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    FUßBALL, KREISLIGA SW 2

    Wie ein Zufall dem HSV auf die Sprünge hilft

    Kommt gut mit Daniel Beyer zurecht: Hofheims Spielertrainer Tim Wagner (rechts). Foto: René Ruprecht

    Eines haben die Kicker des TV Jahn Schweinfurt und des SV Hofheim, die am Samstag aufeinandertreffen, gemeinsam: Sie sind ordentlich in die Runde gestartet und für beide wäre trotz akzeptabler Punkteausbeute sogar noch mehr möglich gewesen, wie Schweinfurts Übungsleiter Florian Riegel und SV-Vorstand Alexander Bergmann unisono die erste Saisonphase beurteilen.

    Zwar sind die Hofheimer nach fünf Ligapartien noch ungeschlagen und zeigten am Mittwochabend gegen Bezirksligist Gochsheim im Kreispokal eine bärenstarke Leistung, durch die der Kreisligist nun im Halbfinale steht, doch die zwei Unentschieden auf fremden Plätzen wurmen. Während die Grün-Schwarzen zu Hause aus allen Rohren ballern und drei Siege mit 11:0 Toren auf Konto haben, ließen sie auswärts in Knetzgau (2:2) und Ebelsbach (1:1) jeweils Punkte.

    „Wir sind dort auf zwei starke Heimteams getroffen und wir haben uns zweimal schwer getan“, analysiert SV-Vorstand Alexander Bergmann. Zu Hause seien die Tore hingegen zum richtigen Zeitpunkt gefallen, was den Hofheimern das Leben deutlich erleichtert hatte.

    Disco-Gespräche

    Eine Tendenz will der Funktionär daraus aber nicht erkennen, zumal er mit der Arbeit seines neuen Trainerduos sehr zufrieden ist. Tim Wagner, der von der DJK Dampfach kam, und Daniel Beyer, der die Hofheimer im Vorjahr alleine betreute, harmonieren sehr gut miteinander – und das, obwohl sie sich vorher kaum kannten. „Dass wir Tim verpflichtet haben, war reiner Zufall. Wir standen im November nachts in einer Haßfurter Diskothek plötzlich Rücken an Rücken und sind irgendwie ins Gespräch gekommen“, erinnert sich Bergmann an den ersten Kontakt. Beyer war damit einverstanden, im Gespann zu arbeiten, so dass einer Verpflichtung nichts mehr im Weg stand.

    Ein Glücksfall, wie sich aktuell zeigt. Die Darbietungen passen. Es herrscht sehr gute Stimmung in der und um die Mannschaft, und auch die Resultate sprechen eine deutliche Sprache. Nur auswärts fehlt noch der erste Sieg, den die SVler nun beim TV Jahn holen möchte.

    Eine leichte Aufgabe wird das allerdings keineswegs, schätzt Bergmann den Aufsteiger doch als sehr stark ein. Selbst die jüngsten Dämpfer – nach zwei Auftaktsiegen verlor der Neuling die letzten beiden Partien – lassen ihn nicht von diesem Eindruck abkommen. Und auch die Blau-Weißen wollen dem kommenden Gast ein offenes Gefecht bieten.

    „Wir werden uns trotz der jüngsten Misserfolge sicher nicht hinten reinstellen. Wir wollen nach vorne spielen und das werden wir auch am Samstag tun“, gibt sich Jahn-Spielertrainer Florian Riegel forsch. Selbst wenn die letzten beiden deutlichen 0:3-Niederlagen Spuren hinterlassen hätten.

    Serie ist gerissen

    Denn vor allem die erste Pleite gegen Stadtlauringen/Ballingshausen, die durchaus vermeidbar gewesen wäre, hätte den Seinen deutlich auf den Magen geschlagen und die Stimmung verhagelt. Kein Wunder, wenn man zuvor saisonübergreifend 18 Spiele am Stück gewinnt.

    „Natürlich war klar, dass die Serie irgendwann reist, niedergeschlagen waren die Jungs aber trotzdem“, so Riegel, dessen Team personell sehr gut aufgestellt ist. Dennoch hofft der Coach auf die baldige Rückkehr der letztjährigen Säulen Niko und Stefan Baumgart, die den Schweinfurtern schon fehlen. Insgesamt ist Riegel mit dem bisherigen Abschneiden und der Entwicklung seiner Jungs zufrieden. Zwar hätte er sich nach den Auftaktsiegen mehr Punkte erhofft, aber sechs Zähler seien absolut im Rahmen. Drei weitere sollen nun gegen Hofheim hinzukommen.

    „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten und jeden schlagen können“, ist der 34-Jährige von der Ligatauglichkeit seiner Schützlinge überzeugt. Ärgerlich sei nur das spielfreie Wochenende gewesen, durch das die Blau-Weißen einerseits in keinen Rhythmus kommen und andererseits tiefer stehen als erhofft. Aber das soll sich am Samstag wieder ändern.

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