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    Schweinfurt

    Viviane Heilmann zündet den Turbo

    Bei der Jugendgala in Schweinfurt sorgen auch heimische Sportler für erstklassige Leistungen, die das Startrecht bei nationalen Meisterschaften garantieren.
    Viviane Heilmann (links) vom TV DJK Hammelburg wurde über die 400 Meter Hürden der U18 Dritte und erzielte in 62,05 Sekunden eine absolute deutsche Spitzenzeit. Reinhold Nürnberger       -  Viviane Heilmann (links) vom TV DJK Hammelburg wurde über die 400 Meter Hürden der U18 Dritte und erzielte in 62,05 Sekunden eine absolute deutsche Spitzenzeit. Reinhold Nürnberger
    Viviane Heilmann (links) vom TV DJK Hammelburg wurde über die 400 Meter Hürden der U18 Dritte und erzielte in 62,05 Sekunden eine absolute deutsche Spitzenzeit. Reinhold Nürnberger
    Wer bei den U18-Europameisterschaften im ungarischen Györ starten will, der musste in Schweinfurt zum finalen Ausscheidungswettkampf bei der internationalen Jugendgala antreten. Die besten deutschen Jugendlichen dieser Altersklasse zeigten sich in Schweinfurt einmal mehr von ihrer besten Seite. "Total erschöpft bin ich eigentlich nicht", sagte Viviane Heilmann direkt nach ihrem Rennen über die 400 Meter Hürden. In 62,05 Sekunden hatte die Sportlerin vom vom TV/DJK Hammelburg gerade ihren Zeitlauf gewonnen und ihre persönliche Bestleistung um rund eineinhalb Sekunden gesteigert. "Ganz zufrieden bin ich dennoch nicht. Die letzten 150 Meter waren richtig gut, der Anfang dagegen etwas holprig", analysierte sie treffend ihren Lauf. Bis zur siebten von zehn Hürden, die mit einem Abstand von 35 Metern auf der Rundbahn verteilt sind, musste sie immer wieder dribbeln, um den optimalen Abstand zum Überlaufen der Hürden zu bekommen.

    Die Folge war, dass sie nach 250 Metern noch gut zehn Meter hinter der Führenden lag. Dann zündete die Hammelburgerin aber ihren Turbo, sodass Viviane Heilmann im zweiten Zeitlauf den dritten Rang belegte. In der deutschen U18-Rangliste wird sie jetzt schon auf Rang vier gelistet. "Sie hat enormes Potential und wird sich, wenn mal alles optimal läuft, noch weiter steigern können", sagt Landestrainer Andreas Knauer. Teamkollegin Anna Lukaschewitsch erfreute derweil mit persönlichen Bestzeiten. Im Vorlauf über 100 Meter sprintete sie sehr gute 12,66 Sekunden. Damit verpasste sie gerade mal um 16 Hundertstel Sekunden die Norm zur Deutschen U18-Meisterschaft. Noch höher ist ihre Leistung über die 200 Meter zu bewerten. Da blieb die 15-Jährige in 25,88 Sekunden erstmals unter 26 Sekunden, wurde Elfte, und auch da fehlten lediglich 18 Hundertstel Sekunden zur Qualifikationsnorm. "Damit bin ich natürlich total glücklich. Dass es noch nicht zur deutschen Meisterschafts-Norm gereicht hat, ist nicht weiter tragisch."


    Alle Versuche übertreten

    Nationalkaderathlet Trung Ngo vom TSV Kissingen schaffte im Dreisprung-Rahmenwettbewerb der U20 das Kunststück, all seine Versuche zu übertreten. "Ich wollte eine gute Weite, da bin ich halt Alles oder Nichts gesprungen", erklärte er. Sein Teamgefährte Dimitij Touev erwischte dagegen einen guten Tag und steigerte seine persönliche Bestleistung auf starke 13,89 Meter und belegte hinter dem Düsseldorfer Aimo Warnt den zweiten Rang. Mit dieser Leistung rückte der 18-Jährige aus Hausen auf Rang drei der bayerischen Jahresbestenliste vor. Bei den Bayerischen Meisterschaften will Trung Ngo allerdings wieder gültige Versuche abliefern und seinen Titel aus der U18 wiederholen. "Wenn er aber wieder so patzt, springe ich in die Bresche", scherzte Dimitij Touev, der die Qualifikationsnorm (13,70 Meter) für die Deutschen Jugendmeisterschaften der U20 überbot.


    Knapp an Bronze vorbei

    Bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der U20 erreichte Timo Reinhart über 200 Meter den guten vierten Rang. Bronze verfehlte der Maßbacher in Darmstadt nur um zwei Hundertstel Sekunden. Bei starkem Gegenwind wurde der Schützling von Bernd Neumann , der für die LG Fulda startet, in 22,99 Sekunden gestoppt. Am ersten Tag der Meisterschaften über 100 Meter verschlief Timo Reinhart den Start im Zwischenlauf. Die Folge war, dass er in 11,50 Sekunden das Finale um eine Hundertstel Sekunde verpasste. Zuvor hatte er den Vorlauf, ebenfalls bei Gegenwind, in 11,49 Sekunden absolviert.

    Reinhold Nürnberger

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