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    FUßBALL, BEZIRKSLIGA OST

    Harte Landung auf dem Boden

    Das 0:8 in Forst (rechts TSV-Spielertrainer Florian Hetzel) möglichst schnell abhaken, will Steinbachs Spielertrainer Stefan Seufert. Foto: Steffen Krapf

    Eitel Sonnenschein war noch alles bei den Sportfreunden Steinbach Ende Mai. Mit 62 Zählern hatte die Mannschaft um Trainer Stefan Seufert gerade die Meisterschaft in der Kreisliga 2 gefeiert und freute sich riesig auf das Abenteuer Bezirksliga. Nach einer anstrengenden aber nicht optimalen Vorbereitung und den ersten zwei Partien ist mittlerweile allerdings Ernüchterung eingekehrt. Zwei Niederlagen setzte es, zuletzt gar ein 0:8 gegen den TSV Forst – zugegeben ein Meisterschaftsfavorit – dennoch stehen die Sportfreunde aktuell ohne Punkt und mit einem zu elf Toren auf dem letzten Tabellenplatz.

    Großer Qualitätsunterschied

    „Wir sind mit einer bestimmten Erwartungshaltung in die Saison gegangen, obwohl wir ehrlich gesagt nicht so recht gewusst haben, was auf uns zukommt“, meint Steinbachs Abteilungsleiter Martin Tully über das erste Jahr seiner Sportfreunde in der Bezirksliga überhaupt. Schnell war allen Beteiligten der große Niveauunterschied zur Kreisliga ersichtlich. „Wir haben mittlerweile ein wenig Erfahrungen geschöpft und sind hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet“, so Tully.

    Schon die Vorbereitung auf die Bezirksligasaison stand unter keinem wirklich guten Stern. Einige Spieler fehlten wegen Verletzungen oder Urlaub. So bezeichnet der Sportleiter die Vorbereitung als eher durchwachsen: „Auch von den Ergebnissen her hat es nicht wirklich gepasst und wir konnten auch schon in dieser Phase nicht aus dem Vollen schöpfen.“ Einspielen war der Mannschaft also auch vor der Saison nicht wirklich möglich.

    Positiv fielen allerdings die Neuzugänge auf, die bisher in allen Spielen zum Einsatz kamen. Dennoch brauchen auch sie laut Tully noch ein wenig Zeit: „Klar, Sebastian Bujtor ist ein erfahrener Spieler. Allerdings müssen sich Lukas Hetterich (vom FC Haßfurt) und Simon Holch (vom RSV Unterschleichach) trotz guter Ansätze noch an die Liga gewöhnen.“

    Schweres Programm

    Die Moral lassen sich die Sportfreunde in jedem Fall nicht kaputt machen. Spielertrainer Stefan Seufert sei zwar natürlich nicht zufrieden aktuell, doch arbeite er laut Tully ganz ruhig weite. „Ebenso wird es wichtig sein, dass wir uns auch im Umfeld nicht verrückt machen lassen“, fügt der Sportleiter noch an.

    Einfacher wird die Punktejagd allerdings auch in den nächsten Wochen nicht, denn der Aufsteiger hat ein knüppelhartes Auftaktprogramm. Nach der letzten Partie gegen den TSV Forst kommt nun der aktuelle Tabellenführer SV-DJK Oberschwarzach. Hernach ist mit der DJK Dampfach ebenfalls keine Laufkundschaft an der Reihe, und auf das Aufsteigerduell mit dem FC Westheim folgt der Vergleich mit dem amtierenden Vize-Meister TSV Gochsheim.

    Hinzu kommen laut Tully auch weiterhin Personalprobleme: „Am kommenden Wochenende werden wieder fünf oder sechs Spieler nicht zur Verfügung stehen. So breit sind wir eigentlich nicht aufgestellt und das können wir auch nicht einfach so ersetzen.“ Dennoch müsse man das auch einsehen meint der Sportleiter, da einige Akteure aus familiären Gründen lediglich in der Ferienzeit in Urlaub gehen können: „Da müssen wir jetzt die nächsten paar Wochen noch durch und dann schauen wir mal weiter. Der übrige Kader stellt sich ja relativ von allein auf.“

    Man will in Steinbach auf jeden Fall vermeiden, noch einmal so überrannt zu werden wie von Forst. Das soll nach Möglichkeit gleich in der nächsten Partie gegen Oberschwarzach gelingen: „Das ist eine ausgebuffte, erfahrene Mannschaft, die viel über ihre beiden Spielertrainer arbeitet. Da gilt es die Mitte dicht zu machen. Aber es geht schließlich immer bei 0:0 los und es muss erst einmal ausgespielt werden.“

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