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    Sand am Main

    Wie der FC Sand mit der Situation im Tabellenkeller umgeht

    Ein Heimsieg über die DJK Ammerthal könnte den Leid geplagten Schützlingen von Dieter Schlereth einen gewaltigen Schub geben.
    Max Witchen war sicherlich der Unglücksrabe bei der Niederlage in Erlangen. Gegen Ammerthal soll es nun nicht nur für ihn wieder besser laufen.
    Max Witchen war sicherlich der Unglücksrabe bei der Niederlage in Erlangen. Gegen Ammerthal soll es nun nicht nur für ihn wieder besser laufen. Foto: PresseFoto Evans / Ryan Evans

    Fußball, Bayernliga Nord
    1. FC Sand - DJK Ammerthal (Samstag, 15.30 Uhr, Seestadion)
    1:4 in Erlangen: das vergangene Wochenende war für den 1. FC Sand (16./4) mehr als ernüchternd, auch wenn diese Klatsche beim ATSV um zwei Tore zu hoch ausfiel und auch, wenn in dieser Partie eigentlich alles schief ging, was schief gehen kann. Aber Jammern hilft ja nix, das weiß man auch im Seestadion. Was aber helfen würde, wäre ein Dreier gegen die DJK Ammerthal (9./8) am Samstag. Und auch das ist in Sand durchaus bekannt.

    Das Spiel in Erlangen war schon wie verhext. Und hatte einen großen Pechvogel: Max Witchen. Der wurde für sein Eingreifen nach gut zehn Minuten mit einem Elfmeter und der gelben Karte bestraft, Sand lag also schnell hinten. Und kurz vor der Pause leistete sich Witchen ein taktisches Foul im Mittelfeld, erneut gab es Gelb und damit Gelb/rot für den Defensivakteur. Im Anschluss kassierten die noch unsortierten Sander gar das 0:2. Und trotzdem: Auch in Unterzahl suchte Sand im zweiten Durchgang den Weg nach vorne. Thorsten Schlereth gelang der sehenswerte Anschlusstreffer. Mehr war aber nicht mehr drin, zwei späte Konter der Hausherren schraubten die Niederlage nach oben.

    Mitten im Abstiegskampf

    Nun ist der FC Sand also Vorletzter - eine Situation, die man im 3000-Seelen-Dorf zur Genüge kennt. Ebenso wie den Umstand, dass das nicht so bleiben muss. "In unserer jetzigen Situation ist jeder Gegner eine Herausforderung, denn wir befinden uns schon wieder mitten im Abstiegskampf", beschreibt Erich Barfuß die Situation ebenso knapp wie richtig. Der Sander Sportleiter sagt aber auch: "Wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist. Zwar ist unsere Verletztenliste erneut größer geworden, die Breite unseres Kaders ist ja ok, so dass wir im Heimspiel gegen Ammerthal alles daran setzen werden, auch etwas Zählbares mitzunehmen." Aufgeben ist eben nicht Sander Art - schon gar nicht so früh in der Saison.

    Und dazu besteht ja auch kein Grund. In den letzten Jahren war der FC Sand Dauergast im Tabellenkeller, ist relegationserfahren und schaffte es immer wieder, da zu sein, wenn es darauf ankommt. Nur darauf verlassen sollten sie sich nicht im Seestadion.

    Sands Kader schrumpft weiter

    Am Samstag geht es nun gegen die DJK Ammerthal. Und die ist gefährlich, "was der Sieg gegen Abtswind und das Remis gegen Großbardorf unterstreichen", hat Barfuß den kommenden Gegner analysiert. Die DJK ist relativ neu formiert, hat einige neue Spieler hinzu bekommen. Die aber zeigten sich in der noch jungen Saison eher etwas wankelmütig. Das letzte Heimspiel ging für die DJK so richtig in die Hose, mit 1:6 musste man sich der Mannschaft von Sands Ex-Trainer Bernd Eigner, dem SC Eltersdorf, beugen. Danach allerdings gelang den Oberpfälzern allerdings ein Remis in Hof. 

    Das alles weiß auch Sands Trainer Dieter Schlereth, der sich allerdings mehr Gedanken um seinen eigenen Kader machen dürfte. Und der verkleinert sich von Woche zu Woche. Auf die Ausfallliste mit den Dauerverletzten Danny Schlereth, André Schmitt und Sven Wieczorek sowie dem rot gesperrten Mert Topuz gesellten sich nun auch noch Thomas Durst (Knieverletzung) und Shaban Rugovaj (privat verhindert) hinzu. Hinter dem Einsatz von Sebastian Wagner steht zudem ein Fragezeichen. Günstige Vorzeichen sehen anders aus, aber auch das ist man in Sand bereits gewohnt.

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