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    EISHOCKEY: LANDESLIGA

    Haßfurter "Hawks" ziehen in die Aufstiegsrunde ein

    Sinnbild einer umkämpften Partie: Das Duell des Haßfurters David Hornak (links) mit dem Moosburger Daniel Möhle. Foto: Ralf Naumann

    Eishockey

    Landesliga Bayern Gr. 1

     

    TSV Trostberg Chiefs – ESV Waldkirchen 1:4  
    ESC Haßfurt – EV Moosburg 7:4  

    ERSC Amberg Wild Lions – VER Selb 1b Wölfe

    Tigers Bayreuth 1b – EV Pegnitz Icedogs

    10:1

    5:4

     

    ESC Haßfurt – EV Moosburg 7:4 (1:2, 3:2, 3:0)

    Erfolgreiche Revanche, weiterhin eine blütenweise Heimweste und der sichere Einzug in die Aufstiegsrunde: Haßfurter Eishockeyherz, was willst du mehr? Unter den Augen des früheren ESC-Topscorers Jakub Sramek, der von den ESC-Fans nach der Partie auf dem Eis begeistert gefeiert wurde, besiegten die „Hawks“ am Freitagabend in einem hochspannenden Topduell den EV Moosburg mit 7:4. „Aufstiegsrunde – Haßfurt ist dabei“, hallte es lautstark durch die Eishalle.

    Eines vorweg: Sramek war an alter Wirkungsstätte lediglich zu Besuch bei seinen ehemaligen Teamkameraden, nachdem sein Klub EHC Königsbrunn spielfrei hatte. Und der 26-Jährige, der für den Bayernligisten bereits 38 Scorerpunkte erzielt hat – sowie die restlichen 410 Zuschauer, bekamen eine packende Begegnung zu sehen, in welcher Alexander Asen den Tabellendritten bereits nach 38 Sekunden in Führung brachte. Zwar gelang Haßfurts Youngster Lukas Kratschmer 17 mühsame Minuten später der 1:1-Ausgleich (18.).

    Fast postwendend hatte die kleine Moosburger Mannschaft, die lediglich mit elf Feldspielern angereist war (auch der Tscheche Miloslava Horava fehlte), aber die Antwort in Form des 1:2 (Torschütze war Nolan Regan, 20.) parat. Auch nach dem ersten Seitenwechsel tat sich der Spitzenreiter sehr schwer. „Am Anfang haben wir etwas geschlafen“, räumte ESC-Angreifer Timo Zürcher die etwas holprige „Anfangsphase“ ein, die sich allerdings bis weit ins zweite Drittel hineinzog. Denn wer nach dem 2:2-Ausgleich des am Ende zum „Spieler des Abends“ gewählte Daniel Hora (28.) gedacht hatte, dass es besser werde, wurde wieder enttäuscht. Ex-DEL-Star Peter Abstreiter lenkte den Puck nach einem Zuspiel von Vinzenz Maier abgebrüht zum 2:3 ins Gehäuse (35.), ehe Christian Seidlmayer nach einem Break sogar auf 2:4 erhöhte (37.). Dass Timo Jung Sekunden zuvor noch einen Penalty von Abstreiter abgewehrt hatte (36.), spielte da schon keine Rolle mehr.

    Der Coach ist nicht zufrieden

    Dass es letztlich doch noch zu einem „Happy-End“ kam, war letztlich dem unbändigen Willen der „Hawks“ zu verdanken, die Partie doch wieder zu drehen. Mit Erfolg: Michal Babkovic (39.) sowie Michael Breyer (40.) gelang bis zum Drittel-Ende der umjubelte 4:4-Ausgleich. „Gerade im letzten Drittel haben wir dann eine sehr gute Leistung gezeigt“, freute sich Zürcher über eine weitere Leistungssteigerung, die, verbunden mit dem Kräfteverschleiß bei den Gästen, noch zu einem letztlich deutlichen Erfolg führte.

    An dem der 20-jährige ESC-Stürmer großen Anteil hatte, denn nach der erstmaligen Führung durch David Franek (48.) schloss Zürcher eine von nur zwei Überzahlsituationen in der überaus fairen Partie – die „Hawks“ kassierten keine einzige Strafminute, Moosburg lediglich vier – mit dem vorentscheidenden 6:4 ab (53.). Neuzugang Matthias Kohl gelang, nachdem Moosburgs Coach Bernie Engelbrecht seinen Torwart Linus Messerer vom Eis genommen hatte, noch das 7:4 (59.). „Es ist das Wichtigste, dass wir noch gewonnen haben und jetzt in der Aufstiegsrunde sind“, stand nicht nur Zürcher vor der Ehrenrunde die Freude ins Gesicht geschrieben.

    „Respekt vor Moosburg. Die kommen da mit elf Feldspielern und haben es uns das ganze Spiel über wirklich sehr schwer gemacht“, schnaufte Haßfurts Trainer Volker Hartmann angesichts des hart erkämpften Sieges nach der Schlusssirene erst einmal durch, um dann seine Mannschaft etwas zu tadeln. „Wir haben leider nie richtig ins Spiel gefunden, waren einstellungstechnisch irgendwie nicht auf der Höhe. Gott sei Dank haben wir die Tore noch gemacht. Das waren wichtige drei Punkte.“

    Wichtig ist aus Sicht der Verantwortlichen auch, dass der am Freitag bekannt gewordene Rückzug des Sponsors Abrisud/Abrisun zum Jahresende wohl nicht so sehr ins Gewicht fällt – neue Unterstützer sollen bereit sein, die entstandenen Lücken zu schließen. Über die Art und Weise und den Inhalt der Bekanntmachung, die durch die Unterstützer veröffentlicht wurde, ärgert sich der ESC-Vorstand aber dennoch.

    Haßfurt: Jung, Hildenbrand – Hora, Stahl, Masel, Marx, Breyer – Hornak, Stach, Kohl, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer. Tore für Haßfurt: 1:1 (18.) Kratschmer (Stach, Dietrich), 2:2 (28.) Hora, 3:4 (39.) Babkovic (Franek), 4:4 (40.) Breyer (Franek, Hora), 5:4 (48.) Franek (Hora, Babkovic), 6:4 (53.) Zürcher (Franek, Babkovic 5-4), 7:4 (59.) Kohl (Masel, Hornak EN). Strafzeiten: Haßfurt 0/Moosburg 4. Schiedsrichter: Wittmann – Beigel/Zwingel. Zuschauer: 410.

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