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    FUßBALL, BEZIRKSLIGA OST

    Der Optimismus eines Wunschtrainers

    Hier noch beim Landesligisten Euerbach/Kützberg, ab sofort in Dampfach als Trainer tätig: Oliver Kröner. Foto: Simon Snaschel

    Die DJK Dampfach (10./8) ist auf der Suche nach einem neuen Trainer schnell fündig geworden. Mit Oliver Kröner übernimmt ein in der Fußballregion alter Bekannter das Ruder bei der DJK, der schon für den TSV Großbardorf oder FC Schweinfurt 05 gekickt hat. Kröner hatte zuletzt den Landesligisten SV Euerbach/Kützberg trainiert, der sich aber Ende Juli aufgrund der schlechten Ergebnisse von ihm getrennt hatte.

    Die Dampfacher Verantwortlichen jedenfalls hatten von vornherein klar gemacht, was sie von ihrem neuen Coach halten. DJK-Vorsitzender Bernd Riedlmaier bekannte: „Oliver Kröner ist unser absoluter Wunschtrainer. Er hat alle Qualitäten, die er für diese Aufgabe braucht. Wir sind froh, dass wir ihn für die DJK gewinnen konnten und sind überzeugt, dass er mit der Mannschaft Erfolg haben wird.“

    Dampfacher Ansprüche

    Der Trainer selbst fühlt sich durch diese Vertrauensbekundung zwar geschmeichelt, verweist aber gleich auf die aktuelle Situation. Momentan stehen die Dampfacher mit acht Zählern auf dem zehnten Tabellenplatz in der Bezirksliga und bleiben somit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Jüngst mussten die DJKler gegen die DJK Altbessingen (1:3) und die DJK Hirschfeld (1:2) zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. „Wunschtrainer hin oder her, ich und die Mannschaft müssen jetzt Leistung zeigen“, so Kröner.

    An der Lust des neuen Trainers soll es nicht liegen. Der betont, dass die sechs Wochen Pause schon eine lange Zeit für ihn waren und er froh sei, jetzt wieder im Geschäft zu sein. „Die Gespräche waren sehr gut, genauso wie das Kennenlernen der Mannschaft, in der ich eine positive Grundstimmung ausmachen konnte“, meinte Kröner. Ebenso seien die Spieler im Training sehr willig und voller Einsatzfreude gewesen, machten ihrem neuen Coach nicht zuletzt dadurch klar, dass sie unbedingt wieder in ruhigere Fahrwasser kommen wollen.

    Bisher kann Kröner allerdings noch nicht so viel über den Zustand oder auch die Mannschaft im Allgemeinen sagen, da er lediglich eine Trainingseinheit geleitet hat: „Ich muss erstmal das Team mit seinen ganzen Automatismen kennenlernen, das kommt jetzt erst und muss sich entwickeln.“

    Dass es nicht einfach werden wird, ist Kröner allerdings auch klar. Insbesondere gelte es zunächst, sich aus der aktuellen Negativspirale herauszuziehen.

    „Ich und die Mannschaft müssen jetzt Leistung zeigen“
    Oliver Kröner, Trainer DJK Dampfach

    „Mir ist die Schwere der Situation natürlich bewusst, aber ich werde mich ihr stellen, wie ich mich schon anderen in meiner Laufbahn gestellt habe“, ist Kröner nicht bange vor seiner Aufgabe. Vornehmlich die Psyche müsse mitspielen, da der vielzitierte Kopf im Fußball maßgeblich über Erfolg und Misserfolg mitentscheide.

    Ob das am kommenden Wochenende gleich funktionieren wird, ist fraglich. Mit dem TSV/DJK Wiesentheid (3./14) müssen die Dampfacher zu Kröners Einstand gleich gegen einen der Titelfavoriten antreten. Diese haben vier ihrer letzten fünf Partien gewonnen, mussten sich lediglich dem TSV Forst geschlagen geben (0:2). „Da sind die Vorzeichen natürlich deutlich. Sie haben ihre Ziele klar gemacht und auch namhafte Zugänge in der Mannschaft“, weiß Kröner, was auf ihn und seine neue Truppe zukommen wird. Dennoch will man sich bei der DJK nicht schon vor der Partie am Samstag (16 Uhr) geschlagen geben. „Wir werden in jedem Fall alles in die Waagschale werfen, was wir haben. Von meinem ersten Eindruck her bin ich auch der Meinung, dass die Jungs dazu gewillt sind“, zeigt sich Kröner durchaus optimistisch.

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