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    EISHOCKEY: VERZAHNUNGSRUNDE GRUPPE C

    Hora trifft in der Verlängerung

    13 Sekunden vor dem Ablauf der Verlängerung machte Daniel Hora den Auswärtssieg für die „Hawks“ perfekt. Foto: Ralf Naumann

    EA Schongau – ESC Haßfurt 6:7 n. V. (2:1, 2:2, 2:3)

    Es waren noch 13 Sekunden zu spielen. Einen Punkt hatten sich die Haßfurter „Hawks“ zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert, denn im Schongauer Eisstadion lief am späten Freitagabend bereits die letzte Minute der Verlängerung. Doch mit dem Stand von 6:6 wollte sich vor allem ein ESC-Verteidiger nicht abgeben. Er wollte den zweiten Zusatzpunkt mit nach Hause nehmen. Daniel Hora war sorgte für die Entscheidung und somit den ersten Auswärtssieg in der Verzahnungsrunde.

    Doppelte Unterzahl

    Dabei sah es kurz nach dem Beginn der fünfminütigen „Overtime“ noch recht düster aus, schließlich hatte Hauptschiedsrichter Manuel Vorgeitz mit Jan Trübenkr und Hora gleich zwei Haßfurter Akteure in die Kühlbox geschickt. Und da die ganze Mannschaft nach den voran gegangenen turbulenten und spannenden 60 Minuten mit ihren Kräften am Ende war, schien die doppelte Hinausstellung die Niederlage einzuleiten.

    Das Wort „Resignation“ tauchte im Wortschatz der „Hawks“, die bereits mehr erreicht hatten als die drei Schongauer Heimgegner zuvor, aber nicht auf. Und mit seiner kämpferischen Einstellung sicherte der tschechische Verteidiger mit seinem 17. Pflichtspieltor die ersten zwei Auswärtszähler.

    Den Sieg erarbeitet

    „Das hat uns und jeden Zuschauer wohl einige Jahre seines Lebens gekostet“, schnaufte Martin Reichert nach dem Ende der Partie erst einmal kräftig durch, ehe der Haßfurter Trainer schnell hinzufügte: „Das hat sich die Mannschaft heute ganz klar erarbeitet. Das war einfach Wahnsinn. Sie hat einfach nicht aufgegeben.“

    Die Vorzeichen standen zunächst ungünstig, schließlich kamen die Kreisstädter aufgrund von zwei längeren Staus sehr verspätet in Schongau an. Die Partie konnte erst mit 20-minütiger Verspätung beginnen. Zudem fehlten erneut einige wichtige Spieler wie etwa David Franek. Dennoch steckte der Landesligist die permanenten Rückstände immer weg, ließ sich einfach nicht abschütteln. Auch nach dem 2:4-Rückstand sorgten Georg Lang sowie Jakub Sramek (34./46.) für den erneuten Ausgleich.

    Nur dreieinhalb Minuten fehlten sogar zum ersten glatten „Auswärtsdreier“, nachdem erneut Lang in der 52. Minute die erstmalige „Hawks“-Führung erzielt hatte. Schongaus Jakub Muzik gelang noch den 6:6-Ausgleich (57.).

    Endlich auch auswärts belohnt

    „Das ganze Spiel ging hin und her. Die Mannschaft hat gekämpft bis zur letzten Sekunde, jeder Einzelne hat gefightet bis zum Ende. Und dann holen wir auch noch 13 Sekunden vor Ende der Partie den Zusatzpunkt. Es war einfach superklasse“, lobte Reichert die „Hawks“ und freute sich riesig über den Erfolg. „Wir standen in den letzten Wochen bereits kurz vor einem Auswärtserfolg und endlich haben wir uns belohnt.“

    Wenn es nach ihm geht, dann wird es in den restlichen verbleibenden Wochen jetzt genauso weitergehen. „Genauso kann man auch auswärts gewinnen.“

    Statistik des Spiels

    ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand – Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Rambacher, Bates – Trübenekr, Lang, Babkovic, Sramek, Dietrich, Zösch, Kratschmer, Breyer, Vollert. Schiedsrichter: Vorgeitz – Zeck/Daumann. Zuschauer: 161 (10 aus Haßfurt). Tore für Haßfurt: 1:1 (18.) Trübenekr (Sramek), 2:2 (27.) Babkovic (Lang, Hora) 4-5, 4:3 (34.) Lang (Hora), 4:4 (46.) Sramek (Lang, Hora), 5:5 (51.) Babkovic, 5:6 (53.) Lang (Sramek), 6:7 (65.) Hora. Strafzeiten: Schongau 14 / Haßfurt 12.

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