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    FUßBALL: BAYERNLIGA

    Sand setzt weiter auf Talente und Eigengewächse

    Der FC Sand mit (hinten von links) Kevin Moser, Ralph Thomann, Philipp Markof, Julius Neundörfer, Andre Schmitt, Mert Topuz, Max Witchen, Dominik Rippstein, Sebastian Wagner und André Karmann; mittlere Reihe: Gunther und Jochen Krines (Sponsoren), Vorsitzender Egbert Mahr, Sportdirektor Erich Barfuß, Julian Klauer, Noah Wagner, Shaban Rugovaj, Johannes Bechmann, Thomas Durst, Sebastian Albert, Torwarttrainer Bernhard Leuner Trainer Dieter Schlereth, Teammanager Stefan Schmitt und Physiotherapeutin Anna-Lena Sünkel; vorne: Thorsten Schlereth, Felix Hart, Luca Zeiß, Christopher Gonnert, Torwart Stefan Klemm, Torwart Markus Geier, Niklas Tscherner, André Lörzer, Kevin Steinmann und Danny Schlereth. Es fehlen Sven Wieczorek und Christian Knoblach. Foto: Ralf Naumann

    Extrem kurz fiel einmal mehr die Sommerpause für die Kicker des 1. FC Sand aus. Nach dem verspäteten Klassenerhalt über die Abstiegsrelegation – zugetraut hatten dies nur die wenigsten der Schlereth-Elf – ging es nahezu direkt in die Vorbereitung auf die neue Saison, die am Freitag mit dem Heim-Kracher gegen den TSV Großbardorf (18.30 Uhr) beginnt. Gemischt sind die Gefühle vor dem ersten Anpfiff der Saison im Seestadion.

    Denn die Korbmacher starteten überraschend stark in die presaisonale Phase. Deutlich siegten sie gegen die Kreisligisten TSV Knetzgau (8:1) und DJK Wülfershausen (6:0). Auch gegen den Landesligisten FC Fuchsstadt (5:0) zeigten sich die Schützlinge von Trainer Dieter Schlereth spielfreudig und torhungrig – ebenso wie gegen die Bezirksligisten aus Gochsheim (3:0) und Wiesentheid (2:0). Defensiv ließen die Schwarz-Weißen kaum etwas anbrennen.

    Auch Neuzugang Mert Topuz zeigte, dass er eine feste Stütze im Sander Defensivverbund werden kann. Ausgebildet im Nachwuchsleistungszentrum des FC 05 Schweinfurt möchte der 22-Jährige nach einem eher durchwachsenen Jahr in Großbardorf den nächsten Schritt machen und sich als Stammspieler etablieren. „Bei ihm ist zu merken, dass er in der Bayernliga zu Hause ist“, ist FC-Sportvorstand Erich Barfuß angetan vom Innenverteidiger, der damit der einzige Sander Neuzugang mit Erfahrung aus höheren Klassen ist.

    Der Nachwuchs wird eingeplant

    Ralph Thomann und Niklas Tscherner schnupperten zwar bereits Bayernliga-Luft in Bamberg und Forchheim, aber nie über einen längeren Zeitraum. Dennoch zeigen sich die Verantwortlichen mit den jungen Wilden aus dem eigenen Stall – immerhin fünf ehemalige Jugendspieler gehören zum künftigen Kader – sowie den Neuen aus niederklassigeren Teams zufrieden. Diese wollen die Korbmacher langsam an höhere Aufgaben heranführen.

    Daher sei auch der Aufstieg der Reserve in die Bezirksliga ein Glücksfall gewesen. Denn dort könnten die Spieler, wenn notwendig, je nach Eignung und Fortschritt Spielpraxis sammeln, so Barfuß. Dass die Neuzugänge die Qualität haben, den Sprung in die Bayernliga-Mannschaft zeitnah zu schaffen, zeigten sie bereits in den Testspielen: Der frühere Krumer Thomas Durst feierte ebenso seine Torpremiere im Sander Dress wie der ehemalige Jugendspieler André Lörzer.

