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    Zürich

    FIFA widerspricht: Keine Infantino-Einflussnahme auf Justiz

    Gianni Infantino       -  Gianni Infantino, Präsident des Weltfußball-Verbands FIFA.
    Gianni Infantino, Präsident des Weltfußball-Verbands FIFA. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

    „Tatsächlich war Herr Infantino weder Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens noch gab es gegen ihn zu diesem Zeitpunkt oder später ein Verfahren. Daher musste er nie „seinen Namen reinigen””, hieß es auf Anfrage vonseiten der FIFA.

    Zuvor hatte unter anderem das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel” erneut über persönliche Beziehungen Infantinos in Schweizer Justizkreise berichtet. Im Kern geht es dabei um Treffen von Infantino mit dem Chef der Schweizer Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, gegen den auch deswegen ein Disziplinarverfahren geführt wurde. Vor einem Treffen im Jahr 2016 in Zürich soll Infantino laut „Der Spiegel” an einen Freund aus hohen Justizkreisen per E-Mail geschrieben haben: „Ich werde versuchen, es der Bundesanwaltschaft zu erklären, da es ja auch in meinem Interesse ist, dass alles so schnell wie möglich geklärt wird, dass klar gesagt wird, dass ich damit nichts zu tun habe.”

    „Erstens wurde die im Artikel erwähnte E-Mail offensichtlich durch Hacking erhalten, was eine illegale und kriminelle Handlung ist. Solche E-Mails werden nicht nur gehackt, sondern können auch leicht manipuliert werden, und einige der E-Mails in Ihrem angeblichen Besitz wurden möglicherweise manipuliert”, hieß es in der FIFA-Stellungnahme. Der „Spiegel” hatte berichtet, die Informationen über die Enthüllungsplattform Football Leaks erhalten zu haben.

    Konkret ging es bei den Untersuchungen um einen TV-Vertrag der UEFA mit südamerikanischen Rechtehändlern, den Infantino noch in seiner Zeit bei der Europäischen Fußball-Union unterzeichnet hatte. Laut FIFA war der Vertrag rechtlich einwandfrei. Kritik an den Schweizer Justizbehörden hatte es zuletzt auch um das wegen der Corona-Pandemie mittlerweile eingestellte Verfahren gegen ehemalige DFB-Funktionäre rund um das deutsche WM-Sommermärchen 2006 gegeben.

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