• aktualisiert:

    EISHOCKEY

    Der Akku der „Hawks“ war leer

    Bad Kissingens Semjon Bär (links) setzt zum Sprint an, der Haßfurter Michael Breyer macht sich auf die Verfolgung. Foto: Ralf Naumann

    Ein Rumpfkader mit nur 13 Feldspielern, fehlende Kraft sowie ein übermächtiger Gegner: Gegen die Kissinger „Wölfe“ hatten die „Hawks“ des ESC Haßfurt am Sonntagabend keine Chance und unterlagen klar mit 1:7. Trotz des aktuellen Hick-Hacks um die Eishalle in der Kurstadt zeigten die hochkarätig besetzten Gäste, dass mit ihnen in der Bayernligarunde stark zu rechnen sein wird.

    Haßfurts Trainer Volker Hartmann war zwei Tage nach dem Derbysieg in Schweinfurt deshalb „absolut nicht enttäuscht“ von seiner Mannschaft, die stark ersatzgeschwächt antreten musste. „Ich habe schon von Anfang an gewusst, dass es heute schwer wird. Und jeder im Stadion hat ja gesehen: bei den Kissingern kann einfach Jeder was. Das ist einfach eine gute Truppe“, gratulierte der Bayreuther seinem spielenden Kollegen Mikhail Nemirowsky.

    Nur Franek trifft

    Vom ersten Bully an nahmen die „Wölfe“ das Heft in ihre Hände und der schnelle Führungstreffer durch den Letten Kristaps Millers (4.) zeigte gleich, wohin die Reise geht. Auch „Rückkehrer“ Anton Seewald zeigte seine ganze Klasse. Mit drei Toren (7./37./41.) trug er sich in die interne Scorerliste ein. Spielertrainer Mikhail Nemirowsky (23.) sowie Lukas Lenk (38./52.) machten den nie gefährdeten Sieg perfekt.

    Die Fans der „Hawks“ hatten dagegen nur einmal Grund zum Jubel, als David Franek beim Stand von 0:3 Kissingens Schlussmann Benjamin Dirksen zum einzigen Male überwand (28.).

    „Das macht gar nichts“, wollte Hartmann den Ausgang der Partie nicht überbewerten. Aus seiner Sicht war es „trotzdem ein guter Test. Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben uns nicht hängen lassen und alles versucht, was heute möglich war.“

    Bleibt noch eine Frage: Wie geht es mit der Kissinger Eishalle nach dem eingeleiteten Insolvenzverfahren weiter? „Der Stand ist nach wie vor so, dass wir mit beiden Parteien verhandeln. Wir reden sowohl mit dem momentanen Besitzer der Eishalle, als auch mit einem möglichen neuen Besitzer und wir reden mit dem Insolvenzverwalter“, machte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin deutlich. Er persönlich hofft, „bis nächste Woche“ eine Lösung zu haben.

    Kissinger Probleme

    Selbst im Falle einer Einigung dürfte das erste geplante Pflichtheimspiel der „Wölfe“ am 6. Oktober gegen den EC Pfaffenhofen unterdessen platzen, da zum einen noch kein Eis aufbereitet wurde und auch sonst noch viele Arbeiten ausstehen. Gerüchte, dass die Kurstädter vorübergehend nach Lauterbach umziehen, wollte Rosin nicht bestätigen. Er persönlich wolle „die Spielstätte in Bad Kissingen unter allen Umständen halten“.

    Der Chef der Kissinger Wölfe würde gerne die ersten Partien verlegen und zuerst auswärts spielen. „Sobald dann Eis da ist, werden die Partien auch bei uns stattfinden.“

    Das Rückspiel zwischen „Wölfen“ und „Hawks“ findet jedenfalls nicht wie geplant in Bad Kissingen, sondern erneut in Haßfurt statt. Somit treffen beide Kontrahenten am Freitagabend um 20 Uhr erneut im „Stadion Am Großen Anger“ aufeinander. Zwei Tage später geben am Sonntag, 22. September, dann bereits um 17 Uhr die „Rockets“ der EG Diez/Limburg ihre Visitenkarte in Haßfurt ab.

    Die Statistik des Spiels

    Eishockey, Vorbereitungsspiel ESC Haßfurt – EC Bad Kissingen 1:7 (0:2, 1:3: 0:2) Haßfurt: Jung, Dietz – Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx – Krein, Trübenekr, Franek, Dietrich, Schubert, Zürcher, Kratschmer, Breyer. Bad Kissingen: Dirksen, Haack – Hemmerich, Schneider, Kröber, Pfister, Kohl, Millers – Nemirowsky, Revaj, Bär, Seewald, Marquardt, Lenk, Heps, Schuler, Akers. Schiedsrichter: Sintenis – Beigel/Bösl. Zuschauer: 482, Tore: 0:1 (4.) Millers; 0:2 (7.) Seewald (Hemmerich, Kohl), 0:3 (23.) Nemirowsky (Seewald, Kröber), 1:3 (28.) Franek (Kratschmer, Dietrich), 1:4 (37.) Seewald (Nemirowsky, Marquardt), 1:5 (38.) Lenk (Kohl, Millers), 1:6 (41.) Seewald (Millers, Nemirowsky), 1:7 (52.) Lenk (Kröber, Millers). Strafzeiten: Haßfurt 8 / Bad Kissingen 6.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!