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    KORBBALL: BUNDESLIGA

    Kleinlangheims Frauen mit kurzem Spektakel

    Die Kleinlangheimerin Carmen Wilhelm (links) kämpft mit Eßlebens Laura Königer um den Ball. Foto: Wolfgang Müller
    Bundesliga Süd Halle

     

    TSV Bergrheinfeld – TSV Werneck 2:7  
    SV Schraudenbach – VfL Kleinlangheim 9:6  
    TSV Eßleben – TSV Bergrheinfeld 1:2  
    TSV Werneck – SV Schraudenbach 5:8  
    TSV Eßleben – VfL Kleinlangheim 3:1  

     

     

    1. (2.) SV Schraudenbach 6 4 1 1 41 : 26 9  
    2. (1.) TSV Eßleben 6 4 1 1 30 : 18 9  
    3. (3.) TSV Ettleben 4 2 1 1 25 : 21 5  
    4. (5.) TSV Bergrheinfeld 4 2 0 2 9 : 14 4  
    5. (4.) TuS Helpup 4 1 1 2 29 : 28 3  
    6. (8.) TSV Werneck 4 1 0 3 24 : 27 2  
    7. (6.) VfL Kleinlangheim 4 1 0 3 22 : 29 2  
    8. (7.) TuS Eisbergen 4 1 0 3 28 : 45 2  

     

    Der VfL Kleinlangheim ist am dritten Spieltag der Bundesliga Süd sieglos geblieben und verlor nach dem 6:9 gegen den SV Schraudenbach auch das letzte Spiel des Tages gegen den TSV Eßleben mit 1:3 (1:0). „Schade, wir haben gut zusammengespielt“, sagte VfL-Coach Leon Wilhelm. Carmen Wilhelm hatte ihr Team mit einem spektakulären Wurf aus gut zwanzig Metern auf den leeren Korb in Führung gebracht.

    Kleinlangheim war auch vor der Pause die spielerisch gefälligere Mannschaft, danach gab der TSV mehr Gas. Laura Königer erzielte per Heber den Ausgleich (27. Minute) und Lisa Strahl die Führung (35.), nachdem sie und Ronja Brendler wenige Minuten vorher erstklassige Chancen ausgelassen hatten. Das 1:3 war 15 Sekunden vor Schluss nur noch Kosmetik. Eßlebens Trainer Frank Dittmar sieht noch Luft nach oben: „Heute wollte irgendwie der zweite Gang nicht rein. Wir haben gehemmt gespielt.“

    Der deutsche Meister SV Schraudenbach gab sich keine Blöße und setzte sich außer gegen Kleinlangheim auch gegen den TSV Werneck durch. Der Aufsteiger setzte jedoch mit dem 7:2 gegen Gastgeber TSV Bergrheinfeld einen Paukenschlag. „Vor dem Spieltag hätte ich einen Punkt gerne genommen“, sagte Wernecks Trainer Michael Reinhart zum „verdienten Sieg. Aber zwei Punkte sind natürlich besser.“ Er lobte vor allem seine Korbhüterin Lara Helmreich, die schon mit dem Korbball-Spielen aufgehört hatte. Weil sie deswegen keinen Mess-Eintrag im Pass hatte, wurde sie vor Spielbeginn offiziell vermessen.

    Bergrheinfeld hätte das Spiel vor der Pause zu seinen Gunsten entscheiden können, ja sogar müssen, aber einige Versuche landeten auf dem Korbring. Nicht wenige Würfe gingen deutlich daneben. Und sonst war Helmreich zur Stelle, die auch das 2:1 erzielte.

    Aber so nach und nach hatte sich der Aufsteiger seine Führung in der zweiten Hälfte auch verdient. Denn dem Ex-Meister, der das Spieltempo nicht sonderlich hoch hielt, gelang zu wenig. Die erfahreneren Spielerinnen wie Sabrina Eckert oder Hanna Rumpel übernahmen zu wenig Verantwortung. Stattdessen versuchten es Jüngere, vor allem Laura Rudloff aus der Eckposition, dies aber oft zu unpräzise. Es passierten ungewohnte Passfehler beim Spielaufbau. Ein solcher an der Mittellinie leitete das 2:4 (32.) ein. „Das war der Knackpunkt“, sagte Reinhart.

    Werneck verschleppte fortan das Tempo, spielte weitläufig um den Kreis. Geworfen wurde meistens erst, wenn vom Schiedsrichtergespann Zeitspiel signalisiert wurde. Und in so einer Situation machte Helmreich das beste: Schnell, flach aus Kreisnähe erzielte sie das 5:2 (35.). Bergrheinfeld öffnete jetzt die Deckung, Werneck scheiterte ein paar Mal an Korbhüterin Lena Hünlein. Sie kassierte aber doch noch zwei Körbe. Trainerin Kirstin Grote trug das Ganze ab dem 2:5 an der Seitenlinie mit Fassung. „Wir finden nicht zu unserer Form und lassen dann die Köpfe hängen.“

    Sie vermutete, dass irgendwo auch noch das enttäuschende Abschneiden bei der vergangenen deutschen Meisterschaft (Platz vier) nachwirke. „Dabei sind wir die einzige Mannschaft, die unverändert ist“, so Grote. „Wir müssten ganz vorne stehen.“ Immerhin: Für das zweite Spiel hatte sie ihre Mannschaft gut eingestellt. Es sah nach einem leistungsgerechten 1:1 gegen den bisherigen Tabellenführer TSV Eßleben aus, ehe zehn Sekunden vor Schluss Bergrheinfelds Mona Kegel den 2:1-Siegtreffer erzielte. „Wenn wir das Spiel auch verloren hätten, wäre es mit der Qualifikation zur Deutschen fast vorbei gewesen“, sagte die ehemalige Bremer Korbhüterin Grote nach dem glücklichen Sieg.

    Körbe für Bergrheinfeld: Eckert 2, M. Kegel 2; Eßleben: Strahl 3, Königer 1; Werneck: Helmreich 4, Graber 3, Hofmann 2, Riegler 2, Strobel 1; Schraudenbach: Fuchs 7, J. Rumpel 4, Blesch 3, Brietzke, T. Rumpel, Heuler je 1; Kleinlangheim: Wilhelm 5, Grafmans 2.

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