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    VOLLEYBALL

    Warum Eltmann ein neues Gesicht bekommt

    Publikumsliebling und Punktesammler Mircea Peta wird der Eltmanner Erstliga-Mannschaft nicht mehr angehören. Foto: Matthias Lewin

    Bei den Eltmanner Heitec Volleys nimmt das Personal-Karussell nach dem Aufstieg in die erste Volleyball-Bundesliga immer mehr Fahrt auf. Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass von der Meistermannschaft aus der vergangenen Zweitligasaison nur wenige Akteure den schweren Weg ins Oberhaus des deutschen Volleyballs gehen möchten.

    Aller Voraussicht nach werden in Eltmann lediglich der erfahrene Zuspieler Merten Krüger und Jung-Libero Tobias Werner zukünftig unter Profibedingungen trainieren und spielen. Deshalb werden sich die Eltmanner in der am 12. Oktober mit einem Gastspiel beim Ex-Champions-League-Gewinner Friedrichshafen beginnenden Punkterunde mit einem auf fast allen Positionen veränderten Team präsentieren.

    Publikumsliebling geht

    Manager Rolf Werner und Cheftrainer Marco Donat können diese Entwicklung nachvollziehen. Unisono unterstreichen sie: „Der Aufstieg in die erste Liga ist für alle eine riesige Herausforderung und verändert vieles. Zukünftig wird zweimal täglich trainiert. Beruf und Sport sind dabei nur schwer unter einen Hut zu bringen. Wir haben allen sehr gute Angebote unterbreitet. Aber bei einigen Forderungen konnten wir nicht mithalten. Für ihre Entscheidung haben wir Verständnis.“

    Auch Publikums-Liebling Mircea Peta wird dem zukünftigen Kader nicht mehr angehören, ebenso wie die Leistungsträger Maximilian Kolbe, Sven Kellermann und Sebastian Richter. Der bisherige Kapitän beendet seine Karriere und will sich neuen Managementaufgaben widmen. Zur Zeit unterstützt er bereits Chefcoach Marco Donat bei den personellen Planungen für die neue Saison und beim Scouting von möglichen Neuzugängen. Die Spieler, die künftig in Eltmann keine Rolle mehr spielen, werden demnächst noch extra verabschiedet.

    „Wir werden eine starke Truppe in den Kampf um den Klassenerhalt schicken“

    Trotz zahlreicher Abgänge verbreiten die Verantwortlichen des Erstliga-Aufsteigers Optimismus: „Wir werden eine starke Truppe aus zum Teil international erfahrenen Haudegen und jungen Wilden in den Kampf um den Klassenerhalt schicken, mit denen wir nicht zur Schießbude der Liga werden, sondern absolut wettbewerbsfähig sind“, so Trainer Marco Donat. Weitere Details möchte der 38-Jährige erst bekannt geben, „wenn die Tinte unter den Verträgen trocken ist“.

    Perfekt sind bereits die Verpflichtungen des österreichischen Jung-Nationalspielers Mathäus Jurkovics (Mittelblocker) und des brasilianisch-französischen Top-Stars „Kadu“ Carlos Antony (Außenangreifer), der mit Paris Volley zweimal Meister wurde und zuletzt das Trikot des Erstligisten AS Saint-Jean-d'Illac, einem Verein in der Nähe von Bordeaux, trug.

    Diagonalspieler aus Serbien

    Mit dem 27-jährigen Irfan Hamzagic kommt jetzt ein weiterer Neuzugang aus der starken ersten französischen Eliteklasse. Der 2,01 Meter große gebürtige Serbe spielte zuletzt in Cannes an der französischen Rivera und gehörte zu den 15 besten Scorern der ersten Liga. Der serbische Nationalspieler besitzt ausgezeichnete Referenzen. Mit OK Novi Pazar gewann er 2017 und 2018 den serbischen Pokal, wurde dabei zweimal zum wertvollsten Spieler (MVP) und zum besten Diagonalspieler und Punktesammler der ersten serbischen Liga gewählt. International nahm er mit Buducnost und OK Novi Pazar am internationalen CEV-Cup teil.

    Der Serbe soll eine zentrale Rolle im Eltmanner Bundesliga-Team übernehmen. „Ich halte große Stücke auf ihn“, betont Chefcoach Marco Donat, „wir haben ihn intensiv beobachtet und sind von seinen hohen Qualitäten total überzeugt. Er besitzt einen brandgefährlichen Aufschlag, den er mit viel Druck platziert. Außerdem kann er in der Offensive am Netz viele Bälle verwerten. Aber auch in der Abwehr ist er uns als großer Kämpfer aufgefallen. An ihm werden wir viel Freude haben,“ hofft Donat.

    Soll eine zentrale Rolle bei den Eltmanner Heitec Volleys einnehmen: Irfan Hamzagic. Foto: Senko Zupljanin

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