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    Bamberg

    Noch genießt Eltmann seinen Welpenschutz

    Libero Tobias Werner stürzt sich in die Annahme, rechts wartet Carlos "Kadu" Antony, links Tomas Halanda auf den Eltmanner Spielzug. Foto: Daniel Löb

    Das war er dann also, der erste Auftritt der Heitec Volleys vor "heimischem" Publikum. 1200 gemeldete Zuschauer in der Brose-Arena wohnten dem Auftritt des fränkischen Aufsteigers in der Erste Volleyball-Bundesliga bei - es hätten mehr sein müssen, um richtig zufrieden zu sein. Aber die Heitec Volleys selbst, die Fans aus Eltmann und auch aus dem oberfränkischen Raum, selbst der noch nicht so ganz Volleyballaffine Hallensrepcher, hatten am Freitagabend Neuland betreten. Dieser erste Schritt darf zwar als nicht ganz gelungen bezeichnet werden, führt aber auch nicht gleich in tiefe Verzweiflung.

    Mit einem Shuttle-Bus vom Eltmanner Marktplatz versuchten die Verantwortlichen, möglichst vielen Stammfans des letztjährigen Zweitligameisters die Anreise ins 20 Kilometer entfernte Bamberg zu versüßen, doch der war bestenfalls halb gefüllt und hatte zudem noch einige der Eltmanner Cheerleader an Bord. Die Probleme im Vorfeld, überhaupt einen Bus zu bekommen, machten sich natürlich in der verspäteten Werbung für den Bus bemerkbar, in Eltmann selbst wies nichts auf den Shuttle-Service nach Bamberg hin.

    Unterstützung vom Fanclub

    Dennoch: Für die, die dabei waren, war es trotz der verdienten Niederlage gegen starke Frankfurter ein Erlebnis. "So eine große Halle und dann fast leer", war Bernhard Filker aus dem Eltmanner Fanlager aber doch etwas enttäuscht. Er will aber auf jeden Fall wiederkommen, nicht nur aufgrund seiner Dauerkarte. Und er wirbt für mehr Unterstützung: "Ich empfehle jedem, es sich mal anzuschauen und selbst zu entscheiden", hofft Filker, dass zum nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) gegen die Helios Grizzlies Giesen noch mehr Fans in die Brose-Arena pilgern. "Die Spieler können nichts dafür, wie es abgelaufen ist", gönnt Filker der Mannschaft mehr Unterstützung von der Tribüne.

    Sportlich gesehen, ist die zweite Saisonniederlage ebenfalls kein Beinbruch. Frankfurt gehört (noch) nicht zu den Gegnern mit Eltmanner Kragenweite. „Das Spiel heute war ein Schritt nach vorne. Aufschlag und Annahme waren entscheidend", machte Eltmanns Trainer Marco Donat auch den großen Unterschied zwischen seiner Mannschaft und - wie schon in Friedrichshafen - auch dem zweiten Gegner aus. "Nur im zweiten Satz haben wir es geschafft, beides durchzubringen, haben Druck gemacht und den Satz verdient hoch gewonnen. Leider schaffen wir es momentan noch nicht, dieses hohe Niveau konstant zu halten", weiß Donat, woran er mit seinen Spielern noch arbeiten muss.

    Am Mittwoch in Brandenburg

    Und das am besten möglichst schnell. Denn schon am Mittwoch könnte es mit dem Welpenschutz, den man den Eltmannern als Liga-Neuling durchaus noch zugestehen darf, vorbei sein. Dann wartet mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin ein Gegner auf Augenhöhe auf die Heitec Volleys. Die haben wie Eltmann bereits zweimal verloren, knöpften aber Titelfavorit Berlin immerhin einen Satz ab.

    Und auch in Brandenburg wird das Vollyballspiel nicht neu erfunden werde. Der Schlüssel liegt auch dort in der Annahme. Gelingt diese, steigen die Chancen. Und die hat Eltmann definitiv. Auch wenn am Mittwoch wohl kein Bus mit Eltmanner Fans unterwegs sein wird.

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