    „Die Neuzugänge haben sich problemlos eingefügt. Allerdings brauchen die Jungs, die von unten kommen, noch Zeit, um sich an das Niveau zu gewöhnen“, weiß Barfuß. Daneben trugen sich aber auch zwei Spieler in die Schützenlisten ein, die in der Vergangenheit oftmals mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Das Sander Eigengewächs Julian Klauer feierte sein Comeback nach einer Schambeinverletzung – und auch Philipp Markof knipste in den ersten vier Vorbereitungsspielen jeweils mindestens ein Mal. In Knetzgau gelangen dem Angreifer sogar vier Treffer.

    Knick in der Formkurve

    Doch so verheißungsvoll die ersten Wochen verlief die abgelaufene nicht mehr – zumindest ergebnistechnisch. Gegen den württembergischen Verbandsligisten Alemannia Waldalgesheim (1:2) und Kreisligist SG Eltmann (0:2) setzte es in den abschließenden beiden Testspielen zwei Niederlagen. „Dieser Dämpfer wäre nicht nötig gewesen“, ärgert sich Barfuß. Nervös wird man bei den Korbmachern aber nicht. Denn die Verantwortlichen sind von der Qualität des Kaders überzeugt. Der Glaube ist groß, mit der vor zwei Jahren eingeschlagenen Philosophie, mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und Talenten aus der Umgebung eine schlagkräftige und finanzierbare Mannschaft zu formen, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

    Wiedersehen mit den Ex-Kollegen

    An dieser Vorgabe werde man sich messen lassen, selbst wenn mit Oliver Gonnert und den beiden Leistungsträgern Adrian Reith und Dominik Schmitt drei arrivierte und schwer zu ersetzende Kräfte den Verein verlassen haben. Mit letzteren gibt es jedoch ein schnelles Wiedersehen. Denn gegen Reiths Großbardorfer geht es zum Auftakt, in dessen Rahmen auch der Dauerkartenverkauf stattfindet. „Die Partie am Freitag wird ein absoluter Leckerbissen. Mit dem TSV, den ich in dieser Saison wieder sehr stark einschätze, gastiert ein absolutes Spitzenteam“, ist Barfuß die Vorfreude anzumerken. Nur fünf Tage später geht es für die Sander in die Abtswinder Kräuter-Mix-Arena – Schmitts neuer fußballerischer Heimat. Danach betreten die Schützlinge von Trainer Schlereth aber auch viel Neuland. Immerhin fünf „Neulinge“ kicken in der kommenden Saison in der Bayernliga Nord. Neben den Aufsteigern Karlburg, Kahl, Cham und Eintracht Bamberg führt die Reise auch ins oberpfälzische Vilzing.

    1. FC Sand

    Abgänge: Felix Schneider (TSV Knetzgau), Dominik Schmitt (TSV Abtswind), Adrian Reith (TSV Großbardorf), Oliver Gonnert (SC Eltersdorf).

    Zugänge: Ralph Thomann (DJK Don Bosco Bamberg), Felix Hart (FSV Krum), Niklas Tscherner (Jahn Forchheim), Julius Neundörfer (SV Fatschenbrunn), Mert Topuz (TSV Großbardorf), Thomas Durst (FSV Krum), Noah Wagner (FC Moosinning), Luca Zeiß, André Lörzer, Christian Knoblach, Sebastian Albert, Sebastian Krines (alle eigene Jugend). Kader, Tor: Stefan Klemm, Markus Geier. Abwehr: Johannes Bechmann, André Schmitt, Kevin Steinmann, Mert Topuz, Ralph Thomann, André Karmann, Sebastian Albert. Mittelfeld: Sebastian Wagner, Dominik Rippstein, Sven Wieczorek, Danny Schlereth, Max Wittchen, Christoph Gonnert, Julian Klauer, Kevin Moser, Luca Zeiß, André Lörzer, Felix Hart, Niklas Tscherner, Noah Wagner, Christian Knoblach. Angriff: Thorsten Schlereth, Shaban Rugovaj, Philipp Markof, Thomas Durst, Julius Neundörfer. Trainer: Dieter Schlereth (seit 2018). Saisonziel: Klassenerhalt. Meistertipp: TSV Großbardorf, SV Seligenporten, DJK Gebenbach.

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