• aktualisiert:

    MOTORSPORT

    Norbert Handas sportlicher Neubeginn mit 66 Jahren?

    Norbert Handa will sich beim Hauenstein-Bergrennen von seiner besten Seite zeigen. Foto: Hartmut Hess

    Gelöst gibt sich derzeit Bergrennfahrer Norbert Handa vom AMC Kitzingen. Der älteste im AMC-Sextett hat heuer in die Erfolgsspur zurückgefunden und außer eines wegen eines Turboladerschaden-Ausfalls in Homburg konstant vordere Platzierungen in seiner Tourenwagen-Klasse über drei Liter Hubraum geschafft. „Mit 66 Jahren fängt das Leben an“, scherzt er und ist aktuell mit sich und der Motorsportwelt relativ zufrieden.

    Voll zufrieden kann er nicht sein, weil ihm das Reglement des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) für die Deutsche Automobil-Bergrennmeisterschaft keine Titelchance wegen der Punktevergabe gibt. Der Markt Einersheimer landete heuer Klassensiege in Wolsfeld, beim Ibergrennen und zuletzt in Osnabrück. „Das Auto geht gut, und auch ich als Fahrer fühle mich wieder besser“, meint der zweimalige Deutsche Tourenwagenmeister. In seinem vor eineinhalb Jahren präsentieren Neuaufbau eines Lancia Delta Integrale HF kommt er heute an ehemalige Bestzeiten heran und liegt aktuell auf Rang zehn des DM-Gesamtklassements. „Die Strecke in der Rhön braucht viel Mut beim Fahrer“, urteilt der Italo-Fan, der zumindest einen Pokal in seiner Klasse anstrebt.

    „Zuhause in Unterfranken willst du als Fahrer immer gut aussehen“, sagt der Routinier.

    Sein Clubkollege Klaus Hoffmann rollt in der Rhön erstmals in diesem Jahr mit seinem Opel Astra an die Startlinie. Im Duell der Piloten ehemaliger DTM-Boliden duelliert er sich mit dem Eichenbühler Norbert Brenner, dem amtierenden Deutschen Meister im Opel Vectra. „Ich starte hier, weil es der MSC Rhön als Veranstalter verdient hat.“Klaus Hoffmann war zuletzt mit Testfahrten für sein Rundstrecken-Debüt in einem GT3-Porsche beschäftigt, um sich an den „Gewaltschub“ des Autos zu gewöhnen. Er erwartet in der Rhön – vorausgesetzt es regnet nicht – einen Zweikampf zwischen dem Schweinfurter Uwe Lang und dem Breisgauer Alexander Hin um den Gesamtsieg. „Dahinter wird es ein Dreier-Duell zwischen Norbert Brenner, Herbert Pregartner und mir um den dritten Gesamtrang geben“, prophezeit Klaus Hoffmann. „Natürlich fehlt mir Fahrpraxis am Berg, trotzdem möchte ich mit aufs Treppchen, weil das ein schönes Gefühl ist“, sagt der Kitzinger Lackspezialist.

    Als einziger Im AMC-Tross gelang es Christian Dümler, bei allen Rennen in die Punkteränge zu fahren. Er belegt in der DM-Gesamtwertung den respektablen 16. Platz, was für ihn aber sekundär ist. Vielmehr legt er sein Augenmerk auf den KW-Bergcup, in dem er in seiner Zwei-Liter-Klasse auf Platz fünf rangiert und dadurch schon vielen 16-Ventiler-Piloten den Auspuff gezeigt hat. Er hat das Duo Norbert Wimmer/Christian Auer in die Schranken verwiesen und ist in der Achtventiler-Wertung dem führenden Kadett-Piloten Michael Rauch dicht auf den Fersen. „In Glasbach habe ich den Rauch schon einmal gepackt“, erklärt der Prölsdorfer stolz und hofft jetzt auf das Ende seiner Pechsträhne am Hauenstein mit zwei Ausfällen in den beiden vergangenen Jahren. Norman Struckmann schaffte es beim Ibergrennen und mit persönlicher Bestzeit in Homburg weit nach vorne in seiner Klasse. Er schielt hauptsächlich auf den KW-Bergcup, musste aber zuletzt wegen Motorenproblemen in Osnabrück einen Rückschlag hinnehmen. Jetzt hofft er in der Rhön dem Fehlerteufel auf die Schliche zu kommen.

    Nur sporadisch waren Jürgen Schuster und Martin Schug bislang im Einsatz. Jürgen Schuster war beruflich zu sehr eingespannt und mischte deswegen nur in Homburg mit. Dort belegte er unter 21 Startern den neunten Rang in seiner Klasse und hätte nichts dagegen, wenn es in der Rhön wie im Vorjahr regnet, weil er dann für sich bessere Chancen in seinem Mazda RX7 sieht. Bundeswehrsoldat Martin Schug befand sich im ersten Halbjahr im Afghanistan-Einsatz und mischte erst beim Ibergrennen mit, wo ihn allerdings technische Probleme in seinem VW Golf plagten. In Osnabrück kam er ins Ziel, fuhr der Konkurrenz aber hinterher. Jetzt in der Rhön will er weiter Fahrpraxis sammeln und versuchen, ein paar Plätze im Tagesranking gut zu machen.

    Das Hauenstein-Bergrennen findet in Hausen/Rhön statt. Die Trainingsläufe laufen ganztägig am Samstag, ab 9 Uhr. Die Rennläufe beginnen am Sonntag um 8.30 Uhr.

    ONLINE-TIPP

    Mehr Informationen gibt es unter www.hauenstein-bergrennen.de

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!