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    EISHOCKEY, LANDESLIGA

    Warum die „Hawks“ noch zwei Spieler holen

    Er freute sich einfach sehr, wieder einmal bei seinen ehemaligen Teamkollegen zu sein: Petr Krepelka verfolgte die Partie im „Hawks Inn“.
    Er freute sich einfach sehr, wieder einmal bei seinen ehemaligen Teamkollegen zu sein: Petr Krepelka verfolgte die Partie im „Hawks Inn“. Foto: Ralf Naumann

    Eishockey

    Landesliga Gruppe 1 ESC Haßfurt – SE Freising 6:4 (4:1, 1:1, 1:2)

    „It was a little boring“. Zwar grinste Petr Krepelka bei seiner kurzen „Spielanalyse“ etwas. Doch der ehemalige Topstürmer der Haßfurter „Hawks“, der seit seinem Wirbelbruch vor knapp zwei Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, hatte mit seiner „Langweilig“-Einschätzung bei seinem zweiten Besuch Recht. Zwar gewannen seine einstigen Teamkollegen die Partie gegen Außenseiter Freising am Sonntagabend mit 6:4. Doch Krepelka sowie 602 weitere Zuschauer im gut gefüllten Stadion Am Großen Anger sahen einen glanzlosen Pflichtsieg.

    Und somit war der tolle Empfang für Petr Krepelka, der bei der Mannschaftsvorstellung von David Franek aufs Eis begleitet und lautstark begrüßt wurde, schon vor dem Anpfiff der Höhepunkt. Und der 24-jährige Tscheche, der zusammen mit seinem Vater aus seiner Heimatstadt Kladno in die Kreisstadt gekommen war, zeigte sich sichtlich gerührt: „Unglaublich. Ich kann den Fans einfach nur danken“, strahlte die ehemalige Nummer 28. Dass sein Tipp, „Haßfurt gewinnt 12:2“, letztlich nicht stimmte, spielte angesichts der Ehrenrunde im Nachhinein keine Rolle.

    Heimweste bleibt blütenweiß

    Eigengewächs Michael Stach, zum „Spieler des Abends“ gewählt, und seine Teamkollegen sorgten zumindest dafür, dass am 15. Geburtstag des ESC Haßfurt, die blütenweise Heimweste mit ins neue Jahr genommen werden kann. „Mir war es fast klar“, rechnete Falken-Dompteur Volker Hartmann schon vor Anpfiff mit einer zähen Angelegenheit gegen die kleine Freisinger Delegation, die gerade einmal 13 Spieler mit zum Spitzenreiter gebracht hatte.

    Dabei sah es nach dem ersten Abschnitt noch recht gut aus, denn nach dem schnellen 0:1 (5.) erholten sich die „Hawks“, die auf den bereits zum kurzen Weihnachtsurlaub in seine slowakische Heimat abgereisten leicht angeschlagenen Michal Babkovic verzichten mussten, schnell. Timo Zürcher (8.) Christian Dietrich (10.), Lukas Kratschmer (13.) und David Hornak (15.) stellten die deutliche 4:1-Führung her.

    In den weiteren 40 Minuten plätscherte die Partie jedoch vor sich hin. Und während die Hausherren gerade noch zwei mal ins Schwarze trafen (Michael Breyer war zum 5:2 erfolgreich, 35., Michael Stach stellte den 6:4-Endstand her, 57.), machten die Freisinger zwischenzeitlich die Angelegenheit mit zwei weiteren Treffern sogar noch einmal richtig spannend.

    Hartmann warnt

    „Das Spiel in Amberg vor zwei Tagen hat sicher viel Kraft gekostet. Aber ich muss trotzdem die Einstellung mitbringen“, konnte Hartmann das mühsame Ringen um die Punkte „nicht ganz verstehen. Ja, die Jungs haben sich richtig schwer getan. Na ja: Wenigstens haben wir weiterhin keine Heimniederlage kassiert und unsere weise Weste behalten. Gegen andere Gegner in der nächsten Runde können wir uns das aber nicht erlauben“, beendete der Bayreuther schnell seine Kurzanalyse und wünschte nur noch „Schöne Weihnachten.“

    Verstärkungen

    Ach ja: Angesichts der zahlreichen Gegentreffer der oftmals sehr durchlässigen ESC-Hintermannschaft kündigte Hartmann bis zum letzten Heimspiel der „Hawks“ am 5. Januar gegen den EHC Bayreuth noch Verstärkungen an. „Da kommen noch Zwei für die Abwehr und dann sind wir eventuell noch ein bisschen sattelfester“, sagte er auf der Pressekonferenz nach der Partie. Namen wollte er noch nicht nennen. (rn)

    Haßfurt: Jung, Dietz – Hora, Stahl, Masel, Marx, Breyer – Hornak, Stach, Kohl, Trübenekr, Lang, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer. Schiedsrichter: Feist – Beigel/Graf. Zuschauer: 602. Tore für Haßfurt: 1:1 (8.) Zürcher (Hornak, Trübenekr) 5-4, 2:1 (10.) Dietrich (Hora, Trübenekr) 5-4, 3:1 (13.) Kratschmer (Stach, Hora), 4:1 (15.) Hornak (Breyer), 5:2 (35.) Breyer (Trübenekr, Hornak), 6:4 (57.) Stach (Kohl). Strafzeiten: Haßfurt 12 / Freising 10.

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