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    HANDBALL: BEZIRKOBERLIGEN

    Michelfeld hält dem Druck stand

    Der Rödelseer Christian Häckner (Mitte) setzt sich gegen die Lohrer Mark Hartig (links) und Jonas Scheiner (rechts) durch. Foto: Hartmut Hess

    Bezirksoberliga Männer

     

    HSG Mainfranken – FC Bad Brückenau 29:26  
    SpVgg Giebelstadt – SV Michelfeld 34:41  
    TV Marktsteft – TV Gerolzhofen 31:23  
    TSV Rödelsee – TSV Lohr II 34:25  
    MHV Schweinfurt – HSG Volkach 25:28  
    HSC Bad Neustadt II – TSV Partenstein 31:25  

     

     

    1. (1.) SV Michelfeld 17 15 0 2 482 : 407 30 : 4  
    2. (2.) TV Marktsteft 17 14 0 3 511 : 408 28 : 6  
    3. (3.) TSV Rödelsee 17 11 1 5 507 : 459 23 : 11  
    4. (4.) TSV Lohr II 17 8 3 6 485 : 429 19 : 15  
    5. (6.) HSG Mainfranken 17 8 3 6 516 : 494 19 : 15  
    6. (5.) FC Bad Brückenau 17 8 2 7 486 : 493 18 : 16  
    7. (7.) SpVgg Giebelstadt 17 8 0 9 488 : 523 16 : 18  
    8. (8.) HSG Volkach 17 7 2 8 480 : 491 16 : 18  
    9. (9.) TSV Partenstein 17 6 2 9 455 : 472 14 : 20  
    10. (10.) HSC Bad Neustadt II 17 5 2 10 427 : 469 12 : 22  
    11. (11.) MHV Schweinfurt 17 3 3 11 477 : 483 9 : 25  
    12. (12.) TV Gerolzhofen 17 0 0 17 387 : 573 0 : 34  

     

    SpVgg Giebelstadt – SV Michelfeld 34:41 (19:19). Ein schnelles Spiel und viele Tore sahen die Zuschauer laut Giebelstadts Spielertrainer Andreas Michel „in einer brechend vollen Halle“. Seine Idee, Michelfelds Lukas Möslein durch Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen, brachte eine Halbzeit lang Erfolg. Doch legten beide Mannschaften kaum Wert auf die Abwehrarbeit. Nach dem Seitenwechsel ließ die Giebelstädter Wurfquote nach, was Michelfeld ausnutzte. „Sie waren stärker als wir. Selbst an einem besseren Tag hätten wir sie nicht geschlagen“, fand Michel. Häckner freute sich über die Leistung: „Der Druck auf uns wird von Woche zu Woche größer, denn jeder will uns schlagen. Die Jungs sind konzentriert geblieben, das haben sie sehr gut gemacht.“

    Giebelstadt: Schnapp 14/7, Rhein 7, Ackermann 7, Beisheim 3, Kranz 1, Mark 1, Eberth 1. Michelfeld: Faustmann 11, Pürckhauer 9, Häckner 7, Möslein 6/3, Schardt 3, Holler 2, Unser 1, Jürgen Dennerlein 1/1, Lukas Dennerlein 1.

    TV Marktsteft – TV Gerolzhofen 31:23 (15:10). Nachdem die Hausherren die 14-tägige Pause für ein intensives Training genutzt hatten, waren bei ihnen anfangs die Beine schwer. Nach 20 Minuten erspielten sie sich nur einen knappen Vorsprung gegen den Tabellenletzten. Erst in den letzten Minuten vor der Halbzeit wuchs der Abstand und bewegte sich in der zweiten Halbzeit die meiste Zeit zwischen acht und elf Toren. „Insgesamt gesehen war ich sehr zufrieden mit unserem Spiel“, sagte Marktstefts Trainer Raimo Wilde. Mit zehn Toren ragte Linus Reuthal im zentralen Rückraum heraus. „Er kommt immer besser in seine Rolle rein“, meinte Wilde. Er wunderte sich nur über drei Platzverweise gegen seine Mannschaft „in einem eigentlich fairen Spiel“.

    Marktsteft: Reuthal 10, Olbrich 6, Matern 5, Schmidt 4, Irmler 2, Seitz 1, Lang 1/1, Bayer 1, Brückner 1. Gerolzhofen: Hausmann 6, Rose 6/5, Rieger 3, Böhm 3, Hummel 2, Käb 2, Schendzielorz 1.

