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    VOLLEYBALL: 2. BUNDESLIGA SÜD

    Erstliga-Atmosphäre im Unterfranken-Derby

    VC Eltmann
    Klare Ansage: Marco Donat will den Titel. Am Samstag aber erst einmal den Beweis erbringen, dass Mannschaft, Verein und Fans erstligatauglich sind. Foto: René Ruprecht

    Heitec Volleys Eltmann – TV/DJK Hammelburg (Samstag, 9. Februar, 19.30 Uhr, Brose-Arena Bamberg)

    Comeback für den Eltmanner Volleyball in der Domstadt Bamberg: Nach zehn Jahren kehren sie am Samstag als Heitec Volleys in die Brose-Arena zurück. Unter dem Motto „Faszination Volleyball“ treffen sie in der oberfränkischen Multifunktionshalle im Unterfranken-Derby auf den TV/DJK Hammelburg. Das Vorspiel bestreiten ab 16 Uhr die in der Regionalliga Südost beheimateten volley.ballarinas Bamberg und der TSV Sonthofen.

    Acht Spiele bis Saisonende

    Das Team von Trainer Marco Donat geht mit jeder Menge Selbstbewusstsein in das unterfränkische Zweitligaduell. Die Eltmanner holten aus den vergangenen 13 Zweitliga-Begegnungen zwölf Siege, zuletzt beim 3:1 in Rüsselsheim und davor beim 3:2 über den amtierenden Meister TSV Grafing. Und der Siegeszug soll weitergehen: „Bis zum Ende der Saison“, kalkuliert Eltmanns Manager Rolf Werner, „haben wir einschließlich der Partie gegen Hammelburg noch acht Spiele. Eigentlich erwarte ich, dass wir alle Begegnungen gewinnen. Denn die kommenden Gegner haben wir in der Vorrunde alle geschlagen.“

    Meisterschaft als Anspruch

    Die Eltmänner wollen unbedingt in die Erste Liga, zuvor aber noch Meister werden, auch wenn das für den Aufstieg nicht zwingend erforderlich ist. Nach wie vor liegt das Spitzentrio in der zweiten Bundesliga Süd eng zusammen. Tabellenführer Mainz (40 Punkte/17 Spielen), Grafing (39/15) und Eltmann (38/16) trennen in der allerdings etwas schiefen Tabelle lediglich zwei Zähler. Alle drei haben jeweils 13 Siege auf dem Konto. Mainz empfängt am Samstag den SV Schwaig, Grafing muss nach Gotha. Am Samstag nächster Woche steigt dann das Spitzenspiel zwischen Grafing und Mainz (Hinspiel 3:2 für Grafing), während Eltmann in Friedrichshafen und Mimmenhausen zwei Auswärtsaufgaben zu erledigen hat.

    Klare Worte findet Rolf Werner für die kommenden Wochen: „Wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr erlauben. Wir möchten uns auch sportlich für das Volleyball-Oberhaus qualifizieren. Das ist uns klarer Anspruch. Nicht mehr und nicht weniger.“

    Mit diesem Druck der Vereinsführung kann Cheftrainer Marco Donat umgehen: „Mir war schon vor meinem Wechsel von Dresden nach Eltmann klar, dass die Ziele und Ambitionen in Eltmann höher sind. Aber wir haben einen starken Kader mit einer Auswechselbank auf hohem Niveau. Da kann sich niemand herausreden.“ Der Coach betont unmissverständlich: „Jeder muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen und immer das große Ziel vor Augen haben. Es zählt nicht nur die individuelle Klasse.“

    Leidenschaft und Herzblut

    Besonders im nun anstehenden Franken-Derby gegen Hammelburg fordert Donat von seinen Jungs viel Leidenschaft und Herzblut: „Jeder muss an seine Grenzen gehen. Wir wollen den Zuschauern beste Unterhaltung und eine begeisternde Vorstellung bieten. Schließlich möchten wir, dass alle wiederkommen und eventuell noch andere mitbringen.“

    Für ihn und seine Schützlinge wird die Partie in der Bamberger Brose Arena zu einem besonderen emotionalen Highlight: „Das ist mega. Wir haben die bislang einmalige Chance, vor einer für Volleyball-Verhältnisse riesigen Kulisse zu spielen. Da ist jeder gefordert, diesen absoluten Glücksfall als große Herausforderung zu nutzen und sich voll einzubringen.“

    Orientierungs-Training

    Um sich an die besonderen Verhältnisse zu gewöhnen, ist für Freitagabend und Samstagvormittag noch Training in der großen Arena angesetzt. „Besonders die Angreifer und Zuspieler“, empfiehlt Donat, „müssen sich zur besseren Orientierung Fixpunkte setzen.“

    Keine Sorgen macht er sich wegen der möglichen Nervosität seiner Spieler angesichts der ungewohnten Umgebung: „Ein wenig Lampenfieber ist nie schlecht. Das fördert die Konzentration. Die Aufregung muss eben in positive Energie kanalisiert werden.“

    Championsleague-Erfahrung

    Insgesamt herrschen also optimale Voraussetzungen für ein spannendes und abwechslungsreiches Spektakel vor einer Rekordkulisse. Zumal sich auch die Hammelburger nach dem Abgang der Wolf-Brüder und Pleiten zum Jahresende wieder auf Erfolgskurs befinden. Mit dem neuen Zuspieler Jackson Maris besiegten sie zuletzt in der Saaletalhalle Karlsruhe klar mit 3:0. Der 25-jährige Kanadier mit Championsleague-Erfahrung kam vom Erstligisten United Volleys Rhein-Main Frankfurt nach Hammelburg. In Frankfurt war sein Vertrag als dritter Zuspieler zum Ende des Jahres ausgelaufen. Und auch an der Seitenlinie ist bei den Gästen ein neues, in Eltmann allerdings bekanntes Gesicht zu sehen: Der Rumäne Cornel Closca bildet ab sofort mit Mario Radman das Co-Trainer-Duo hinter Cheftrainer Karl Kaden.

    Aufgebot Heitec Volleys: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, House, Strobel. (wh)

    Bearbeitet von Matthias Lewin

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