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    FUßBALL, BEZIRKSLIGA OST

    Wiedersehen unter Freunden

    Andres vorgestellt hatten sich der TSV Forst und die Sportfreunde Steinbach ihren Start in die neue Bezirksliga-Saison. Während die Hetzel-Schützlinge in Bergrheinfeld den ersten Dämpfer auf ihre Titelambitionen kassierten, erlebte der Aufsteiger gegen Rödelmaier sechs verheerende Anfangsminuten. Am Samstag treffen beide nun aufeinander. Für die beiden Übungsleiter ein ganz besonderes Spiel. Schließlich kickten sie früher zusammen in Schweinfurt.

    Merklich enttäuscht ist Florian Hetzel beim Blick zurück auf den Auftaktspieltag in Bergrheinfeld. Wirklich rund lief es bei den Seinen, die ambitioniert – Forst möchte Meister werden – in die Saison gestartet waren, noch nicht. Vor allem das mangelhafte Abwehrverhalten machte der TSV-Trainer für die Niederlage verantwortlich: „Wir hätten jedes Gegentor mit besserem Stellungsspiel verteidigen können und haben es dem Gegner zu leicht gemacht.“ Allerdings hätten auch seine Offensivkräfte in einem Schlagabtausch auf Augenhöhe nicht den besten Tag erwischt und ließen etliche Chancen liegen.

    Forst in der Pflicht

    Das müsse nun gegen Aufsteiger Steinbach deutlich besser werden, vor allem die Abwehrarbeit. „Das wird ein Spiel, dass wir gewinnen müssen. Nach der Niederlage ist es Pflicht, drei Punkte zu holen“, so Hetzel, dessen Team klarer Favorit ist. Dennoch warnt der Spielertrainer davor, den Neuling auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich seien die Steinbacher zurecht aufgestiegen und hätten Qualität in ihren Reihen. Denn einige Kicker hätten sich in anderen Vereinen schon auf Bezirksliga-Niveau bewiesen.

    Belegt wurde Hetzels Einschätzung bereits im ersten Bezirksliga-Spiel der Sportfreunde überhaupt. Denn mitgehalten hat der Aufsteiger über weite Strecken. Nur die ersten Minuten sowie die Nachspielzeit wurden der Elf von Stefan Seufert zum Verhängnis: „Die Mannschaft hat nach dem Doppel-Rückschlag sehr gut reagiert und war nach der Pause sogar dem Ausgleich nahe.“ Für die Möglichkeiten der Sportfreunde sei es ein sehr solider Auftritt gewesen, zeigte sich Seufert zufrieden, zumal der erste Gegentreffer nach einem Standard fiel, der zweite ein Sonntagsschuss war. Vergangene Saison habe man sicherlich deutlich schlechtere Leistungen gezeigt.

    Infos aus erster Hand

    Seufert sieht seine Mannschaft, die in den vergangenen fünf Jahren stets einen der ersten beiden Plätze in ihrer Liga belegte und dreimal aufstieg, auf dem richtigen Weg. Schließlich hielt sie über weite Strecken auch auf dem neuen Niveau mit. Wo der Weg, der mit dem Klassenerhalt enden soll, allerdings hinführt, weiß der Übungsleiter nicht. Er beschäftige sich vornehmlich mit seinen Jungs und kaum mit den Gegnern. Damit sei er in den vergangenen Jahren stets gut gefahren.

    So hat er auch die Forster, gegen die er mindestens den ersten Ligapunkt holen möchte, schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Gehört hat er allerdings einiges mehr über den kommenden Gegner – und das aus erster Hand.

    Die Freundschaft ruht 90 Minuten

    Schließlich spielte Seufert früher mit Florian Hetzel beim FC Schweinfurt 05. „Wir sind sehr gut ausgekommen und haben noch öfter Kontakt, telefonieren oder schreiben ab und an“, berichtet der Steinbacher über ein „gutes Verhältnis“. „Ich habe ihm natürlich zur Meisterschaft gratuliert“, bestätigt Hetzel, der sich freut, sich mit seinem früheren Mitspieler zu messen und zu quatschen. Nur während der 90 Minuten ruht die Wiedersehensfreude. Schließlich wollen beide die ersten Punkte. Der eine, um aufzusteigen. Der andere, um die Liga zu halten.

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