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    Sand am Main

    Für Sands Bechmann ist selbst ein Spiel Sperre zu viel

    Der Innenverteidiger ist für seine harte Spielweise bekannt. Warum er nach seiner Roten Karte gegen Gebenbach nur für ein statt für vier Spiele gesperrt wird.
    Gebenbachs Johannes Scherm liegt links am Boden, gleich zeigt Schiedsrichter Gürkan Günebakan dem Sander Johannes Bechmann die Rote Karte.
    Gebenbachs Johannes Scherm liegt links am Boden, gleich zeigt Schiedsrichter Gürkan Günebakan dem Sander Johannes Bechmann die Rote Karte. Foto: Ryan Evans, PresseFoto Evans

    Die ursprüngliche Forderung war eine Sperre von vier Wochen für den Sander Bayernligaspieler Johannes Bechmann. Deutlich milder dann das Urteil, das das Verbandssportgericht am späten Dienstagabend per Mail verkündete: Der Innenverteidiger muss nur ein Spiel pausieren.

    Was war passiert? Im Heimspiel des FC Sand gegen die DJK Gebenbach bekommt Bechmann den Ball in der 29. Minute am Mittelkreis mit dem Rücken zum gegnerischen Tor an den Fuß und schirmt ihn vor den anstürmenden Kontrahenten ab. Erfolgreich. Gebenbachs Johannes Scherm kommt am 32-Jährigen nicht vorbei, reißt ihn zu Boden. Schiedsrichter Gürkan Günebakan pfeift und entscheidet auf Freistoß für Sand – bis er den sich am Boden windenden Scherm sieht und zu ihm Kontakt aufnimmt. Bechmann hatte den Gebenbacher im Fallen mit dem Handrücken im Gesicht erwischt. Dann schreitet der Unparteiische auf Bechmann zu und zückt Rot, der schüttelt fassungslos den Kopf.

    Reduzierung der Sperre klingt kurios

    Eine Reduzierung der Sperrdauer von vier auf nur eine Woche klingt kurios. Für Sportvorstand Erich Barfuß ist die Entscheidung logisch. "Der Schiedsrichter hat eine Tätlichkeit im Spielbericht vermerkt, woraufhin der Verbandsanwalt pauschal vier Wochen Sperre gefordert hat. In meiner Stellungnahme habe ich auf die Videoaufnahme verwiesen und angemerkt, dass es sich auf keinen Fall um eine Tätlichkeit handelt." Nach Betrachtung der Videoaufnahmen stimmt das Sportgericht dem Sander Sportvorstand zu und reduziert die Sperrdauer, da es laut Barfuß in dem Vorfall keine Tätlichkeit, sondern nur noch eine Unsportlichkeit gesehen habe.

    Für Bechmann ist die Strafmilderung ein Eingeständnis. "In meinen Augen gibt der BFV damit die Fehlentscheidung des Schiedsrichters zu", sagt der Ex-Schweinfurter. "Er fährt mir von hinten in die Beine, ich falle und versuche, mit den Armen das Gleichgewicht zu halten." Ein Spiel Sperre müsse er nun aufgebrummt bekommen, da der Unparteiische eben Rot zückte. "Aber selbst das ist zu viel", sagt Bechmann.

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