    TSV Rödelsee – TSV Lohr II 34:25 (18:8). In einem hart geführten und zerfahrenen Spiel mit insgesamt 17 Zeitstrafen – sieben gegen Rödelsee, neun gegen Lohr und eine auf beiden Seiten daraus resultierende Disqualifikation wegen der dritten Zeitstrafe – stand die Abwehr Rödelsees meist solide und zwang den Gegner zu Würfen aus ungünstigen Positionen. Selbst spielten die Gastgeber ihre Vorstöße ruhig zu Ende und erzielten sichere Tore. „Der Gegner hat sich mehr und mehr mit den Schiedsrichtern beschäftigt, dadurch hatten wir das Spiel schon zur Halbzeit fest im Griff“, erkannte Rödelsees Erik Großmann. Lohr stellte nach 40 Minuten auf eine offene Abwehr um. „Das war gut für uns, denn so konnten wir einige Tore erzielen.“

    Rödelsee: Pruy 8/6, Häckner 6, Reichhard 5, Hammer 5, Wandler 3, Chrischilles 3, Suchy 2, Burger 1, Deppisch 1. Lohr: Bauer 6/1, Schmitt 5/1, Vormwald 5, Mark Hartig 3, Nigg Hartig 2, Rützel 2, La Ferla 1, Mill 1.

    HSG Mainfranken – FC Bad Brückenau 29:26 (16:13). Viele technische Fehler unterliefen den Gastgebern in der Anfangsphase, so dass Trainer Norbert Senft seine Spieler beim Stand von 5:9 nach einer Viertelstunde zu einer Auszeit vom Feld holte. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit einer Sechs-Tore-Serie gingen die Mainfranken mit 11:9 in Führung und behaupteten ihren Vorsprung bis zur Halbzeit. „Die Führung haben wir nicht mehr abgegeben. In der zweiten Halbzeit, als unser Vorsprung auf sieben Tore gewachsen war, konnten wir das Spiel befreit zu Ende bringen“, berichtete Mainfrankens Dominik Ruschin. Mit dem dritten Sieg in Serie überholte die HSG den Gegner in der Tabelle und verbesserte sich auf Platz fünf.

    Mainfranken: Motscha 10, Neuweg 5, Eckert 4/3, Uhl 4, Gattenlöhner 3, Groth 2, Markert 1. Bad Brückenau: Dietrich 6/5, Müller 4, Puschner 3, Weiner 3, Bauer 3, Schumm 2, Hoch 2, Übelacker 1, Karl 1, Hilbert 1.

    MHV Schweinfurt – HSG Volkach 25:28 (10:12). Von „Abstiegskampf pur“ berichtete Volkachs Trainer Stefan Knötgen. Den Ausfall Thorsten Klingers habe seine Mannschaft aber taktisch sehr gut kompensiert. Zwar lag Schweinfurt in der Anfangsphase mit 4:1 vorne, doch gelang es den Gästen, das Spiel ab dem 7:7 auf ihre Seite zu ziehen. Daraus entstand auch die Halbzeitführung. Mitte der zweiten Halbzeit gaben die Volkacher noch einmal ihre Führung ab, doch Schweinfurt gelang es nicht, sich weiter abzusetzen. Mit einer Vier-Tore-Serie drehten die Gäste den Spielstand abermals und gaben ihren Vorsprung zum Ende hin nicht mehr ab. „Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt, aber dennoch verdient gewonnen“, fand Knötgen.

    Schweinfurt: Bitsch 7, Karl 5, Landgraf 4/2, Möslein 3, Kelemen 3, Schmitt 2, Vollert 1. Volkach: Baumann 12/4, Lutz 5, Seitzer 3, Fröstl 2, Götz 2, Müller 2, Mangold 1, Weimann 1.

    Bezirksoberliga Frauen

     

    TG Heidingsfeld – TSV Lohr 18:24  
    SpVgg Giebelstadt – HSV Bergtheim II 22:23  
    TV Marktsteft – TG Höchberg 34:20  
    TV Großlangheim – DJK Waldbüttelbrunn 21:15  
    TSG Estenfeld – VfL Spfr. Bad Neustadt 27:13  

     

     

