• aktualisiert:

    FUßBALL BAYERNLIGA NORD

    FC Sand verliert nach Schönwiesner-Gala

    Sands Torschütze zum 1:2-Anschlusstreffer, Sebastian Wagner (rechts), muss sich heftiger Gegenwehr des Großbardorfers Do... Foto: Ralf Naumann

    Für Großbardorfs Maximilian Zang war es ein Unterfranken-Derby vor der Haustür: Der Vizekapitän des Tabellenzweiten aus dem Grabfeld wohnt nur wenige Meter vom Sander Seestadion entfernt und erlebte somit ein „Heimspiel“ der besonderen Art. Den kurzen Hinweg zum Spiel versüßte sein TSV Großbardorf durch einen 3:1-Auswärtssieg beim FC Sand, in dem Großbardorfs Toptorjäger Björn Schönwiesner zweimal traf.

    Während der Partie stand Zang unter Strom, nach dem Abpfiff überwogen Entspannung und Freude. Bei 32 Grad und Sonnenschein holten sich die 200 Zuschauer ein kühles Bier und ließen die 1:3-Niederlage der Sander Revue passieren. Großbardorfs Vizekapitän konnte sich der Unterstützung von Frau und Kind sicher sein. „Eine lange Anreise hatte ich heute nicht, das war sehr erholsam“, sagt Zang, der wegen seiner Frau vor drei Jahren nach Sand zog. Es ist natürlich etwas besonderes, wenn man gegen den Verein aus dem eigenen Dorf spielt. Richtig Spaß hatte ich freilich, weil wir gewonnen haben.“

    Sands Offensiv-Taktik wirkungslos

    Doch der FC Sand verkaufte sich teuer gegen den klaren Favoriten aus Rhön-Grabfeld. Die „Gallier“ hatten von Anfang an zwar mehr Ballbesitz, ohne allzu viele zwingende Torchancen herauszuspielen. Die Sander setzten auf ihre bewährte Taktik: Den Gegner kommen lassen, tief stehen und im richtigen Moment einen brandschnellen Konter setzen. Dies gelang den Gastgebern aber so gut wie überhaupt nicht. Auf sehenswerte Torraumszenen warteten die Zuschauer bis zur 28. Minute: Björn Schönwiesner zeigte einen Wahnsinnsantritt, zog an der linken Kante des Sechszehners ab und traf zum 1:0 unter die Latte.

    Sebastian Wagner setzte mit einem Freistoß einen der wenigen Offensivhöhepunkte der Korbmacher, den TSV-Keeper Julian Schneider nur mühsam parierte. Die Heimmannschaft strahlte in erster Linie nach Standards Gefahr aus, gerade nach Ecken gelang der ein oder andere gefährliche Abschluss.

    Sekunden vor der Pause hatte Simon Schnaschel die 2:0-Führung auf dem Fuß: Mutterseelenallein versuchte er den Ball an Markus Geier vorbeizuschieben, verfehlte die linke Ecke aber um einen Meter.

    Schnelle Antwort

    In der zweiten Hälfte dauerte es nicht lange, bis die Großbardorfer wieder zuschlugen: In der 51. Minute legte Stefan Piecha auf Schönwiesner ab, der die Kugel zum 2:0 ins rechte Eck verwandelte. Die Antwort der Gastgeber allerdings folgte prompt: Wagner platzierte einen direkten Freistoß aus 18 Metern ins rechte Eck zum Anschlusstreffer – Keeper Julian Schneider sah dabei nicht gut aus.

    Der FC Sand stand in der Defensive weitestgehend stabil, bloß nach vorne ließen die Korbmacher jegliche Durchschlagskraft vermissen. Thorsten Schlereth stellte immer wieder seinen Antritt unter Beweis, im Abschluss verließ ihn allerdings das Glück. Die Gäste wollten den Sieg klarmachen. Schönwiesner wollte es wissen und kam fünf Meter vor dem Tor zum Kopfball, den Sands Markus Geier souverän abwehrte.

    Zum Ende hin spielten die Großbardorfer auf Zeit und zeigten durch langes Sitzenbleiben nach leichten Fouls viel Theatralik.

    Es blieb den Sandern nichts anderes übrig, als mehr Risiko zu gehen und hinten aufzumachen. Dies bestraften die Gäste und markierten in der Nachspielzeit durch Dominik Zehe noch das 0:3.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, Bayernliga Nord

    1. FC Sand – TSV Großbardorf 1:3 (0:1)

    Sand: Geier – D. Schlereth, Karmann, Witchen, Gonnert, Wieczorek (80. Moser), T. Schlereth, Wagner, Rippstein, Steinmann, D. Schmitt

    Großbardorf: Schneider – Mangold, Hölderle, Zang, Piecha, Zehe, Schönwiesner (90.+3 Lijesnic), Heusinger, Dietz (90.+1 Poznic), Müller, Snaschel (64. Fleischer).

    Schiedsrichter: Demlehner (Nürnberg). Zuschauer: 200. Tore: 0:1, 0:2 Björn Schönwiesner (28., 50.), 1:2 Sebastian Wagner (55.), 1:3 Dominik Zehe. (90. +5).

    Aus dem Sander Seestadion berichtet Felix Schwarz

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!