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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Ein hochverdienter Punkt gegen Eltersdorf

    Umkurvt seinen Gegenspieler: Sands Philipp Markof.
    Umkurvt seinen Gegenspieler: Sands Philipp Markof. Foto: Ralf Naumann

    1. FC Sand – SC Eltersdorf 1:1 (0:1)

    Was sich bereits abzeichnete, bestätigte sich am Samstag: Sands Torhüter Stefan Klemm kam auch beim 1:1 gegen Eltersdorf zum Einsatz und bleibt vorerst im Kasten des FC Sand. Klemm bestätigte das Vertrauen seines Trainers auf beeindruckende Art und Weise. Nicht nur Dieter Schlereth staunte, als Klemm nach gut einer Stunde den Elfmeter des Eltersdorfers Tobias Herzner phänomenal parierte.

    Es ist nun die vierte Partie in Folge für Klemm – Schlereth legt allerdings keinen großen Wert auf den Begriff „Stammtorhüter“. Es gebe keine Garantie auf diese Position. „Wir haben einen großen Kader, der Begriff Stammtorhüter gefällt mir nicht. Stefan hat super Leistungen gezeigt. Wenn nichts weiter passiert, bleibt er erstmal im Tor.“

    Neben dieser Gewissheit kam es aber auch zu einigen anderen Veränderungen in der Startelf der Sander. Die Rolle des rot-gesperrten Kapitäns André Karmann übernahm Danny Schlereth, der mit der Binde in der Innenverteidigung zum Einsatz kam. Kevin Steinmann rückte auf die linke Außenverteidigerposition. Gegen Eltersdorf wählte Dieter Schlereth ein kompaktes 4-4-2, so dass es zu einer Doppelspitze aus Shaban Rugovaj und Philipp Markof kam.

    Die Gäste drückten

    Von Anfang war klar, wer das Spiel bestimmte: Eltersdorf hatte mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Calvin Sengül verpasste zunächst aus 16 Metern den frühen Führungstreffer (2.). Nach brillantem Durchstecken von Oliver Janz versemmelte Sengül auch seine zweite Großchance (18.). In der 29.Minute war es Oliver Janz, auf dessen Fuß das erste Tor für den Viertplatzierten der Bayernliga lag, aber auch er brachte den Ball nicht an Klemm vorbei.

    Die Sander standen trotz der drei Gäste-Chancen defensiv sehr stabil, was Eltersdorfs Trainer Bernd Eigner gar nicht in den Kragen passte. Die Elf des ehemaligen Sanders Chefcoachs dominierte, ohne im letzten Drittel echte Durchschlagskraft zu entfalten. Auch wenn sich die Schlereth-Elf vor allem auf das Verteidigen verstand, setzte sie einzelne Akzente in der Offensive: Der von Philipp Markof in Szene gebrachte Shaban Rugovaj hätte gleich in der 13. Minute mehr aus seiner Chance machen müssen. Thorsten Schlereth hämmerte die Kugel danach aus 17 Metern nur knapp über die Querlatte (22.).

    Doch zahlte sich das Engagement der Hausherren nicht aus. Ganz im Gegenteil: Eltersdorfs Manuel Stark fasste sich nach einer guten halben Stunde kurz vor dem Strafraum ein Herz und traf zum 1:0 der Gäste ins rechte Eck (32.). „In der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück, dass wir nicht noch deutlicher in Rückstand geraten sind“, musste auch Dieter Schlereth eingestehen.

    Schlereths Rettungstat

    Doch die Sander steckten nicht auf. Thorsten Schlereth zog erneut von links an die Strafraumkante und zwang durch einen satten, aber etwas ungenauen Schuss Eltersdorfs Keeper Tugay Akbakla zum Eingreifen (55.).

    Zehn Minuten später und kurz nach dem von Herzner vergebenen Elfmeter wurde es kurios: Ein Versuch von Eltersdorfs Karim Said knallte vom Pfosten zurück zu Kevin Woleman, dessen Schuss Danny Schlereth in größter Not auf der Linie mit der Stirn entschärfte (64.).

    Davon offenbar wachgerüttelt, wollten es die Hausherren nun wissen: Adrian Reith hätte in der 69. Minute den Ausgleichstreffer markieren müssen, wenig später vergab Sebastian Wagner eine gute Möglichkeit (71.). Von der Überlegenheit des Tabellenvierten war nichts mehr zu sehen.

    Der Einsatz der Korbmacher wurde nur wenig später belohnt: Nach einem hohen Ball köpfte Thorsten Schlereth vor Keeper Akbala Tugay den Ball in die Mitte. Adrian Reith stand richtig, schob zum Ausgleichstreffer ein und legte einen freudetrunkenen Jubelsprint zur Sander Bank hin – der Ausgleich war mittlerweile auch mehr als verdient (76.).

    Sand zu unkonzentriert

    In der letzten Viertelstunde waren die Sander dem Führungstreffer nun näher als die Gäste. Allerdings den Korbmachern auch ein wenig die Konzentration flöten, so dass einige vielversprechende Spielzüge nicht mehr sauber zu Ende gespielt wurden. Nichtsdestotrotz war Dieter Schlereth letztlich mit dem Punktgewinn zufrieden: „Wir haben heute wieder Moral bewiesen und uns das Unentschieden redlich verdient. Meine Mannschaft hat sich gegen einen sehr starken Gegner ins Zeug gelegt und eine super Reaktion auf die 0:2-Niederlage gegen Vach in der Vorwoche gezeigt.“ Manchmal macht es wirklich den Anschein, dass wir uns gegen starke Gegner etwas leichter tun. Wenn heute noch mehr präzise Flachpässe angekommen wären, wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen. Im 4-4-2 tun wir uns gegen spielstarke Teams etwas leichter“, so Schlereth.

    Ein bitterer Nachgeschmack bleibt trotz des bärenstarken Auftritts: Der FC Sand rutscht auf Platz 16 ab, weil Konkurrent Vach überraschend 1:0 gegen Seligenporten gewann. (fsw)

    Die Statistik des Spiels

    1. FC Sand: Klemm – Bechmann, C. Gonnert, D. Schlereth, T. Schlereth., D. Schmidt D. (75. Röder), Reith, Steinmann, Wagner, Markof, Rugovaj (68. O. Gonnert). SC Eltersdorf: Akbakla – Janz (65. Drießlein), Göbhardt, Sengül, Said, Stark, Schäferlein, T. Herzner (85. Kind), Köhler, Woleman, Dotterweich. Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bayreuth). Zuschauer: 250. Tore: 0:1 Manuel Stark (32.), 1:1 Adrian Reith (76.).

    Felix Schwarz

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