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    VOLLEYBALL

    Die Erste Liga kehrt nach Eltmann zurück

    Nächste Saison in der Ersten Bundesliga: Jonny Engel (links) und die Eltmanner Heitec Volleys haben in dieser Woche die Lizenz bei der Deutschen Volleyball-Liga beantragt. Foto: Matthias Lewin

    Rolf Werner und Co. waren ein paar Tage schneller als nötig. Bis Anfang April hätten die Eltmanner Volleyballer Zeit gehabt, die Lizenz für die Erste Liga zu beantragen. Nun war es in dieser Woche schon soweit: Hauptsponsor Heitec  hat die Zusage gegeben, sein finanzielles Engagement bei den Eltmannern  deutlich auszuweiten, damit konnte der Antrag eingereicht werden. Nun gibt es im Grunde kein Hindernis mehr: Eltmanns Rückkehr in die Elite-Liga steht fest.

    Peter Knieling, erster Vorsitzender  des VC Eltmann, und Rolf Werner, zweiter Vorsitzender und Manager, bestätigten am Freitag, die Lizenz für das Oberhaus fristgerecht beantragt zu haben. Nun müssen die Unterfranken noch ihre wirtschaftlichen Lizenzierungsunterlagen einreichen, haben dazu bis 15. April Zeit. Dann wird der Vorstand der Volleyball-Bundesliga diese Unterlagen prüfen.

    Grünes Licht vom Hauptsponsor

    Entscheidend für diesen Schritt und für die "Mission Aufstieg" im Ganzen war letztlich das grüne Licht aus Erlangen, wo das Technologieunternehmen Heitec, Namensgeber der Eltmanner Volleyballer, seinen Hauptsitz hat. Richard Heindl, Vorstandsvorsitzender des Automatisierungs- und Digitalisierungsspezialisten, erklärte sein Engagement: „Wir sind begeistert von der Aufbruchstimmung und unterstützen den möglichen Aufstieg in die Erste Liga. Dazu haben wir auch unseren Etat noch einmal erhöht.“ Aber auch einige andere Sponsoren der Eltmanner haben ihre Budgets angehoben, um den Aufstieg in die Erste Bundesliga zu ermöglichen.

    Bereits seit Monaten war Rolf Werner ständig unterwegs, um die Verhandlungen mit vorhandenen und potenziellen Geldgebern zu einem positiven Ende zu bringen. Werner will sein Team in der Ersten Liga etablieren und zu einem Leuchtturm-Projekt in Nordbayern entwickeln. Dazu gehört, das weitgehend ehrenamtlich tätige Umfeld des kleinen Eltmanner Vereins  zu professionalisieren. Er forciert die Gründung einer Spielbetriebes-GmbH, trieb die Vorlizensierung bei der Deutschen Volleyball-Liga voran und besuchte bereits Workshops der Erstliga-Vereine.

    Schon von 2003 bis 2009 mischten die Unterfranken in der höchsten deutschen Spielklasse mit. Danach platzte der Traum wie eine Seifenblase, weil die finanzielle Basis wegen der Weltwirtschaftskrise und krimineller Machenschaften eines Funktionärs wegbrach.

    Genau das soll sich nicht wiederholen, weshalb Rolf Werner diesmal auf Nummer sicher gehen wollte und den Gang in die Erste Liga nur dann vollziehen wollte, wenn die Finanzen dies auch zulassen. Dies scheint nun der Fall zu sein.

    Sportlich ist Eltmann bereits qualifiziert

    Auch sportlich steht dem Aufstieg nichts mehr im Weg. Die Heitec Volleys führen zwei Spieltage vor Saisonende die Zweite Liga Süd an, haben damit zumindest die Vizemeisterschaft und die sportliche Qualifikation für die Erste Liga bereits sicher. Für den angestrebten Titel brauchen die Eltmanner noch zwei Siege aus den beiden noch ausstehenden Partien gegen Schwaig (6. April) und in Freiburg (13. April).  

    Eltmanns Pendant aus der Zweiten Liga Nord, der CV Mitteldeutschland, plant zwar ebenfalls den Gang ins Oberhaus. Dem designierten Nord-Meister fehlen allerdings noch einige Sponsorenzusagen, die "Chemie Volleys" aus dem Leipziger Westen sind deshalb noch in Wartestellung.

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