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    VOLLEYBALL

    Eltmann baut an der „blauen Wand“

    Eltmanns Trainer Marco Donat (rechts) konnte in dieser Woche mit dem niederländischen Mittelblocker Luuk van der Ent den letzten seiner Schützlinge begrüßen. Foto: Werner Haala

    „E pluribus unum“, heißt das lateinische Motto des portugiesischen Weltvereins Benfica Lissabon. Frei ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viele wie: Aus vielen eine. Oder, um es in die Sport-Sprache zu bringen: Alle für einen!

    Das ist quasi das Motto jeglichen Mannschaftssports und gilt nicht nur für Benfica Lissabon, sondern auch für die Heitec Volleys aus Eltmann. Und noch eines haben die beiden Vereine, der große Klub aus der portugiesischen Hauptstadt und der kleinste Bundesliga-Verein aus dem Landkreis Haberge gemeinsam: Sie treffen am Wochenende aufeinander.

    Vier Tage in Portugal

    Die Franken flogen am Donnerstag für vier Tage nach Lissabon, um sich dort den Feinschliff und die Wettkampfhärte für die kommende Saison bei einem internationalen Turnier zu holen. Die wichtigste Aufgabe von Eltmanns Trainer Marco Donat dabei: Aus vielen erfahrenen und mit allen Wassern gewaschenen Stars sowie jungen wilden Talenten eine Mannschaft zu formen. Für Donat dürfte das, über 2000 Kilometer fern der Heimat, eine riesige Herausforderung sein.

    Los geht das Turnier am Freitagabend mit der Partie gegen Gastgeber Benfica Lissabon. Der amtierende portugiesische Titelträger ist mit insgesamt acht Meisterschaften und 17 Pokalgewinnen sowie acht Super-Cup-Siegen in dem Land im Westen der iberischen Halbinsel das Maß aller Dinge.

    „Das wird eine harte Nuss“, sinnierte Marco Donat schon während des über dreistündigen Fluges von Frankfurt nach Lissabon über sein Konzept und gibt sich keinen Illusionen hin: „Das ist eine fast unlösbare Aufgabe. Wenn wir den Benfica-Stars einigermaßen Paroli bieten könnten, wäre das schon ein großer Erfolg.“

    Doch der Meistercoach der vergangenen zweiten Liga ist keiner, der schon vorher die Flinte ins Korn wirft: „Wir wollen uns bestens aus der Affäre ziehen, weil wir überhaupt nicht unter Druck stehen. Wir sind zum Lernen hier und möchten uns von den Besten einiges abgucken.“

    Der Kader ist komplett

    Erstmals kann Donat nun auch auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Denn mit nach Portugal reisten auch die beiden Nationalspieler Luuc van der Ent und Mathäus Jurkovics, die für die Niederlande bzw. Österreich noch bei der Europameisterschaft gespielt hatten. Von dem 2,08 Meter großen, 21-jährigen Mittelblocker van der Ent und Mathäus Jurkovics (2,11 Meter, ebenfalls 21 Jahre alt) verspricht sich nicht nur Donat viel: „Zusammen mit dem Brasilianer „Roosi“ Filho (2,05 Meter) könnten sie bei der Mission Klassenerhalt zur blauen Wand werden.“

    Am Samstag steigen in Lissabon die Finals. Bei den Spielen um den Turniersieg könnten die Heitec Volleys auf das spanische Topteam Unicaja Arukasur Almeria oder den portugiesischen Meister aus dem Jahre 2008, Vitória de Guimaraes, treffen. Der zweifache südamerikanische Klub-Champion, sechsfache argentinische Meister und zweimaliger Dritte der Klub-Weltmeisterschaft, Voley San Juan, sagte seine Teilnahme am Turnier kurzfristig ab.

    Am Sonntag schließlich proben die Heitec Volleys dann in einem weiteren Match gegen Benfica Lissabon den Ernstfall. Und der wartet am 12. Oktober mit der Partie bei Ex-Champions-League-Sieger VfB Friedrichshafen. (mle/wh)

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