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    VOLLEYBALL

    Enge Kiste gegen Benfica

    Der Niederländer Luuc van der Ent (Mitte) feierte mit Platz drei beim internationalen Turnier in Lissabon einen durchaus gelungenen Einstand bei den Eltmanner Heitec Volleys. Foto: Werner Haala

    Lissabon Das typische atlantische Klima in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon scheint den Eltmanner Heitec Volleys gut bekommen zu sein. Beim internationalen Turnier von Benfica Lissabon gewann der unterfränkische Erstliga-Aufsteiger gleich die Bronze-Medaille.

    Im Spiel um den dritten Platz feierten die Eltmanner einen hart erkämpften 3:1 (25:18, 25:23, 23:25, 25:23)-Sieg über den portugiesischen Meister aus dem Jahre 2008, Vitória de Guimaraes. Allerdings erhielten in dieser Partie einige Spieler aus der zweiten Reihe wie Jonas und Fabian Sagstetter sowie Rafal Prokopczuk eine Chance, die sie aber auch zu nutzen wussten. Zugleich wurden Mittelblocker Roosewelt Filho und Außenangreifer Tomas Halanda geschont.

    Im ersten Turnierspiel, das live im portugiesischen Fernsehen übertragen wurde, waren die Schützlinge von Trainer Marco Donat im Halbfinale knapp mit 2:3 (25:23, 23:25, 25:21, 21:25, 15:6) erst im Tiebreak am Gastgeber gescheitert.

    Dabei zeigten die Heitec Volleys eine starke Leistung und verlangten dem aktuellen portugiesischen Meister und Champions-League-Teilnehmer alles ab. Die Truppe um Kapitän Merten Krüger ging sogar 1:0 sowie 2:1 in Führung und hätte im vierten Satz den Sack zu machen können. Die Eltmanner haderten nun aber mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, verloren die Konzentration und damit den Satz. Im Tiebreak war schließlich die Luft raus, zumal sich das Starensemble von Benfica um den ehemaligen Weltklasse-Volleyballer Théo Fabrício Nery Lopes – Weltmeister von 2010 – vor den eigenen Fans keine Blamage gegen den deutschen Underdog leisten wollte.

    Erstmals das Eltmanner Trikot trugen in diesem Vorbereitungsturnier der Österreicher Mathäus Jurkovics und der Niederländer Luuc van der Ent. Die beiden Mittelblocker, die kürzlich noch für ihre Nationalteams bei der Europameisterschaft im Einsatz waren, gaben ihrem Team am Netz sowohl in der Offensive wie auch in der Blockabwehr jede Menge Stabilität und Dynamik. Gegen Benfica sorgte der Holländer für elf und gegen Vitória für 14 Punkte. Der Österreicher war gegen Vitória mit vier Blocks, die zu Punkten führten, bester Akteur am Netz.

    Als Kopf der Mannschaft kristallisiert sich indes immer mehr der französische-brasilianische Neuzugang Carlos „Kadu“ Antony heraus. Der 31-jährige, erfahrene Außenangreifer präsentierte sich in Lissabon als Teamleader und bestimmte den Rhythmus des Aufsteigers. Gleichzeitig glänzte er mit angeschnittenen Torpedo-Aufschlägen und einem überragenden Stellungsspiel. Gegen Benfica gelangen Antony 16 Punkte sowie ein Annahmewert von überdurchschnittlichen 65 Prozent. Im Spiel um den dritten Platz machte er dann weitestgehend Platz für seine Kollegen, die Spielpraxis erhielten.

    Stark war auch Diagonalangreifer Irfan Hamzagic. Der 27-jährige Serbe erzielte im Match gegen Benfica 16 und gegen Vitória sogar 23 Punkte.

    Insgesamt zog Marco Donat ein zufriedenstellendes Fazit der vier Tage am Atlantik. „Wir haben die Strapazen mit dem Flug nach Lissabon auf uns genommen, um zu lernen und Wettkampfhärte für die Bundesliga-Saison zu erhalten. Das hat wunderbar geklappt. Mir hat gut gefallen, dass sich die Jungs an mein Spielkonzept gehalten haben und den portugiesischen Meister an den Rand einer Niederlage gebracht hatte. Das beweist, dass wir bei der Kaderzusammenstellung einiges richtig gemacht haben. Gleichwohl werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wir müssen hochkonzentriert bleiben und an uns glauben. Dann gelingt eventuell auch die eine oder andere Überraschung im deutschen Volleyball-Oberhaus.“

    Bearbeitet von Matthias Lewin

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