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    FUßBALL, KREISLIGA SW 2

    Eltmann ist seit über 100 Tagen ungeschlagen

    Matthias Strätz (rot-weißes Trikot), Spielertrainer der SG Eltmann, geht es bei seinem neuen Verein nicht nur in sportlicher Hinsicht blendend.
    Matthias Strätz (rot-weißes Trikot), Spielertrainer der SG Eltmann, geht es bei seinem neuen Verein nicht nur in sportlicher Hinsicht blendend. Foto: Ralf Naumann

    Ist der FC Haßfurt noch zu stoppen? Diese Frage stellt sich derzeit in der Kreisliga Schweinfurt 2. Mit 13 Siegen, zwei Unentschieden und noch keiner Niederlage thront der FC mit 41 Punkten auf dem Spitzenplatz. Dahinter gelingt es dem Verfolgertrio SG Stadtlauringen/Ballingshausen (36), SG Eltmann (30) und dem SV Hofheim (28), mehr oder minder gut die Schlagdistanz zum Ligaprimus zu halten. Für den morgigen Sonntag ruhen die Hoffnungen auf dem „Team der Stunde“ aus Eltmann, das mit einem Heimsieg gegen Haßfurt dem Meisterschaftskampf noch einmal etwas Spannung einhauchen könnte.

    Die Vorzeichen stehen dabei nicht schlecht. In der letzten Spielzeit entging die SG noch knapp der Abstiegsrelegation. Heuer, unter neuem Trainer und einigen Veränderungen im Mannschaftskader, befindet sich der Klub in ganz anderen Sphären. Wobei der Start in die Saison im Sommer alles andere als nach Maß verlief. Daran erinnert sich auch der neue Spielertrainer Matthias Strätz, der nach sechs Jahren beim TSV Knetzgau in Eltmann die neue Herausforderung sucht: „Wir hatten eigentlich eine gute Vorbereitung. Aber auf dem Platz waren wir nicht richtig präsent.“ Das Ergebnis waren drei Pleiten zu Beginn.

    „Mit so einem Denken kommst du in dieser Klasse nicht weit.“

    Der Befreiungsschlag folgte am vierten Spieltag, mit einem umkämpften 1:0-Auswärtssieg gegen die SG Prappach/Oberhohenried. Ab da kam die Strätz-Elf, die nach den drei Auftaktniederlagen bis heute kein Spiel mehr verloren hat, richtig ins Rollen. Ein Ende der Erfolgsserie ist nicht in Sicht. Im ersten Rückrundenspiel, vergangenes Wochenende gegen den TV Königsberg, revanchierte sich die SG beim TV Königsberg mit einem 7:0-Kantersieg für die Niederlage im Hinspiel.

    „Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich super, wenn du mit oben dabei bist“, verrät Strätz, der einst als Abwehrspieler im Trikot des FC Schweinfurt 05 und des 1. FC Sand in der Landes- und Bayernliga auflief. „Wir harmonieren jetzt wesentlich besser als noch zum Saisonstart. Die Abstände in der Defensive und Offensive sind besser geworden,“ versucht er den Aufschwung zu erklären: „Anfangs dachten wir vielleicht, es läuft alles ganz von alleine. Aber mit so einem Denken, kommst du in dieser Klasse nicht weit.“

    Mittlerweile stimmen die Einstellung und die Leistung zugleich. Mit sechs Siegen in Folge und einer nachhaltig hohen Formkurve wäre die SG Eltmann eigentlich prädestiniert für mehr. „Nein, wir schauen von Spiel zu Spiel, und am Schluss sehen wir was dabei herauskommt“, bemüht der erfahrene Spielertrainer eine beliebte Fußball-Phrase, schiebt aber auch hinterher, dass „man im Verfolgertrio möglichst lange dabei bleiben möchte“.

    Interne „Neuzugänge“

    In der Rückrunde bekommt Strätz mit den zuletzt verletzten Maximilian Kolbert und Lorenz Söldner zwei interne „Neuzugänge“, die den Konkurrenzkampf im Team wieder anheizen sollen. „Darauf freue ich mich natürlich. Wir haben einen recht kleinen Kader und müssen einfach hoffen, von Verletzungen weitestgehend verschont zu bleiben“, so der 38-Jährige, der sich beim neuen Verein pudelwohl fühlt: „Meine Familie und ich wurden hier super aufgenommen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Harmonie stimmt.“

    Die würde sicher noch besser werden, mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Haßfurt. Ob Matthias Strätz mit auf dem Feld stehen kann, ist dabei noch nicht sicher. Die letzten Partien musste der spielende Coach wegen Knieproblemen aussetzen. „Wir wollen an die Einstellung und die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen,“ sagt Eltmanns Trainer, der mit seiner Elf vor über 100 Tagen das letzte Mal das Feld als Verlierer verlassen musste – und zwar im Hinspiel gegen den FC Haßfurt.

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