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    FUßBALL: RELEGATION

    Warum der FC Sand ein neues Sportheim braucht

    ++ Fussball, Bayernliga Nord - Relegation, game 1  ++  1.FC Sand vs. FSV Erlangen-Bruck
    Feierlaune nach dem Schlusspfiff: Der FC Sand spielt auch in der kommenden Saison in der Bayernliga. Foto: Ryan Evans

    Der FC Sand hat sein Ziel erreicht und feierte nach dem 5:1-Hinspielsieg auch in Erlangen einen 5:1-Erfolg und damit den Klassenerhalt.

    Dieter Schlereth war vor dem Match die Anspannung anzusehen, umso erleichterter war er nach dem Schlusspfiff: „Ich habe von der ersten Minute an gezittert. Wenn ich da als Trainer stillstehen würde, würde mir auch etwas fehlen.“ Schlereth betonte die Außenseiterrolle, die Sand während der kompletten Saison zugeschrieben wurde: „Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Vor der Saison galten wir in den Augen von vielen als sicherer Absteiger und Kanonenfutter, gerade weil wir einige Abgänge verkraften mussten.“

    Die Ausdauer hat für Schlereth den Unterschied gemacht: „Lange sah es wirklich auch nicht gut aus. Wir haben es dennoch geschafft trotz vieler Verletzungen durch Teamgeist, Fleiß, Kampf und ganz viel Herz diese schwere Spielzeit zu meistern. Der Klassenerhalt ist die Belohnung für diese Arbeit.“

    Ein Bier statt Malle

    Im Gegensatz zu seinen Spielern schiebt der Chefcoach eher eine ruhige Kugel nach dem Klassenerhalt: „Ich feiere ruhig, nach Mallorca werde ich nicht mitgehen“, gibt Schlereth mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu. „Schließlich fängt in zwei Wochen schon wieder die Vorbereitung für die kommende Saison an. Aber ein Bier gönne ich mir schon.“ Sands Trainer blickt bereits in die Zukunft: „Die nächste große Aufgabe steht bevor. Mal sehen, wer uns verlassen wird und wer neu dazukommt.“

    „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft“
    Dieter Schlereth, Trainer FC Sand

    Deutlich feierlustiger gibt sich sein jüngerer Sohn Danny Schlereth: „Wir haben wirklich nicht geplant, wie wir den Klassenerhalt feiern könnten. Irgendwas Spontanes wird uns schon einfallen, jetzt fahren wir erstmal nach Hause und reißen das Sportheim ein“, so Danny Schlereth nach der Partie. Zeit zum Feiern hat der Torschütze zum 5:1 auf jeden Fall: „Ich habe jedenfalls nächste Woche Urlaub. Was dabei herauskommt, werden wir sehen“, witzelt der 26-Jährige und rief zum Abriss des Sportheimes auf.

    Auch Shaban Rugovaj gab sich zufrieden: „Das war eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben trotz des 5:1-Sieges im Hinspiel das heutige Match nicht zu leicht genommen, alles gegeben und deshalb auch verdient gewonnen.“ Der Torschütze zum 2:1 stieß erst am neunten Spieltag zu den Korbmachern, seitdem hat er sich prima eingelebt: „Für mich persönlich war der Einstieg nicht so einfach, da ich die Vorbereitung nicht mitgemacht habe. Insgesamt war das eine harte Saison, aber wir haben uns durchgebissen und am Ende sogar noch eine kleine Serie mit drei Siegen gestartet.“

    Sander Passivität

    Vor dem Rückspiel herrschte ein Mix aus Anspannung und Zuversicht. Gleich zu Beginn hatten die Korbmacher ordentlich Dussel. Nach einem grobem Schnitzer von Sands Keeper Stefan Klemm kam Erlangens Oliver Seybold an den Ball. Der setzte seinen Lupfer allerdings zu hoch an (11.). Überhaupt verhielten sich die Korbmacher zunächst eher passiv – mit der 5:1-Hinspiel-Führung im Rücken allerdings auch verständlich.

    Danny Schlereth sah das allerdings anders und setzte ein erstes offensives Zeichen, wenngleich auch knapp am linken Pfosten vorbei (18.). Damit küsste er seine Mitspieler wach. Kurz vor der Pause hätte André Karmann die Weichen frühzeitig auf Klassenerhalt stellen müssen: Nach einer Ecke köpfte Sands Kapitän aber ebenfalls knapp vorbei. Dominik Schmitt agierte nur wenig später abgezockter. Sands Nummer 24 fasste sich ein Herz und hämmerte das Spielgerät zum 0:1 in die Maschen – pure Erleichterung machte sich auf der Bank der Korbmacher breit. Der Klassenerhalt der Sander rückte immer näher.

    Klemm pariert einen Elfer

    So schnell gaben die Hausherren allerdings nicht auf, nach einem Eckball nutzte Bastian Lunz das Chaos und schob zum 1:1 der Gastgeber ein (56.). Nun gerieten die Sander etwas ins Schwimmen. Als ein Korbmacher mit der Hand an den Ball ging, zeigte Schiedsrichter Markus Pflaum auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß von Bastian Lunz parierte Stefan Klemm glänzend (55.).

    Die Parade gab Sand wieder Sicherheit. Thorsten Schlereth legte zurück auf Shaban Rugovaj, der das 1:2 markierte (72.). Kurz darauf setzte Adrian Reith noch einen oben drauf, erzielte das dritte Tor (75.) und machte spätestens damit alles klar. Die beiden letzten Tore durch Dominik Schmitt (87.) und Danny Schlereth (90.) waren gegen aufgebende Brucker nur noch Statistik.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, Relegation um einen Platz in der Bayernliga Nord: FSV Erlangen-Bruck – 1. FC Sand 1:5 (0:1) Erlangen: Beck – Sperber (55. Ferizi), Roas (46. Daoud), Hinrichs, Selmani (77. Güler), Cagli, Seybold, Fischer, Ortner, Lunz, Djonbalic. Sand: Klemm – Bechmann, D. Schlereth, Karmann, Rippstein (77. Moser), T. Schlereth (82. Witchen), D. Schmidt, Reith, Steinmann, Wagner, Markof (55. Rugovaj). Schiedsrichter: Markus Pflaum (SV Dörfleins). Zuschauer: 230. Tore: Tore: 0:1 Dominik Schmitt (37.), 1:1 Bastian Lunz (56.), 1:2 Shaban Rugovaj (72.), 1:3 Adrian Reith (75.), 1:4 Dominik Schmitt (87.), 1:5 Danny Schlereth (90.).
     

    Von Felix Schwarz

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