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    FUßBALL: DAS BESONDERE SPIEL

    Das gute Näschen der Sportfreunde

    Noch mal richtig durchstarten wollen Alexander Barth (links) und der TSV Knetzgau im Topspiel in Steinbach. Foto: René Ruprecht

    Wenn am Samstagnachmittag das Topduell der Kreisliga zwischen dem ersten Verfolger und dem Tabellenführer angepfiffen wird, dürfte sich nicht nur der Steinbacher Platzkassier ob der zu erwartenden Zuschauer freuen. Martin Tully und seine Steinbacher haben schon länger geahnt, dass es in dem Kracher, drei Spieltage vor Saisonende, noch um Einiges gehen könnte: „Ja, da hatten wir wohl ein ganz gutes Näschen, als wir im Winter darum gebeten haben, das Heimspiel gegen den TSV Knetzgau auf den Samstag zu legen.“

    Allerdings hätte vor rund vier Wochen kaum Jemand gedacht, dass es noch ein Duell um die Meisterschaft geben könnte. Zu souverän präsentierten sich die Sportfreunde im Verlauf der Runde. Erst durch die Schwächephase der Seufert-Elf, mit drei Niederlagen aus den letzten vier Partien, konnte der TSV Knetzgau überhaupt wieder die Tabellenspitze erklimmen. „Natürlich haben wir uns das ein bisschen anders vorgestellt, die letzten Spiele sind nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen“, so Tully weiter, „aber wir fiebern seit der Winterpause auf dieses Spiel hin, und sind froh, dass es jetzt endlich soweit ist.“

    „Bis zum Ende kann noch alles passieren“
    Martin Tully, Sportleiter Spfr. Steinbach

    Vor allem die zuletzt schmerzlich vermissten Stefan Seufert und Chris Büttner sollen am Samstag wieder dafür sorgen, dass Steinbach rechtzeitig die Kurve bekommt. „Wir gehen davon aus, dass beide einsatzfähig sind, aber durch die Strapazen der letzten Wochen haben wir mehrere angeschlagene Spieler.“

    An eine Vorentscheidung in Sachen Titel glaubt Tully indes nicht: „Egal, wie das Spiel ausgeht, danach müssen Beide noch zwei Mal ran, da kann bis zum Ende noch alles passieren.“

    Selbst der Gast von der anderen Mainseite konnte seinen Augen und Ohren kaum trauen, als vergangene Woche die neuerliche Steinbacher Niederlage bekannt wurde. „Ja, das war schon etwas überraschend“, so TSV-Kapitän und Urgestein Sebastian Warmuth. „Ich glaube, alle sind davon ausgegangen, dass es Steinbach jetzt auch zu Ende bringt.“ Dementsprechend ist die Mannschaft um Spielertrainer Matthias Strätz gewillt, das Tief des Gegners auszunutzen. „Die Stimmung ist top, vor allem, wenn man oben steht und nicht mehr damit gerechnet hat. Wir haben extra am 1. Mai noch eine Trainingseinheit eingeschoben, um optimal auf Samstag vorbereitet zu sein“, so Warmuth, der auch in dieser Saison beim TSV Knetzgau wieder Leader und Torjäger (bislang neun Treffer) in Personalunion ist.

    Wie die Gastgeber auch, will sich Knetzgau auf die eigenen Stärken konzentrieren. „Wir wissen natürlich, was auf uns zukommt. Steinbach hat mit Lars Tully, Stefan Seufert und Christopher Imhof, um nur einige Namen zu nennen, sehr gute Spieler in seinen Reihen. Aber wir haben in der gesamten Saison schon versucht, unser Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Das wollen wir auch am Wochenende tun“, gibt sich Warmuth optimistisch.

    Tore satt sind garantiert

    Dabei müssen die Gäste wie schon in der gesamten Rückrunde erneut auf einige Stützpfeiler der Mannschaft verzichten. Raphael Schenk und German Frison fallen definitiv bis Saisonende aus. Martin Schwemler saß zuletzt auf der Bank, kann vermutlich wieder mitwirken, während hinter dem Einsatz von Sven Tropper ein dickes Fragezeichen steht.

    Auf Tore satt können sich die Besucher am Samstag dennoch einstellen, wenn die beiden torhungrigsten Teams der Kreisliga aufeinandertreffen. Während die Sportfreunde bislang 61 Treffer (Imhof 18 Tore, Isufi 10) erzielen konnten, traf Knetzgau sogar 74 Mal (unter anderem Jakob Dumrauf und Martin Schwemler je 12) und netzt damit pro Spiel etwa drei Mal ein.

    Von Alexander Glos

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