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    Fußball, Bayernliga Nord

    Der dritte Heimsieg ist ein Muss

    Sein Tor brachte Sand gegen Karlburg auf die Siegerstraße: Christopher Gonnert (links). Gegen Bamberg darf es diesmal auch weniger aufregend sein. Foto: Ralf Naumann

    Fußball, Bayernliga Nord
    1. FC Sand - DJK Don Bosco Bamberg (Samstag, 15 Uhr, Seestadion).

    Der Rausch nach dem denkwürdigen Heimsieg über den TSV Karlburg ist noch nicht ganz vorbei, da ist beim 1. FC Sand (13./11) schon wieder volle Konzentration gefordert. Am Samstag geht es nämlich ins nächste Kellerduell. Zu Gast ist diesmal die DJK Don Bosco Bamberg (15./10) - es steht also gleich das nächste "Sechs-Punkte-Spiel" an. Gelingt den Jungs von Dieter Schlereth ein weiterer Heimsieg - es wäre mittlerweile der dritte in Folge -, wäre erst einmal der Sprung ins Mittelfeld geglückt.

    Was war das für ein Spiel gegen Aufsteiger Karlburg. Abwehrchef und Torwart verletzt raus, Rote Karten gegen Ralph Thomann und Mert Topuz - nach gut einer Stunde sprach trotz Führung wenig bis nichts für einen Sander Dreier. Doch genau dieses wenig bis nichts verlagerte sich prompt auf die andere Seite: in die Karlburger Offensive. Der Neuling verzweifelte nicht etwa an der zweifellos starken Sander Defensive, sondern an der eigenen Einfallslosigkeit. Mit haarsträubenden Fehlern luden die Gäste die konterstarken Sander förmlich ein, sie aus dem Seestadion zu schießen. Und die hatten trotz zweifacher Unterzahl die Lust an den überfallartigen Gegenangriffen entdeckt, überrannten den TSV Karlburg förmlich und schossen so einen nicht für möglich gehaltenen 5:0-Kantersieg heraus.

    Personal wieder ausgedünnt

    Doch trotz aller Begeisterung: das ist Schnee von gestern. So sieht es auch Sands sportlicher Leiter Erich Barfuß: "Nach dem Sieg gegen Karlburg, wo die Mannschaft eine tolle Moral bewiesen hat, geht es nun gegen die DJK Bamberg gleich um das nächste Spiel, indem wir eigentlich punkten müssen." Und dass das alte Sander Handicap wieder da ist, macht diese Aufgabe nicht leichter.

    "Unsere Personaldecke ist aber wieder sehr dünn. Die weiteren Ausfälle von Torhüter Stefan Klemm (Muskelfaser- und Sehnenriss im Oberschenkel) sowie den Abwehrspielern Mert Topuz und Ralph Thomann (beide rotgesperrt) schmerzen natürlich sehr", so Barfuß. Thomann wurde wegen groben Foulspiels für vier, Topuz wegen seiner "Notbremse" für zwei Spiele gesperrt.

    Schwache Bamberger Offensive

    Zudem kommt mit Bamberg "eine Mannschaft, die eine weitaus höhere Qualität aufweist, als es der Tabellenplatz aussagt", warnt Barfuß vor dem kommenden Gegner. Und der scheint sich tatsächlich gefangen zu haben. Nach fünf Niederlagen auf fremden Plätzen holte die DJK zuletzt beim 2:0 in Abtswind erstmals etwas Zählbares in einem Auswärtsspiel. Größtes Manko der Oberfranken ist bislang dennoch klar die schwache Offensive. Erst ganze sechs Treffer erzielten die Gelb-Grünen in den elf absolvierten Partien dieser Saison.

    Für Barfuß ist das allerdings zweitrangig: "Für uns ist es ein Heimspiel und wir werden alles reinwerfen, um auch diese Punkte in Sand zu behalten," zeigt der Königsberger eine mindestens so kämpferische Einstellung, wie die Sander Mannschaft gegen Karlburg.

    Verzichten muss der FC Sand neben den beiden "Rotsündern" weiterhin auf die Verletzten André Schmitt, Sven Wieczorek, Thomas Durst und Luca Zeiß sowie auf Keeper Stefan Klemm. Kapitän André Karmann, gegen Karlburg noch im ersten Durchgang verletzt ausgewechselt, steht hingegen gegen Bamberg wieder zur Verfügung.

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