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    FUßBALL: DAS BESONDERE SPIEL

    Spitzen-Sturm ohne Torjäger

    Geht mit breiter Brust ins Topspiel gegen den SC Hesselbach: Der Nassacher Nils Höchner (links) will zurück an die Tabellenspitze. Foto: Ralf Naumann

    Im Spitzenspiel der Kreisklasse 4 am Ostermontag treffen mit dem FC Nassach und dem SC Hesselbach zwar nur der Zweit- und Drittplatzierte aufeinander. Dennoch sind beide Mannschaften in jeweils einer Kategorie Ligaspitze – noch vor Tabellenführer TV Jahn Schweinfurt.

    Der SC Hesselbach musste in seinen 20 Saisonspielen nur 16 Gegentreffer einstecken – weit weniger als Tabellenführer Jahn Schweinfurt mit 24 Gegentreffern oder der Dritte FC Nassach, bei dem es schon 26 Mal im eigenen Gehäuse einschlug. Auf der anderen Seite hat Nassach mit 72 Treffern mit Abstand am meisten Tore erzielt, weit vor dem Jahn mit 60 Toren und Hesselbach mit „nur“ 55 Treffern.

    So verwundert es nicht, dass Nassach mit Johannes Räth auch den derzeitigen Torschützenkönig in seinen Reihen hat. 27 Mal hat Räth in dieser Saison bereits getroffen. Aber auch Clemens Haub, der Goalgetter der Gäste aus Hesselbach, muss sich nicht verstecken. Er belegt mit immerhin 18 Treffern hinter Marcel Krug vom TV Jahn, der schon 24 Mal getroffen hat, Rang drei der Liste.

    Räth fällt länger aus

    Doch Räth wird am Montag gegen Hesselbach nicht dabei sein. Er riss sich am 18. Spieltag im Spiel gegen die Freien Turner in Schweinfurt das Syndesmoseband und wird wohl für den Rest der Saison ausfallen, sagt Andreas Schüler, zum Saisonende scheidender Spielertrainer beim FC Nassach.

    Wie schmerzlich der Verlust für den FC Nassach ist, zeigte sich im letzten Spiel gegen den Tabellenvorletzten VfB Humprechtshausen, das Nassach nur äußerst glücklich in der Schlussphase noch drehen konnte. Hesselbach hingegen trumpfte zuletzt in Schonungen groß auf. Beim 3:0-Auswärtssieg zeigte sich Clemens Haub in Topform: Er erzielte alle drei Tore für seine Mannschaft und schoss Schonungen damit fast im Alleingang ab.

    Doch Nassachs Trainer Andreas Schüler ist trotzdem guter Dinge. Sein Team sei bis eben auf Johannes Räth komplett. Auch Joe Etzel, der gegen Humprechtshausen beide Tore vorbereitete, ist wieder dabei. Etzel spielte in der vergangenen Saison noch beim Bayernligisten TSV Großbardorf. Eine Verletzung sorgte jedoch dafür, dass er nicht mehr so oft im Bayernligakader stand, weshalb er zu seinem Heimatverein nach Nassach wechselte, wo er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Chris dem Leder nachjagt.

    Teams auf Augenhöhe

    Die vorrangige Aufgabe gegen Hesselbach sei es, die Gäste-Offensive um Clemens Haub und Tobias Härterich in Schach zu halten und gleichzeitig die beste Abwehr der Liga zu knacken. Das Hinspiel in Hesselbach ging aus Nassacher Sicht nur knapp mit 3:4 verloren. Beide Teams sind, so Schüler, nicht nur punktgleich, sondern auch auf Augenhöhe. Entscheidend sei, wie intensiv das Nassacher Spiel am Samstag gegen die SG Üchtelhausen/Zell werde. „Die Tagesform wird entscheiden“ meint der 37-jährige Königsberger, der selbst nicht mehr regelmäßig die Fußballschuhe beim FCN schnürt.

    Aber auch Hesselbach ist leicht gehandicapt, weil nicht komplett. Drei bis vier Spieler werden wohl wegen der Osterfeiertage fehlen, sagt Spielertrainer Clemens Haub, der zusammen mit Thorsten Schraud den aktuell Tabellenzweiten trainiert. Sicher fehlen werden Rico Schmeiduch und Jannik Müller.

    Der Ausfall von Nassachs Stürmer Johannes Räth sei bitter, meint Haub, fügt aber hinzu: „In dieser Klasse sind alle Fußballer zu ersetzen.“ Er wünscht sich ein schönes Spiel mit vielen Zuschauern. „Ich freu mich drauf. Möge der Bessere gewinnen.“

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