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    FAUSTBALL: 1. LIGA FRAUEN

    Segnitz verliert Duell der Weltmeisterinnen

    Die Neu-Segnitzerin und Weltmeisterin Svenja Schröder machte gleich zum Einstand eine gute Figur. Foto: Hartmut Hess

    Bei der morgendlichen Saisonpremiere in der 1. Bundesliga Süd hatten die Segnitzer Faustballerinnen den TV Obernhausen noch klar mit 3:0 bezwungen, zwei Stunden später sah es schon anders aus: Da verloren sie gegen den TSV Calw mit 0:3. Bei dieser zweiten Partie standen sich die amtierenden Weltmeisterinnen Stephanie Dannecker (Calw) und Svenja Schröder (Segnitz) gegenüber. Sie gaben Kostproben ihres Könnens – und die Gäste nahmen wie erwartet beide Punkte mit.

    Schröder und auch Antonia Fuchs waren von der aufgelösten Bundesliga-Mannschaft des TV Eibach in das Gärtner- und Faustball-Dorf gekommen und verstärken nun den Kader von Trainer Uli Lauck. Schröder präsentierte sich bei den Angaben sehr stark und errang viele direkte Punkte, aber ihr Einsatz birgt auch Nebenwirkungen. „Manche haben sich zu sehr auf Svenja alleine verlassen“, stellte Lauck nach der deutlichen Niederlage fest, bei der sich die Gastgeberinnen fühlen mussten wie den Löwinnen zum Fraß vorgeworfen. Des Trainers ernüchterndes Fazit: „Diese Niederlage war vorherzusehen, aber das 0:3 ist dann ein bisschen zu krass ausgefallen.“

    „Ihr müsst den Satz abhaken und aggressiver werden“, hatte Lauck seine Damen zur Ordnung gerufen, nachdem der erste Satz mit 8:11 und der zweite Satz 7:11 verloren war. Die Gäste aus dem Stuttgarter Umland, die sich als Löwinnen-Rudel deklarieren, hatten meist die bessere Antwort parat. Dabei beeindruckte Angabenspielerin Henriette Schell mit einer offensiv fehlerfreien Vorstellung. Uli Lauck hatte für die Partie Helen Gernet auf die Zweitschlag-Position beordert, aber die Calwerinnen fanden immer wieder Lücken, um ihre Gegnerinnen mit ihren Angriffsbällen zu hintergehen.

    „Das Zusammenspiel können wir noch verbessern“, sagte Neuzugang Schröder, die kaum Schwachstellen beim Gegner identifizierte. Dennoch gab sie sich optimistisch, in der Feldrunde den dritten Rang ergattern zu können: Dieser Platz bringt die Fahrkarte zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Dafür sieht Lauck den TSV Calw als amtierenden deutschen Hallenmeister gesetzt.

    Morgens hatte der TV Segnitz wie erhofft den TV Obernhausen ins Leere laufen lassen. Der erste Satz ging mit 11:4 locker an die Segnitzerinnen und Mitte des zweiten Satzes gab die Jugendliche Lena Mark ihr Bundesliga-Debüt. „Lena hat fast keine Fehler gemacht, sie bringt auch den nötigen Ehrgeiz mit und drängt sich als Alternative auf“, konstatierte der Trainer, der seiner jüngsten Spielerin auf dem Feld ein gutes Zeugnis ausstellte. Uli Lauck schonte derweil Helen Gernet und gab Neuzugang Antonia Fuchs Spielpraxis. „Wir sind auf der Zweitschlag-Position noch nicht optimal besetzt“, gab Lauck zu, fügte jedoch hinzu: „Ich habe immer einen Plan B in der Tasche.“

    Während das Ergebnis des zweiten Durchgangs mit 11:9 etwas magerer ausfiel, sah es beim 11:7 im dritten Satz wieder deutlicher aus. Letztlich war das 3:0 gegen Obernhausen kein Kraftakt, sondern ein Pflichtsieg für Segnitz.

    Die Tabelle ist nach diesem ersten Spieltag noch verzerrt – einige haben noch nicht gespielt. Aber womöglich gilt es als gutes Omen für die Saison, dass die Segnitzerinnen derzeit Rang drei belegen. Sie müssen noch einiges dafür tun, um diese Position bis zum Saisonfinale am 30. Juni zu verteidigen. Jedenfalls gibt sich Svenja Schröder optimistisch, das Ziel erreichen zu können. Sie wird ihr Möglichstes dafür tun, den TV Segnitz dorthin zu bringen und zum Erfolg dieser Saison beizutragen.

    1. Bundesliga Süd Frauen Feld

     

    TV Segnitz – TV Obernhausen 3:0  
    TV Obernhausen – TSV Calw 0:3  
    TV Segnitz – TSV Calw 0:3  
    TSV Dennach – TSV Pfungstadt 3:1  
    TV Unterhaugstett – TSV Dennach 0:3  
    TV Unterhaugstett – TSV Pfungstadt 3:0  

     

     

    1. (1.) TSV Calw 2 2 0 0 6 : 0 4 : 0  
    2. (1.) TSV Dennach 2 2 0 0 6 : 1 4 : 0  
    3. (1.) TV Segnitz 2 1 0 1 3 : 3 2 : 2  
    3. (1.) TV Unterhaugstett 2 1 0 1 3 : 3 2 : 2  
    5. (1.) FSV Hirschfelde 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
    5. (1.) SV Tannheim 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
    5. (1.) TV Käfertal 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
    8. (1.) TSV Pfungstadt 2 0 0 2 1 : 6 0 : 4  
    9. (1.) TV Obernhausen 2 0 0 2 0 : 6 0 : 4  

     

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