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    FUßBALL, BEZIRKSLIGA OST

    Aus den Niederlagen gelernt

    Sands Trainer Christian Michl (ganz rechts) bleibt Optimist. Mit einem Derbysieg in Steinbach soll die Wende eingeleitet werden. Foto: David Englert

    Derbyzeit, Aufsteigerduell und Kellerkracher, das sind die Schlagworte unter denen die Partie der Sportfreunde Steinbach (16./3) gegen den FC Sand II (15./4) zusammengefasst werden kann. Beide Teams hatten sich vom Saisonstart sicherlich mehr versprochen, sehen aber im direkten Aufeinandertreffen am Samstag auch die große Chance, endlich den viel zitierten Hebel umzulegen.

    Vor allem das jugendliche Alter der Sander Reserve macht dem Team aktuell zu schaffen. Oftmals agieren die Mannen von Coach Christian Michl gar nicht so schlecht, haben aber gegen ausgebuffte Mannschaften wie zuletzt dem TSV Gochsheim (0:6) oder dem FC Thulba (1:5) das Nachsehen. „Wir haben jetzt mit Thulba und Gochsheim auch wirklich keine schlechten Gegner gehabt. Da gibt es einen Unterschied, an den wir noch nicht rankommen, weil wir es einfach noch nicht gewohnt sind“, bilanziert der Sander Trainer.

    Allgemein sei das Niveau der Bezirksliga ein völlig anderes als im letzten Jahr eine Klasse tiefer. „Wir waren in den beiden Spielen einfach auch nicht ballsicher und aggressiv genug, kassierten aber sowohl gegen Gochsheim direkt nach der Pause als auch gegen Thulba durch das 1:3 den Nackenschlag“, so Michl weiter.

    Man merke der Mannschaft allerdings auch die lange Relegation mit fünf Spielen in knapp drei Wochen an: „Wir haben noch ein Fitnessdefizit durch die verkürzte Vorbereitung. Wir hatten ja erst ab Anfang Juni Sommerpause, und einige meiner Jungs, die die Vorbereitung bei der ersten Mannschaft schon wieder mitgemacht haben, kamen gar nicht zur Ruhe.“

    Drahtseilakt

    Es sei laut Michl momentan ein Drahtseilakt, auf der einen Seite intensiv zu trainieren, die Spieler auf der anderen Seite aber auch nicht erneut zu überfordern.

    Positiv stimmt ihn allerdings das Auftreten gegen Mannschaften, mit denen man sich in Sand durchaus auf Augenhöhe fühlt. Beispielsweise in der vergangenen Woche gegen den TSV Bergrheinfeld (1:1) reichte es dann doch wieder einmal für einen Punkt. „Das sind Gegner, mit denen wir uns vergleichen und gegen die wir mit wachsender Erfahrung zukünftig auch punkten müssen“, gibt Sands Trainer eine klare Marschrichtung vor.

    Positive Entwicklung

    Eine Entwicklung im Team kann er durchaus feststellen, insbesondere nach Niederlagen sei die Mannschaft gewillt, es besser zu machen: „Ich sehe die Jungs ja auch im Training, da will jeder, es sind lauter lernbegierige Leute. Von daher bin ich positiv gestimmt, dass wir auch gut genug sind, die Klasse zu halten und uns von der aktuellen Negativserie erholen werden.“ Verloren ist für den FC noch lange nichts, denn bei sechs absolvierten Spieltagen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer gerade einmal drei Zähler.

    Natürlich zählt Michl zu den schlagbaren Gegnern mit Steinbach auch den nächsten dazu. Doch auch dieser will das Derby nicht kampflos herschenken. In der vergangenen Saison holten die Sportfreunde im direkten Vergleich noch vier Zähler (1:1; 1:0) und so soll es, geht es nach Sportvorstand Martin Tully, auch diese Runde sein: „Es ist nicht nur ein Tabellennachbar, sondern auch ein Lokalderby und wir freuen uns darauf. Es ist für beide dieselbe Ausgangsposition, in der jeder Druck hat, aber wir wollen gewinnen.“ Die Stimmung im Team sei immer noch gut und es würde laut Tully auch nach wie vor konzentriert trainiert bei den Sportfreunden. Die rote Laterne wollen die Steinbacher aber auf jeden Fall den Gästen mit auf die Heimfahrt geben.

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