• aktualisiert:

    EISHOCKEY VERZAHNUNGSRUNDE

    Mit einem Auswärtssieg in die Frühjahrspause

    Jan Trübenekr erzielte beim 9:6-Auswärtserfolg den letzten Treffer der Haßfurter „Hawks“ in der Saison 2017/2018. Es war... Foto: Ralf Naumann

    Eishockey

    Bayernliga Zwischenrunde Gruppe C

     

    EC Pfaffenhofen – ERV Schweinfurt 2:3  
    EC Bad Kissingen – EV Moosburg 8:3  
    EHC Königsbrunn – ESV Buchloe 5:3  
    ERSC Amberg – ESC Haßfurt 6:9  

     

     

    1. (2.) EC Bad Kissingen 14 81 : 51 29  
    2. (3.) ERV Schweinfurt 14 59 : 40 29  
    3. (4.) EHC Königsbrunn 14 73 : 59 29  
    4. (1.) EC Pfaffenhofen 14 58 : 47 27  
    5. (5.) ERSC Amberg 14 53 : 71 17  
    6. (6.) ESV Buchloe 14 50 : 66 15  
    7. (7.) ESC Haßfurt 14 80 : 93 13  
    8. (8.) EV Moosburg 14 49 : 76 9  

     

    ERSC Amberg – ESC Haßfurt 6:9 (0:3, 3:4, 3:2)

    Sie haben die letzte Möglichkeit genutzt: Nachdem die Haßfurter „Hawks“ in den sechs vorangegangenen Auswärtspartien der Verzahnungsrunde stets den Kürzen zogen, gelang ihnen in der letzten Partie dieser Saison doch noch ein „Dreier“. Dabei verlief der 9:6-Erfolg beim ERSC Amberg nicht nur torreich, er war vor allem hochverdient.

    Und hätte eigentlich noch höher ausfallen können, doch Martin Reichert verzichtete aufgrund der überzogenen Härte mancher Hausherren auf noch mehr Gegenwehr. „Die Gesundheit meiner Spieler war mir letztlich wichtiger“, sprach er von einem „superharten Spiel von Amberg.“ Vor allem Christoph Schönberger schien von übertriebenem Ehrgeiz angetrieben. 32 Strafminuten kassierten die „Wild Lions“ insgesamt, davon gab es alleine sechs zweiminütige Hinausstellungen sowie eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen den ERSC-Verteidiger.

    „Gott sei dank hat der Schiedsrichter gepfiffen. Zwar nur die Hälfte, aber immerhin“, konnte Reichert nur den Kopf schütteln. Vielleicht war Schönberger aber auch nur frustriert, denn zum Zeitpunkt seiner ersten Hinausstellung lagen er und seine Teamkollegen bereits mit 0:4 im Hintertreffen, weil Jakub Sramek (2.), Georg Lang (5.), Daniel Hora (16.) und Michal Babkovic (26.) erfolgreich waren. Christian Dietrich (27.), erneut Michal Babkovic (38.), und Manuel Kurz (31.) schraubten das Ergebnis bis zur Hälfte der Partie sogar bis auf 0:7 in die Höhe.

    „Jungs, ganz ehrlich: Wir brauchen keine Verletzten mehr“, empfahl Reichert der Mannschaft, die unter anderem auf David Franek, Ilja Kinereisch, Luca-Andreas Thebus und Alexander Stahl verzichten musste, nun einen Gang zurückzuschalten. So war es auch kein Wunder, dass die Oberpfälzer bei einem Gegentreffer von Jan Trübenekr (43.) wieder bis auf 6:8 herankamen. Jens Dietz, der von Beginn an das ESC-Tor hütete, traf derweil keine Schuld: „Er hat ein gutes Spiel gemacht“, freute sich Reichert, der trotz einer Aufholjagd der Gastgeber weiter an den Sieg glaubte und nicht enttäuscht wurde: Trübenekr sorgte in der 48. Minute für das letzte ESC-Tor dieser Saison sowie den 6:9-Endstand, der am Ende mit 13 Punkten den 7. Tabellenplatz einbrachte.

    „Letztlich war es doch egal, ob wir 7:3 oder 9:6 gewinnen. Wir schaukeln das Ding noch runter, dann ist es gut“, gab Reichert den „Hawks“ auf den Weg. Mit dem „Dreier“ im Gepäck war er zum Abschluss natürlich „sehr zufrieden. Und es hat sich keiner mehr verletzt. Einwandfrei. Passt.“

    Derweil gab es noch eine dicke Gratulation Richtung Schweinfurt, nachdem die „Mighty Dogs“ kurz zuvor den Bayernligaaufstieg mit einem 3:2-Erfolg bei Tabellenführer Pfaffenhofen perfekt gemacht hatten. „Wenn man das letzte entscheidende Spiel gewinnt, dann steigt man auch verdient auf.“

    Neue Bayernligisten sind neben Schweinfurt als Tabellenzweiter zudem die punktgleichen Kissinger „Wölfe“ sowie der Königsbrunn. Dagegen müssen neben dem bereits feststehenden EV Moosburg auch der ESV Buchloe sowie der EC Pfaffenhofen, vor der Partie noch Tabellenführer, und somit alle drei Bayernligisten in der kommenden Saison in der Landesliga antreten.

    ESC Haßfurt: Tscherepanow, Dietz – Hora, Marco Hildenbrand, Marx – Kurz, Trübenekr, Lang, Babkovic, Sramek, Dietrich, Stach, Breyer, Vollert Schiedsrichter: Mackert/Graf, Voigt. Zuschauer: 425 (45 aus Haßfurt). Tore für Haßfurt: Babkovic (2), Trübenekr (2), Sramek, Hora, Dietrich, Lang, Kurz. Strafzeiten: Amberg 22 plus Disziplinarstrafe gegen Schönberger/Haßfurt 16.

    Die Saison in Zahlen

    36 Pflichtspiele, 21 Siege (1 nach Verlängerung), 15 Niederlagen (3 nach Verlängerung und Penaltyschießen), 226:175 Tore, 563 Strafminuten (durchschnittlich 15,63). Höchster Sieg: 13:2 gegen Ulm/Neu-Ulm und 11:0 gegen Vilshofen. Höchste Niederlagen: 1:8 in Königsbrunn und 3:9 gegen Bad Kissingen. Meiste Spiele: Michael Breyer, Marco Hildenbrand (je 36), Christian Dietrich (34). Topscorer: Jakub Sramek: 101 Punkte (55 Tore, 46 Assists), Michal Babkovic: 98 (52/46), David Franek: 56 (20/36). Topverteidiger: Daniel Hora: 56 (12/44), Max Hildenbrand: 18 (4/14), Marco Hildenbrand: 16 (3/13). Meiste Strafzeiten: Max Hildenbrand (124), Michal Babkovic (55), Christian Dietrich (50). Effektivster Spieler: Jakub Sramek: 32 Spiele, durchschnittlich 3,16 Punkte.
    Von unserem Mitarbeiter Ralf Naumann

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!