    1. (1.) TV Marktsteft 15 13 0 2 398 : 315 26 : 4  
    2. (2.) TSV Lohr 15 11 1 3 372 : 313 23 : 7  
    3. (3.) HSV Bergtheim II 15 11 1 3 402 : 345 23 : 7  
    4. (4.) VfL Spfr. Bad Neustadt 14 8 0 6 344 : 334 16 : 12  
    5. (5.) TG Höchberg 15 6 2 7 296 : 336 14 : 16  
    6. (7.) TV Großlangheim 14 5 1 8 304 : 307 11 : 17  
    7. (6.) DJK Waldbüttelbrunn 16 5 1 10 295 : 353 11 : 21  
    8. (9.) TSG Estenfeld 16 4 2 10 334 : 363 10 : 22  
    9. (8.) SpVgg Giebelstadt 14 3 2 9 288 : 338 8 : 20  
    10. (10.) TG Heidingsfeld 14 2 2 10 293 : 322 6 : 22  

     

    TV Marktsteft – TG Höchberg 34:20 (15:15). In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit agierten Marktstefts Mädels zu hastig und wollten mit dem Kopf durch die Wand, während der Gegner, der Ina Hertlein in Manndeckung nahm, seine Angriffe ruhig ausspielte. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht“, meinte Trainerin Valentina Dennerlein. Die Marktstefter Brechstange brach oft an der gegnerischen Abwehr ab. So musste der Tabellenführer sogar zeitweise dem Ergebnis nachlaufen. „In der Pause haben wir den Mädels gesagt, dass sie die ganze Hektik mal weglassen sollen“, sagte Dennerlein. Fortan agierten sie zielstrebiger und fokussierten sich mehr auf ihr Spiel. „Ich bin froh, dass wir sie in der Halbzeit noch wachrütteln konnten“, so die Trainerin.

    Marktsteft: Müller-Scholden 8/2, Wendel 8, Ina Hertlein 6, Möslein 5, Reinertz 4, Hering 2, Luisa Hirsch 1. Höchberg: Werner 9/1, Schömig 5, Moser 2, Schindler 1, Feuchter 1, Ulsamer 1, Ochsner 1.

    SpVgg Giebelstadt – HSV Bergtheim II 22:23 (12:12). Mit dieser knappen Niederlage gegen den Tabellendritten haderte Giebelstadts Trainer Mario Bitzek: „Wir haben uns selbst geschlagen, denn wir haben zu viele leichte Fehler gemacht.“ Das ausgeglichene Spiel spiegelte sich im Halbzeitstand wider. Jedoch waren es die Gastgeberinnen, die sich kurz vor dem Seitenwechsel mit 11:9 um zwei Tore abgesetzt hatten. Anschließend mussten sie zunächst einem Rückstand nachlaufen, doch gelang ihnen eine Viertelstunde vor Schluss zum 16:16 der Ausgleich. Entscheidend war eine Fünf-Tore-Serie Bergtheims im Anschluss. Diesen Vorsprung brachte die Bayernliga-Reserve schließlich ins Ziel. „Wir haben leider zwei wichtige Punkte verschenkt“, fand Bitzek.

    Giebelstadt: Alicia Bitzek 9/1, Zehnder 4/1, Merz 4, Sina Bitzek 3, Steinshorn 1, Müller 1/1. Bergtheim: Pfennig 8, Fröhling 4/2, Rösner 4, Schaller 2, Cam 2, Schurr 2, Thoben 1.

    TV Großlangheim – DJK Waldbüttelbrunn 21:15 (11:7). Über zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt freute sich Großlangheims Spielerin Melanie Dürr: „Das war ein ganz wichtiges Ding. Wir sind sehr erleichtert.“ Weil sie nervös begannen, gelang es den Gastgeberinnen nicht, sich zur Halbzeit einen höheren Vorsprung zu erspielen. Ein Signal für ihre Mannschaft sei jedoch ein von Torfrau Elisabeth Schiffmeyer nach sieben Minuten gehaltener Siebenmeter gewesen: „Danach waren wir alle heiß.“ In der zweiten Halbzeit verkürzte der Gegner zwar bis auf drei Tore, die Führung geriet allerdings nicht in Gefahr, da Großlangheim in der letzten Viertelstunde noch einmal zulegte und mit einer Vier-Tore-Serie den Sieg sicherstellte.

    Großlangheim: Kutschera 5/2, Bienert 4, Bergmann 4, Barbara Saum 4, Anna Saum 2, Hemberger 1, Dürr 1. Waldbüttelbrunn: Feiler 4, Wolf 4, Raith 2, Gutbrot 2, Diedrich 1, Vogel 1, Schmitt 1/1.

    Von Jürgen Sterzbach

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