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    Volleyball: 1. Bundesliga

    Eltmann bleibt in der ersten Liga

    Der Vorstand der Deutschen Volleyball-Liga hat zugunsten der Heitec Volleys entschieden: Die Eltmanner werden bestraft, dürfen die Saison aber zu Ende spielen.
    Eltmanns Geschäftsführer Manohar Faupel (links) und Peter Knieling, Vorsitzender des VC Eltmann, nahmen die Nachricht aus Berlin erfreut zur Kenntnis Foto: Daniel Löb

    Die Heitec Volleys Eltmann nehmen weiter am Spielbetrieb der 1. Volleyball-Bundesliga (VBL) teil. Der VBL-Vorstand entschied in seiner Sitzung am Freitag, dem insolventen Erstligisten die Lizenz nicht zu entziehen. Jedoch wird der Verein von der Teilnahme an den Playoffs ausgeschlossen. Das weitere Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

    Nach Einschätzung des VBL-Vorstands haben die Eltmanner die notwendigen organisatorischen, sportlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, um die Saison 2019/20 zu beenden. Am Donnerstag hatte der VBL-Lizenzierungsausschuss zusammen mit dem Insolvenzverwalter, dem Management und Vertretern aus dem Gesellschafterkreis in einem ganztägigen Erörterungstermin in der Berliner VBL-Geschäftsstelle nochmals die aktuelle Lage bewertet und Unterlagen geprüft. „Unser Fokus lag dabei auf dem Blick in die Zukunft und dem gemeinsamen Bestreben, den Standort Eltmann zu erhalten“, erläuterte VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.

    Solide Planung vorgelegt

    Der Verein habe die ihm in den vergangenen Wochen auferlegten Hausaufgaben erfüllt. Der Insolvenzverwalter habe eine solide Planung für die kommenden Monate vorgelegt und die wirtschaftliche Grundlage für die Fortführung des Spielbetriebs erarbeitet.

    Auch den Spielern, die mit Ausnahme des bereits abgewickelten Transfers von Mircea Peta alle weiter für den Verein spielen wollen, sichert die Entscheidung des VBL-Vorstands damit eine verlässliche berufliche und finanzielle Absicherung. „Mit unserer Entscheidung tragen wir außerdem den Interessen der übrigen Bundesligisten Rechnung“, so Jung. „Die Klubs haben die Erlöse aus Ticketing und Sponsoring für die ausstehenden Spieltage fest in ihrer Planung kalkuliert und wären schlimmstenfalls auf Kosten für Hallenmieten und Dienstleistern sitzengeblieben.“

    "Wir haben die Hosen runter gelassen."
    Peter Knieling, Vorsitzender VC Eltmann

    Der VBL-Vorstand sprach sich in seiner Sitzung ebenfalls dafür aus, die Heitec Volleys von den Playoffs auszuschließen sowie mit einer Geldstrafe und/oder einem Punktabzug  zu belegen. Da die Höhe des Strafmaßes maßgeblich davon abhängt, welches Verschulden die Eltmanner für die Anmeldung der Insolvenz trifft, hat der VBL-Vorstand die Entscheidung über die Höhe der Strafe aufgrund noch laufender insolvenzrechtlicher Prüfungen zunächst zurückgestellt. „Sobald uns hierzu alle Unterlagen und Gutachten vorliegen, werden wir die Höhe der Strafe festlegen“, so Klaus-Peter Jung.

    Hauptsponsor bleibt an Bord

    Peter Knieling, Vorsitzender des Stammvereins VC Eltmann, der am Donnerstag als einer von fünf Vertretern des Aufsteigers in Berlin vor Ort war, zeigte sich erleichtert über die Entscheidung des Liga-Vorstandes. "Dass wir nicht in die Playoffs dürfen, juckt mich im Moment gar nicht", so Knieling. "Entscheidend ist nur, dass wir in der Liga bleiben."

    Knieling und Co. hätten am Donnerstag in Berlin "die Hosen runtergelassen und klar dargelegt, worin die Gründe für die Insolvenz lagen". Auch konnte man ein griffiges Konzept für die Zukunft vorlegen, "was die Liga unbedingt wollte". Demnach sei auch Hauptsponsor Heitec weiterhin an Bord, "hoffentlich auch für die nächste Saison", so Knieling.

    Sportlich sieht es bei den Eltmannern nach dem fulminanten Heimsieg über Friedrichshafen wieder besser aus, auch wenn ein Punktabzug wohl den letzten Tabellenplatz zementieren würde. Da aber aus den zweiten Ligen kein Verein den Schritt ins Oberhaus wagen will, dürfte einem weiteren Jahr in Liga eins nichts im Weg stehen. 

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