein, was einer defensiv eingestellten Mannschaft wie der meinen eher zugute kommt." sbp

    FC Westheim - FC Thulba (Samstag, 14 Uhr) Victor Kleinhenz wird auf eigenen Wunsch nach Saisonende sein Engagement als Spielertrainer beim FC Thulba beenden. "Nach fünf Jahren sehr erfolgreicher Zusammenarbeit möchte sich Vicky neuen Zielen und Herausforderungen stellen. Gemeinsam werden Trainer, Spieler und Verein die laufende Saison ehrgeizig fortführen. Der FC Frankonia Thulba bedankt sich bei ihm und seiner Familie für das außergewöhnliche Engagement und wünscht für die Zukunft weiterhin alles Gute", heißt es in einer Presseerklärung des Vereins. Was nichts daran ändert, dass die Frankonen (9./22) zum Rückrundenauftakt als Favorit ins Derby gegen den FC Westheim (16./7) gehen, der in den letzten zwölf Partien elf Niederlagen kassierte. In Dampfach setzte es vor Wochenfrist eine 0:7-Niederlage. "Wir sind dem Gegner mal wieder ins offene Messer gelaufen", ärgerte sich Westheims Spielertrainer David Böhm über die Unzulänglichkeiten seiner Elf, sieht seine Truppe gegen den Tabellenneunten aber trotz der Personalmisere keinesfalls chancenlos: "Thulba ist ohne Frage spielstark und sie haben das Hinspiel verdient gewonnen, doch hatten wir auch da schon Möglichkeiten etwas mitzunehmen. Wir müssen kompakt stehen und ihren Spielfluss frühzeitig stören. Spielen wollen wir die Partie auf jeden Fall und hoffen auf eine große Zuschauerkulisse."

    Bodenverhältnisse annehmen

    Victor Kleinhenz war dagegen mit dem Auftritt seiner Frankonen beim 3:0-Sieg in Hirschfeld sehr zufrieden und geht mit entsprechend breiter Brust in das Derby: "In Hirschfeld haben wir eine spielerisch und kämpferisch starke Leistung gezeigt. Alle Spieler haben gut funktioniert. Ich hoffe, dass nun endgültig der Schalter umgelegt ist. Unsere Leistungen jüngst geben uns Vertrauen in unsere Stärke." Den Gegner hat Kleinhenz indes längst nicht abgeschrieben: "Die Qualität ist definitiv vorhanden. Sie haben eine Reihe ihrer Spiele unglücklich verloren, dann wird das manchmal schnell zur Kopfsache. Ein Derby ist für sie eine gute Möglichkeit die Wende einzuleiten und dafür werden sie alles an Kraft investieren. So ein Spiel wird bei diesen Bodenverhältnissen nur gewonnen, wenn man die grundlegenden Tugenden des Fußballs beherzigt." Das Hinspiel entschieden die Frankonen vor 560 Zuschauern durch Tore von Maximilian Heinrich (2) und Sebastian Gah, bei einem Gegentreffer von Yanik Pragmann, mit 3:1 für sich.

    FC 06 Bad Kissingen - SV-DJK Unterspiesheim (Samstag, 14 Uhr) Doppelt bedient war man beim FC 06 Bad Kissingen (2./27) nach dem Derby in Münnerstadt. Neben der zweiten Niederlage in Folge, mussten die Kurstädter erneut eine schwere Verletzung in Kauf nehmen. Diesmal erwischte es den erst kürzlich genesenen Ruslan Zhyvka, der mit einem Kreuzbandriss langfristig ausfällt. Vor der Partie gegen den SV-DJK Unterspiesheim (12./19) baut Trainer Frank Halbig nichtsdestotrotz auf die gute Moral seiner Truppe: "Wir haben bisher viele knifflige Aufgaben gelöst und spielen trotz aller Widrigkeiten eine positive Saison. Den Kopf in den Sand stecken gibt es daher für uns nicht." Rein sportlich hatte Halbig die Partie in Münnerstadt schnell abgehakt: "Der Gegner war definitiv das Tor besser. Unser Torwart Jan Hofmann hat uns durch seine gute Leistung lange im Spiel gehalten. Wir haben insgesamt zu schlampig agiert und dadurch keinen Druck aufbauen können." Der kommende Kontrahent Unterspiesheim konnte sich durch einen 4:2-Erfolg über Steinbach etwas von den Abstiegsrängen absetzen und gilt grundsätzlich als sehr unbequem zu bespielen. Halbig: "Sie sind irgendwie wie eine launische Diva. Dass sie über den Zweikampf kommen, ist hinlänglich bekannt. Aber es gibt in ihren Reihen einige sehr gute Kicker wie Torjäger Steffen Rose, auf die wir natürlich achten müssen. Dieses Spiel wird definitiv über die Zweikämpfe entschieden."

    TSV Münnerstadt - DJK Altbessingen (Sonntag, 14 Uhr) Heimlich, still und leise hat sich der TSV Münnerstadt (4./27) in Position gebracht und liegt vor der Heimpartie gegen die DJK Altbessingen (11./21) nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Wiesentheid. Mit 27 Punkten hat die Truppe von Trainer Goran Mikolaj zur Hälfte der Runde nur vier Zähler weniger gesammelt als in der kompletten vergangenen Saison. Entsprechend froh zeigt sich Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh: "Die Truppe hat gegen Bad Kissingen ein Bombenspiel abgeliefert und dem Gegner nur wenige Torchancen gestattet. Jetzt sind wir in einer guten Situation, bleiben aber demütig. Bis zur Winterpause wollen wir mitnehmen was geht und dann schöne Weihnachten feiern." Allerdings erwartet Schmittzeh gegen Altbessingen harte Arbeit. Selbst Spitzenreiter Wiesentheid kam gegen den Aufsteiger auf eigenem Platz nicht über ein torloses Remis hinaus. Schmittzeh: "Wir werden uns richtig schwertun. Im Hinspiel (1:1) waren wir zwar trotz Unterzahl dominant, aber das heißt nicht, dass es jetzt wieder so sein wird. Altbessingen ist eine Mannschaft mit einem super Charakter, die nie aufgibt." Personell ist es um die "Nägelsieder" wieder besser bestellt. Neben Lukas Katzenberger sollten auch Sebastian Blank und Hansi Schmitt wieder zur Verfügung stehen. Dafür verabschiedet sich Tobias Kröckel in den Urlaub. penk

    Stephan Penquitt, Peter Balthasar

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