• aktualisiert:

    FUßBALL BAYERNLIGA NORD

    Der Bann ist gebrochen

    Einen Tick eher am Ball ist Sands Sven Wieczorek (links), der Vacher Patrick Schwesinger hat das Nachsehen. Mit einer er... Foto: Ralf Naumann

    Das Warten hat ein Ende: Nach acht Spielen ohne Sieg konnten die Sander wieder jubeln und feierten den ersten Heimsieg der Saison. Spieler des Tages war der Doppeltorschütze Sebastian Wagner – sein direkt verwandelter Freistoß nach acht Minuten brachte die Heimmannschaft auf die Erfolgsspur: „Wir haben unter der Woche hart an uns gearbeitet und immer an uns geglaubt, jetzt ist endlich der Knoten geplatzt. Ein bisschen ärgert es uns schon, dass wir so viele Chancen liegengelassen haben. Aber scheißegal, wir haben die drei Punkte und blicken nach vorne“, freut sich Sands Nummer zehn. Doch von vorn:

    Die erste Großchance des Spiels besaß der Vacher Rico Röder, der die Kugel an die Latte knallte (7.). Der FC Sand hielt in Person von Sebastian Wagner dagegen, der zimmerte einen direkten Freistoß aus 18 Metern zum 1:0 der Gastgeber ins Tor (8.). Die frühe Führung beflügelte die Heimmannschaft und gab ihr Selbstvertrauen.

    Die nächste Chance ließ nicht lange auf sich warten: Christopher Gonnert bediente Shaban Rugovaj, der den Ball aus sechs Metern über den Kasten manövrierte. Die Gäste zeigten jedoch eine schnelle Antwort. Eine merkwürdige Flanke ließ Sands Keeper Markus Geier nach vorne abprallen, Artur Dutt staubte zum 1:1 ab (12.).

    Das Match lieferte gefährliche Torraumszenen im Minutentakt, beide Teams gaben Vollgas. Auffällig war das Rochieren der Sander: In der bekannten Formation beginnend, wechselten die Gastgeber immer wieder die Positionen. Nach dem 1:1 gab es bis zur 30.Minute kaum Hochkaräter. Das änderte sich, als Rugovaj sein Glück probierte und den Ball am herausgelaufenen Vacher Keeper Markus Kredel vorbeischieben wollte – ohne Erfolg. Die Sander zeigten eine bärenstarke Leistung. Das Aufbauspiel gelang schnell und präzise, flüssige Kombinationen und gute Abschlüsse waren die Folge. Lediglich die Defensive leistete sich vereinzelt Ungenauigkeiten.

    Vach fand trotz des Ausgleichstreffers keinen Zugriff aufs Spiel und wirkte sehr nervös. Sand hingegen gefiel. Wagner hatte kurz vor der Pause das 2:1 auf dem Fuß, heroisch rettete der Vacher Daniel Eich auf der Linie – es war die beste Halbzeit des FC Sand in dieser Saison.

    Die Heimelf machte in der zweiten Hälfte weiter und erspielte sich ein klares Chancenplus. Sebastian Wagner erstickte jegliche Resthoffnung der Vacher im Keim, indem er durch den Sechszehner dribbelte und eiskalt zum 2:1-Führungstor traf (65.). Und Wagner, hätte in der 73.Minute den vorzeitigen Spielausgang besiegeln müssen, verfehlte aus 14 Metern aber das Tor. Der sonst so gelassene Dieter Schlereth lief aufgeregt hin und her, doch Vach wirkte wie gelähmt aufgrund der Überlegenheit des FC Sand.

    Die Partie verwandelte sich zum Nervenspiel für den FC Sand. Adrian Reith hätte zehn Minuten vor Schluss für klare Verhältnisse sorgen müssen, als er kurz vor dem Tor den Ball verstolperte. Am Ende stellte sich nicht die Frage, ob die Sander gewinnen, sondern wie viele Torchancen sie noch liegen lassen.

    Auf den Schlusspfiff folgte ein frenetischer Jubel der Sander. Nach einer absolut überzeugenden Leistung fuhren die Korbmacher den ersten Dreier nach acht Partien und somit den ersten Heimsieg der Saison ein – und das gegen einen direkten Konkurrenten.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, Bayernliga Nord 1. FC Sand –

    ASV Vach 2:1 (1:1)

    Sand: Geier – Karmann, Klauer, Flachsenberger, Wieczorek, Gonnert, Reith, Wagner (90.+1 Witchen), Steinmann (75. Rippstein), T. Schlereth, Rugovaj,

    Vach: Kredel – Dutt (68. Krapfenbauer), Eich, Röder, Takmak, Kohl, Hufnagel, Zametzer, Schwesinger, Haas (71. Mirschberger), Kirbach.

    Schiedsrichter: Philipp Götz (Ettmannsdorf). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Sebastian Wagner (8.), 1:1 Artur Dutt (12.), 2:1 Sebastian Wagner (66.).

    Aus dem Seestadion berichtet: Felix Schwarz

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!