• aktualisiert:

    Fußball

    Sand muss den Schalter sofort umlegen

    Ist durch die Verletzung von Stefan Klemm nun bis auf weiteres die Nummer eins beim FC Sand: Geburtstagskind Markus Geier Foto: René Ruprecht

    Fußball, Bayernliga Nord
    1. FC Sand - SpVgg Bayern Hof (Samstag, 16 Uhr, Seestadion)

    Wie schnell man von ziemlich weit unten wieder runter fallen kann und dabei einen überaus schmerzhaften Aufschlag auf dem harten Boden erlebt, ist dem 1. FC Sand (14./11) spätestens seit dem letzten Wochenende bewusst. Nur sechs Tage nach dem berauschenden 5:0-Heimsieg über den TSV Karlburg zeigten die Sander im nächsten Auftritt im Seestadion ihr anderes Gesicht und gingen gegen die DJK Don Bosco Bamberg mit 0:4 regelrecht unter.

    Die Schützlinge von Dieter Schlereth standen in dieser Partie völlig neben sich, kaum ein Spieler erreichte Normalform. Da mag auch die erneut angespannte Personalsituation nicht als Ausrede herhalten, zu blutleer war der Auftritt der in der Vorwoche noch so überzeugenden und noch stärker dezimierten Mannschaft.

    Schalter wieder umlegen

    "Nach der deftigen Niederlage gegen Bamberg gilt es nun, den Schalter wieder umzulegen, unser wahres Gesicht zu zeigen und wieder Punkte im Abstiegskampf einzufahren," hat Sands Sportleiter Erich Barfuß das Problem erkannt. "Schalter umlegen" - Genau das muss am Samstag das Rezept sein. Genau so schnell, wie die Mannschaft offenbar die starke Leistung gegen Karlburg vergessen hatte, sollte sie auch den unwürdigen Auftritt gegen Bamberg abhaken. Denn im dritten Heimspiel in Folge geht es am Samstag gegen die SpVgg Bayern Hof (10./15).

    "Mit Hof kommt eine Mannschaft die qualitativ viel besser besetzt ist als es der Tabellenplatz aussagt, das zeigen auch die beiden Remis gegen Vilzing und Großbardorf sowie der Sieg gegen Abtswind aus den letzten drei Spielen", hat Barfuß großen Resepkt vor den Hochfranken. Die haben nach miserablem Saisonstart eben diese letzten drei Partien nicht verloren, holten gegen zwei Aufstiegsanwärter jeweils einen Punkt und zuletzt nach vier Partien wieder einmal einen Dreier. Gegen Abtswind gaben die Hofer zwar zunächst einen 2:0-Vorsprung aus der Hand, behielten letztlich aber doch mit 3:2 die Oberhand. Dass Hofs Trainer Fulvio Bifano diesen Dreier als "glücklich" bezeichnete, spielt in der Statistik keine Rolle. Auch nicht, dass die SpVgg auswärts in dieser Saison bislang nur zwei Unentschieden aufzubieten hat.

    Geburtstagskind Geier

    "Wir müssen schnellstens unsere Lethargie, die wir gegen Bamberg an den Tag legten, ablegen und wieder in die Spur finden. Dann können wir auch besser spielen und Punkte sammeln," hofft Barfuß, dass die Partie gegen Don Bosco auch aus den Köpfen der Spieler verschwunden ist. Vor allem auch aus dem Kopf von Markus Geier. Der ist nach der schweren Verletzung von Stammkeeper Stefan Klemm (Muskel- und Sehnenriss im Oberschenkel) zur neuen Nummer eins aufgestiegen und war bei den Gegentoren gegen Bamberg chancenlos. Zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag wünscht sich Geier - erst vor gut einem Jahr vom A-Klassisten VfR Kirchlauter nach Sand gewechselt - am Samstag eine besser aufgelegte Hintermannschaft - und das aller Voraussicht nach bis zur Winterpause.

    Das Sander Lazarett sowie die "Rotsünder-Bank" haben wenigstens keinerlei weitere Zugänge bekommen, so dass Dieter Schlereth auf das gleiche Aufgebot wie am letzten Wochenende bauen kann. Und das hat ja etwas gutzumachen...

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!