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    FUSSBALL: KREISLIGA 1 WÜRZBURG

    Buchbrunn/Mainstockheim bleibt sich ein Rätsel

    Mitten in der Findungsphase stecken Torwart Christian Gedrat und die SG Buchbrunn/Mainstockheim. Foto: Hans Will

    Die Sache mit der Heimschwäche wäre ja nun erst mal erledigt. Nach einer Serie von vier Spielen ohne Sieg – nach einem 0:1 gegen den Tabellenführer SSV Kitzingen und einem 2:2 gegen den Letzten TSV Rottenbauer – hatte selbst mancher der Alteingesessenen auf den Gedanken kommen können, die Kicker der SG Buchbrunn/Mainstockheim seien von einer unsichtbaren Macht besessen, die aus der Tiefe des heimischen Sportplatzes Einfluss auf sie nimmt.

    Doch haben sie die am Mittwochabend tatsächlich bezwungen? Immerhin war dieses 2:1 gegen die SpVgg Giebelstadt nicht auf dem großen Hauptplatz zustande gekommen, sondern auf dem kleineren Ne-benplatz – und das auch noch unter Flutlicht.

    Im vorgezogenen Kreisligaspiel gewann eine Mannschaft, die sich und ihrem Trainer in diesen Wochen des Aufbruchs und Umbruchs bisweilen selbst ein Rätsel geblieben war. Wieso sie sich in dieser Saison zu Hause derart schwer tue, weshalb sie von acht Spielen erst zwei gewonnen habe, auf diese Fragen weiß auch Spielertrainer Marcin Markowski nicht auf Anhieb eine Antwort.

    Vor gut drei Monaten, nach dem Abstieg aus der Bezirksliga, hat der 30-Jährige den Posten bei der SG angetreten. Doch die Zeit hat bisher nicht gereicht, seine Mannschaft auf die Fährnisse der Kreisliga einzustellen. Sie ist jung, sie ist ungestüm, aber sie ist auch labil. Sie muss sich erst noch finden.

    Bisweilen gelingt ihr das ganz gut. Ihren Auftritt vor einer Woche gegen den SSV Kitzingen wertete der Coach als eine Art taktische Meisterleistung seiner unbeschwerten Gesellen – mit einem kleinen Schönheitsfehler: der Szene, die zum 0:1 und zur Niederlage führte. Aber es gibt auch Auftritte wie jenen gegen Rottenbauer, wo die SG zweimal in Führung liegt und in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert. „Vielleicht sind wir wegen der vielen Neuzugänge noch nicht eingespielt“, sagt Markowski.

    Neun Spieler hat er im Sommer bekommen, die zu integrieren nicht leicht ist. Noch nie seit seinem Einstieg habe er zweimal hintereinander mit der gleichen Formation beginnen können; kann sein, dass auch das ein Grund für die mangelnde Konstanz ist, für das Auf und Ab in der Leistung wie bei den Ergebnissen.

    „Es wäre einfach gewesen in dieser Saison, vorn mitzuspielen“, sagt Markowski. Aber das ist, wenn man dem Trainer folgt, gar nicht der Anspruch der SG. Wohin die Ausflüge in die Bezirksliga geführt haben, konnte man binnen sechs Jahren gleich zweimal beobachten: geradewegs wieder nach unten. Sowohl in der Saison 2011/12 als auch 2016/17 fehlte es den einst selbstständigen Fußball-Hochburgen Buchbrunn und Mainstockheim an Substanz und Potenzial, um sich zu behaupten.

    So sieht der Klub seinen Platz in der Kreisliga, wo die Fahrten so überschaubar sind wie die Konkurrenz. „Für ganz hinten“, sagt Marcin Markowski, „sind wir zu gut und für ganz vorne nicht konstant genug. Ich denke, wir spielen um Platz drei bis sechs.“

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