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    WÜRZBURG / GÖTTINGEN

    Großes fränkisches Aufgebot beim Allstar Day

    Vor ein paar Wochen hat er Bundestrainer Henrik Rödl, der ihn gerne dabei gehabt hätte, bei zwei WM-Qualifikationsspielen, einen Korb gegeben. An diesem Samstag spielt Maurice Stuckey Nationalmannschaft. Na ja, jedenfalls in so etwas ähnlichem. Zum dritten Mal in Serie darf der 27-Jährige mitmachen beim alljährlichen Allstar Day der Basketball-Bundesliga, einer Reklameveranstaltung, deren Höhepunkt nach Dreier- und Dunkingwettbewerb die Partie zwischen den besten deutschen und besten ausländischen Spielern der Liga ist und die bei den Anhängern dieser Sportart ziemlich gut ankommt, wie die Besucherzahlen der vergangenen Jahre erahnen lassen.

    Diesmal ist die alte Lokhalle in Göttingen Schauplatz, und kein Bundesligaklub sendet eine derart große Abordnung nach Südniedersachsen wie s.Oliver Würzburg. Neben Stuckey ist Nationalmannschaftskapitän Robin Benzing dabei, zum insgesamt fünften Male, und die deutsche Auswahl wird gecoacht vom Würzburger Trainerstab, auch in Göttingen assistieren Stephen Arigbabu und Liam Flynn Cheftrainer Dirk Bauermann. Vom Deutschen Meister Brose Baskets ist mit Maodo Lo nur ein Akteur dabei. Der 24-jährige Nationalspieler steht aber immerhin in der starting five der deutschen Spieler.

    Anerkennung der Leistung

    Stets eine „nette Spaßveranstaltung“ sei dieses Treffen, sagt Stuckey, der von einer „Anerkennung der Leistung“ spricht und sich darauf freut, auch mal ganz ohne Druck in einer Halle zu sein, wo er gerne „die Atmosphäre aufsaugen und genießen“ will. Da komme es auch gar nicht auf die Spielzeit an: „Ich setze mich auch hin und schau bloß zu“, sagt der gebürtige Augsburger, der nach Benzing (18,3) und Kapitän Kresimir Loncar (12,1) mit gut elf Punkten im Schnitt der Dritttreffsicherste Würzburger in der Vorrunde war (bei 97-prozentiger Freiwurfquote, nur einer seiner 33 Versuche landete nicht im Ring).

    Dass auch Stuckey seine Zeit auf dem Parkett bekommt, dafür wird sein Trainer, der beim Allstar Day zum vierten Male in seiner Karriere das deutsche Team betreut, schon sorgen. Weil Bauermann es als eine seiner Aufgaben bei dieser Spaßveranstaltung ansieht, vor allem dafür Sorge zu tragen, dass „alle etwa gleich lang spielen“.

    Und die andere Aufgabe? „Auch wenn Unterhaltung und Spaß im Vordergrund stehen will ich schon auch dafür sorgen, dass wir bis gegen Ende in Schlagdistanz sind. Denn ums Gewinnen geht's erst hinten raus“, sagt der 60-Jährige, der es gleichfalls als „Zeichen der Wertschätzung und des Respekts“ ansieht, mit großem Abstand vor Ulms Thorsten Leibenath zum Trainer des Teams national gewählt worden zu sein. „Und da eben nicht nur die Fans des eigenen Vereins abstimmen, sondern alle Basketball-Anhänger in Deutschland, freut einen das umso mehr.“

    Spektakel für die Fans

    „Das Allstar Game ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich darauf und fühle mich geehrt, dabei sein zu dürfen.“ Robin Benzing bläst ins selbe Horn wie sein Trainer. Den 28-Jährigen freut es ungemein, dass „meine Rückkehr in die Bundesliga so positiv aufgenommen worden ist“. Benzing bekam die meisten aller Stimmen, noch vor der Oldenburger Liga-Legende Rickey Paulding, der sich nun zum siebten Mal schon Allstar schimpfen darf.

    Auch Benzing freut sich auf Samstag: „Es geht vor allem um den Spaß und darum, mal den Liga-Alltag und die Rivalität abzulegen und einen wundervollen Tag zu genießen.“ Den Fans soll also wieder einmal ein ordentliches Spektakel geboten werden. Wie meinte der so überzeugte wie bekennende Defensivfreund Bauermann: „Keiner will ein Allstarspiel sehen, das 66:65 ausgeht.“

    tbr

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