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    MOTORSPORT

    Klaus Hoffmann zwischen Astra und Corvette

    Mit neuem Motor im VW Golf will Christian Dümler in neue Bereiche vorstoßen (im Hintergrund sein Vater Thomas Dümler). Foto: Hartmut Hess

    Der Motorsportler Klaus Hoffmann plant in diesem Jahr erneut zweigleisig: einerseits mit Berg-Einsätzen in seinem Opel Astra, andererseits mit seinem neuesten Renner, einer amerikanischen Corvette, auf der Rundstrecke. Im Bergrennsport soll im nächsten Jahr die Performance-Klassifizierung eingeführt werden, und darauf will der Kitzinger Lackspezialist seinen ehemaligen Tourenwagen-Boliden mit Unterstützung des Eichenbühler Tourenwagen-Rekordmeisters Norbert Brenner trimmen.

    „Wir wollen den Astra auf das Niveau heben, das Brenners neuerer Opel Vectra hatte“, sagt Klaus Hoffmann. Hoffmann rechnet frühestens im Juni mit dem einsatzbereiten V8-Renner und spielt mit dem Gedanken, dann die Bergrennen zur deutschen Meisterschaft in Homburg, am Iberg und in Eichenbühl zu bestreiten, um in der Tagesgesamtwertung ein Wort mitzureden.

    Zuvor bieten sich für den deutschen Tourenwagen-Bergmeister des Jahres 2012 Rundstreckeneinsätze mit seiner Corvette in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) an, wo er in der Vergangenheit mit einem GT2-Porsche hineingeschnuppert hatte. „Ich habe die Zusage des STT-Rennleiters Rolf Krepschik, dass ich jederzeit als Gastfahrer STT-Rennen bestreiten kann“, berichtet der 55-Jährige. Die Corvette hat er vom Allgäuer Werner Jetzt zur Verfügung gestellt bekommen, der GT3-Renner schöpft 600 PS aus einem 7,2-Kubikmeter-Motor und hat ein Kampfgewicht von 1180 Kilogramm.

    Die Kombination des Namens Handa mit einem Lancia Delta Integrale HF gehörte über Jahrzehnte zum Besten, was es in der deutschen Bergrennmeisterschaft für Tourenwagen gab. Handas Name mit einem Lancia Delta wird auch dieses Jahr in Starterlisten auftauchen, doch in anderer Konstellation. Denn Handa senior hat im vergangenen Jahr als 68-Jähriger seine große Laufbahn beendet und seinen 650 PS-Boliden verkauft.

    Jetzt fährt sein Sohn Christian in einem Integrale EVO III, den ein Zwei-Liter-Turbomotor mit 200 PS Leistung antreibt. Der 23-jährige Industriekaufmann, der gerade seinen Fachwirt macht, will als Motorsport-Novize in der Sparte Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) erste Rennerfahrung sammeln. „Ach, ist das geil“, war sein Kommentar nach seinem ersten Trainingslauf beim Schotten-Bergpreis.

    Nachdem am Samstag ein kaputt gegangener Flachriemen dazwischen gefunkt hatte, kam sein Vater dem Übel in Form einer gelockerten Schraube auf die Spur. Christian Handa steigerte sich in den Rennläufen auf eine Zeit von 1:38 Minuten und war damit rund zwei Sekunden schneller als alle anderen GLP-Fahrer. Er erlebte nur eine Schrecksekunde, als ihm einmal das Heck des Lancia ausbrach.

    Aber auch die Ursache dafür war bald gefunden, hatte doch ein anderer Fahrer an der Stelle Getriebeöl verloren. „Der Christian ist sauber gefahren, mal schauen ob er noch diese Saison in die historische Klasse wechselt und dort um Klassensiege mitfahren kann“, sagt Norbert Handa.

    Mit einem neuen Motor möchte Christian Dümler in vordere Bereiche der Zwei-Liter-Klasse in der Gruppe H vorstoßen. Der Mann aus dem Rauhenebracher Ortsteil Prölsdorf hat jetzt ein Lehmann-Aggregat mit geschätzten 275 PS unter der Haube seines VW Golf II. Der 36-jährige Kfz-Mechaniker für Wohnmobile stieg im luxemburgischen Eschdorf in die Saison ein. Dort lief für ihn bei Schnee und Frost manches schief: Nach verkorksten Trainingsläufen und einem Wertungslauf musste er in Eschdorf wegen Getriebeproblemen vorzeitig aufgeben.

    Martin Schug wird in seinem 220-PS-Golf vermutlich in Wolsfeld in die Saison einsteigen und bis zu sechs Rennen absolvieren. Der 29-jährige Kfz-Meister aus dem Rauhenebracher Ortsteil Fürnbach fährt in der Zwei-Liter-Klasse, der zahlenmäßig stärksten Klasse am Berg.

    Die Reihe der Fahrer des AMC Kitzingen ist dieses Jahr nicht komplett aktiv. Denn Sportleiter Norman Struckmann ist beruflich derart eingespannt, dass er keine Zeit für Rennen hat. Der einsatzbereite Mazda RX7 von Jürgen Schuster wird diese Saison aller Voraussicht nach in der Garage bleiben. Er hatte mit dem zweiten Platz in der nationalen Wertung des KW-Berg-Cups im vergangenen Jahr seinen größten Erfolg gefeiert, doch momentan lässt ihm der Hausbau keine Zeit für sein rasantes Hobby.

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