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    KORBBALL

    Kleinlangheim verspielt Führung

    Elena Kegel (Bergrheinfeld, links) verfolgt Kleinlangheims neue Korbhüterin Mercedes Hoffmann, die sich hier ins Angriffsspiel eingeschaltet hat. Sie kam vor dieser Saison vom ehemaligen Ligarivalen TV Feldkirchen (bei Koblenz) nach Kleinlangheim. Foto: Wolfgang Müller

    Bundesliga Süd Halle

     

    SV Schraudenbach – SpVgg Hambach 13:5  
    VfL Kleinlangheim – TSV Bergrheinfeld 3:10  
    TSV Ettleben – SpVgg Hambach 14:3  
    TSV Bergrheinfeld – SV Schraudenbach 5:6  
    TSV Ettleben – VfL Kleinlangheim 11:10  

     

     

    1. (2.) SV Schraudenbach 10 9 0 1 85 : 42 18  
    2. (1.) TSV Bergrheinfeld 10 8 0 2 82 : 34 16  
    3. (3.) TuS Helpup 8 6 0 2 69 : 27 12  
    4. (6.) TSV Ettleben 10 5 1 4 91 : 71 11  
    5. (4.) TuS Eisbergen 8 5 0 3 83 : 69 10  
    6. (5.) VfL Kleinlangheim 10 4 0 6 84 : 85 8  
    7. (7.) TV Oberndorf 8 2 1 5 36 : 68 5  
    8. (8.) TSV Essleben 8 1 0 7 32 : 86 2  
    9. (9.) SpVgg Hambach 10 0 0 10 52 : 132 0  

     

    Zum Rückrundenauftakt, ausgerichtet vom SV Schraudenbach im Waigolshausener Freizeitzentrum, setzte sich im Spitzenspiel der Gastgeber und deutsche Meister vor 150 Zuschauern gegen den bis dahin punktgleichen TSV Bergrheinfeld in einer hochklassigen Partie mit 6:5 (3:4) durch. Der TSV Ettleben fuhr mit Siegen gegen die die SpVgg Hambach und den VfL Kleinlangheim, wie der SVS, die maximale Punktzahl ein.

    Letzte Aktion entscheidet

    Für die Bergrheinfelderinnen war es besonders bitter, weil sie mit der letzten Aktion des Spiels den Schraudenbacher Siegtreffer per Viermeter kassierten. Jennifer Rumpel, die beste SVS-Werferin, behielt die Nerven und verwandelte sicher. Es war eine harte, aber vertretbare Strafwurf-Entscheidung, der eine unübersichtliche Foul-Situation voraus gegangen war, bei der zwei Spielerinnen am Kreis zu Fall kamen.

    Die Bergrheinfelderinnen reagierten gefasst, waren aber nachher natürlich enttäuscht. Sie erlebten im Spiel ein Wechselbad der Gefühle. Nach schlechtem Start – schon nach 14 Sekunden stand es 0:1, als Jennifer Rumpel mit einem schnellen, flachen Blindwurf überraschte – hatte es später vielversprechend ausgesehen. Vor allem dank TSV-Korbhüterin Lena Hünlein. Ihren guten Paraden und erfolgreichen Korbwürfen war es neben Spielführerin Sabrina Eckert zu verdanken, dass ihre Mannschaft einen 0:3-Rückstand bis zur Pause in eine 4:3-Führung ummünzte. „Nach dem 3:0 haben wir aufgehört, Korbball zu spielen“, sagte Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel.

    Lob trotz Niederlage

    Fünf Minuten nach Wiederbeginn drehten Jennifer Rumpel mit einem sehenswerten Wurf und Carolin Fischer per Sechsmeter die Partie zum 5:4. „Unsere starke Phase am Ende der ersten Halbzeit ist nach der Pause verpufft“, konstatierte Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grote, die später das zwischenzeitliche 5:5, das die dreifache Korbschützin Sabrina Eckert per Sechsmeter drei Minuten vor Schluss erzielte, über die Zeit bringen wollte. Trotz der Niederlage hatte sie viel Lob für ihre Spielerinnen übrig: „Es war eine super Mannschaftsleistung, wie ich sie noch nie gesehen hatte.“ Das Spiel habe keinen Verlierer verdient gehabt. Darüber waren sich beide Trainer einig.

    In ihren ersten Spielen überzeugten die Bergrheinfelder mehr beim 10:3 (7:2) über den VfL Kleinlangheim als Schraudenbach beim 13:5 (8:5) über die SpVgg Hambach. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen“, sagte Ludwig Rumpel. Hambach, das zwischenzeitlich vor allem durch gute Distanzwürfe auf 5:5 heran kam, sah da deutlich besser aus als es der Tabellenstand mit null Punkten vermuten ließ. Aber nachher war es für den Altmeister schlichtweg zu wenig, was gelang. Das galt auch für das 3:14 (1:7) gegen den TSV Ettleben. Da stand es bis zur 14. Spielminute nur 1:2. Den Hambacherinnen fehlte die Konstanz in der Leistung. Im Kreisspiel unterliefen zu viele Abspielfehler. In der notwendigen Rückwärtsbewegung war man oft zu langsam und wurde ausgekontert. Die Niederlagen fielen am Ende deutlich aus.

    Zwei Körbe in der Schlussminute

    Eine ganz knappe Niederlage fing sich dagegen der VfL Kleinlangheim mit dem 10:11 gegen den TSV Ettleben ein. In diesem Spiel führte der VfL früh mit 4:1. Auch eine gute Minute vor Schluss lagen die Wilhelm-Schützlinge noch mit 10:9 vorne. Ein verwandelter Viermeter-Strafwurf von Carina Hart und ein anschließend verwandelter Sechsmeter von Hannah Erhardt drehten die Partie. Mit den zwei Siegen war es ein gelungener Spieltag für Ettleben. TSV-Trainer Frank Dittmar war zufrieden. „Ein bisschen Glück war zum Schluss auch dabei. Das braucht man auch mal“, sagte er zum Sieg über den VfL Kleinlangheim, dessen Trainer Leon Wilhelm ein kritisches Fazit zog: „In dem Spiel waren unsere Fehler am Ende entscheidend.“ Überhaupt sei man am kompletten Spieltag nicht gut klar gekommen. Die lange Spielpause habe geschadet.

    Korbschützinnen

    Bergrheinfeld: Eckert 9, Hünlein 2, Grob 2, Börger 1, Rumpel 1; Schraudenbach: J. Rumpel 8, Fuchs 5, Fischer 3, T. Rumpel 2, Weippert 1; Ettleben: Erhardt 9, Reuß 6, Hart 5, Lutz 3, Menninger 1, Pfister 1; Hambach: Wildanger 2, Rink 2, Eck, Fischer, M. Katzenberger, C. Katzenberger je 1. Kleinlangheim: Wilhelm 8, Grafmanns 2, Bock 1, Ortner 1, Hoffmann 1.

    Von Wolfgang Müller

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