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    FUßBALL BAYERNLIGA NORD

    Das rettende Ufer ist in greifbarer Nähe

    Shaban Rugovaj (Mitte) zieht ab und lässt ASV-Torwart Martin Bachner keine Abwehrchance. Es steht 3:0. Doch es gibt heftige Proteste, nicht nur von (von links) Armin Bindner und Alexander Moratz. Sands Thorsten Schlereth (2. von rechts) stand nach Meinung der Oberpfälzer im Abseits und verdeckte dabei Keeper Bachner die Sicht. Doch der Treffer zählt. Foto: Ralf Naumann

    1. FC Sand – ASV Neumarkt 3:0 (2:0) 

    So schnell kann es gehen: Vor zwei Wochen war der FC Sand mit lediglich zehn Zählern noch ganz tief im Tabellenkeller zu Hause. Seit Samstagnachmittag stehen immerhin bereits 19 Punkte auf der Habenseite. Das direkt rettende Ufer, Platz 13, haben FCS-Kapitän André Karmann und seine Teamkollegen nun wieder ganz dicht vor Augen. Grund ist der zweite Sieg im zweiten Duell mit dem ASV Neumarkt – zugleich das dritte Sander Erfolgserlebnis in Folge.

    Das erste „zu Null“

    Johannes Bechmann und Shaban Rugovaj mit einem Doppelpack sorgten beim glatten 3:0 über nun etwas abgeschüttelte Oberpfälzer für überwiegend zufriedene Gesichter, zumindest bei Dieter Schlereth aber keineswegs für Euphorie. Der Sander Trainer war letztlich nur mit dem Ergebnis zufrieden, schließlich wurde der Anschluss an die Nichtabstiegszone durch das erste „zu Null“ endgültig hergestellt. Der Verlauf der Partie gefiel ihm aber nicht – vor allem in der ersten Hälfte, als sogar die Gäste angesichts der Chancen und spielerisch gesehen die Nase vorn hatten. „Wir haben zwar wenig zugelassen, aber warum wir zu diesem Zeitpunkt führen, wusste wahrscheinlich niemand so richtig“, meinte der Haßfurter nüchtern.

    Doch das Zwischenergebnis auf der Anzeigetafel war richtig. Ehe Schiedsrichter Sebastian Betz zum Pausentee gebeten hatte, führten die „Korbmacher“ mit 2:0. Die gut 200 Zuschauer mussten allerdings lange warten, ehe sie erstmals jubeln konnten: Johannes Bechmann war es, der den Ball bei einem Freistoß aus gut 27 Metern direkt aufs Neumarkter Tor schoss und traf – dank der unfreiwilligen Mithilfe von ASV-Schlussmann Martin Bachner (38.).

    Auf Zuspiel von Danny Schlereth erzielte Shaban Rugovaj sechs Minuten später sogar noch den zweiten Treffer für die Hausherren. Für Neumarkts Trainer Benedikt Thier sehr bedauerlich: „Wir waren spielerisch überlegen, hatten mehr Ballbesitz, uns aber zwingend keine großen Torchancen herausgespielt. Und aus kleinen machen wir leider nichts.“

    Sand dominiert nach der Pause

    In der zweiten Hälfte hatten Karmann und Co. das Heft dann meist in der Hand, erst recht nach der Hinausstellung von Neumarkts Selim Mjaki, der nach einem Foulspiel frühzeitig die Gelb-Rote Karte sah (50.).

    Und so sorgte erneut Shaban Rugovaj nach zuvor vergeblichen Anläufen für klare Verhältnisse, denn aus kurzer Distanz ließ er Torwart Martin Bachner keine Abwehrmöglichkeit. Bei den Gästen sorgte dieser Treffer jedoch für reichlich Unmut: Angeblich versperrte Sands Thorsten Schlereth, Vorlagengeber – in Abseitsposition–, beim Schuss seines Teamkameraden dem ASV-Keeper die Sicht. Heftige Diskussionen mit dem Schiedsrichterassistenten nutzen letztlich nichts. Die Fahne blieb unten und das 3:0 zählte.

    Während der FCS das Ergebnis bis zum Abpfiff durchaus noch höher hätte gestalten können, war die Mannschaft von Trainer Benedikt Thier nicht mehr in der Lage, für Ergebniskosmetik zu sorgen.

    Bechmann will eine Serie starten

    „Die Neumarkter waren zwar stets bemüht, haben aber relativ unglücklich agiert“, sagte Sands Johannes Bechmann, der mit seinem Freistoßtor im 19. Saisonspiel die Tür für die Punkte 17 bis 19 öffnete. „Wir waren hinten sicher gestanden, haben wenig zugelassen. Dann haben wir vielleicht auch mal zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“ Der Routinier ist nun ebenso wie seine Mannschaftskollegen gewillt, weitere Erfolge einzufahren. „Ab dem zweiten Sieg kann man, denke ich, von einer Serie sprechen“, lachte er und fügte hinzu: „Wir wollen versuchen, das solange wie möglich aufrecht zu erhalten und uns nach und nach da hinten raus mausern.“

    Schlereth nicht rundum zufrieden

    Für Dieter Schlereth gibt es derweil noch viel Arbeit, denn im Vergleich zur Vorwoche sei seine Mannschaft „phasenweise nicht wiederzuerkennen“ gewesen. Zudem ärgerte er sich über die teilweise unbefriedigende Verwertung der Vielzahl an Möglichkeiten. „Die hätten wir einfach besser zu Ende spielen müssen.“

    Die Statistik des Spiels

    Sand: Geier – Bechmann, Rugovaj, D. Schlereth, T. Schlereth, Karmann, Wagner (20. D. Schmitt), Gonnert, Wieczorek, Reith (62. Rippstein), Steinmann (75. Witchen). Neumarkt: Bachner – Schön, Bindner (72. Bulinger), Grunner, Mjaki, Marx, Roth (65. Iatrou), Moratz, Pandel (46. Semmler), Ammon, Hausner. Schiedsrichter: Betz (Bad Soden). Gelb-Rot: Mjaki (50., Neumarkt). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 (38.) Bechmann, 2:0, 3:0 (42., 68.) Rugovaj.

    Aus dem Sander Seestadion berichtet Ralf Naumann

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