• aktualisiert:

    KORBBALL: BUNDESLIGA

    Kleinlangheim bleibt Bundesligist

    Verena Riedl und ihre Kleinlangheimer Korbballkolleginnen haben sich mit dem 15:7-Sieg gegen Langenholzleiten das Spielrecht in der Bundesliga für eine weitere Saison gesichert. Foto: Wolfgang Müller

    Korbball

    Bundesliga Süd Halle

    TSV Bergrheinfeld – TuS Langenholzhausen 14:1
    SV Schraudenbach – TuS Eisbergen 8:3
    TuS Langenholzhausen – VfL Kleinlangheim 7:15
    TSV Bergrheinfeld – TuS Eisbergen 2:6
    SV Schraudenbach – VfL Kleinlangheim 17:6

    1. (2.) SV Schraudenbach 15 14 0 1 139 : 56 28
    2. (1.) TuS Helpup 15 12 1 2 126 : 56 25
    3. (4.) TuS Eisbergen 15 10 1 4 152 : 74 21
    4. (3.) TSV Eßleben 15 9 3 3 65 : 35 21
    5. (5.) TSV Bergrheinfeld 15 8 3 4 103 : 61 19
    6. (6.) SpVgg Hambach 15 5 2 8 82 : 112 12
    7. (7.) TSV Ettleben 15 5 2 8 98 : 99 12
    8. (8.) VfL Kleinlangheim 15 3 2 10 99 : 135 8
    9. (9.) TuS Langenholzhausen 15 1 0 14 58 : 202 2
    10. (10.) TV Feldkirchen 15 1 0 14 61 : 153 2

    Am vorletzten Spieltag trumpfte der SV Schraudenbach groß auf. Einem überraschend klaren 8:3 (6:1) über Eisbergen folgte ein ungefährdetes 17:6 (9:3) gegen Kleinlangheim. Der unterlegene VfL hat nach einem deutlichen 17:5 (9:2) über den ohne Stammkorbhüterin angetretenen TuS Langenholzhausen den Klassenerhalt sicher. Zufrieden war auch Leon Wilhelm. Der Trainer des VfL Kleinlangheim sieht sich und seine Mannschaft mittlerweile in der Liga angekommen. Nachdem in der vergangen Saison der Klassenerhalt durch den Rückzug der TG Schweinfurt begünstigt wurde, haben es seine Schützlinge diesmal ohne fremde Hilfe geschafft. Das liegt natürlich zu einem gehörigen Teil an Korbhüterin Carmen Wilhelm, die in der vergangenen Saison lange verletzt war und momentan die Korbjäger-Parade anführt. Die Cousine des Trainers ist die absolute Leistungsträgerin der Mannschaft. Das weiß der Übungsleiter, wehrt sich aber gegen die Gleichsetzung von Kleinlangheim und Carmen Wilhelm. Die übrigen Spielerinnen sind ihm verständlicherweise genauso wichtig. Für ihn ist am wichtigsten, dass es im Mannschaftsgefüge passt. Das hat es in dieser Saison. Das Saisonziel „Klassenerhalt mit Siegen gegen die Mannschaften, gegen die wir gewinnen mussten (Feldkirchen, Langenholzhausen) und Überraschungen gegen Gegner, die nicht damit gerechnet haben (Helpup, Hambach)“, wurde problemlos erreicht. Das soll auch in der neuen Saison so bleiben oder sogar noch besser werden.

    An der Tabellenspitze gab es einen Wechsel. „Die ersten zehn Minuten waren super“, befand Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel nach dem Sieg über Eisbergen. In der Abwehr fast nichts zugelassen, verbunden mit einem starken Konterspiel, leichtfüßig und flexibel am gegnerischen Wurfkreis: Daraus resultierte bereits nach sechs Minuten eine 4:0-Führung. Der Ex-Meister wirkte angeschlagen. Es passierten ungewöhnlich viele Fehler im Pass-Spiel und auch die Freiwürfe waren ungenau. Es dauerte bis zur 17. Spielminute, bis Eisbergens Spielführerin Simone Schmidtchen per Sechsmeter zum 1:5 verkürzte. Nach der Pause passierte längere Zeit wenig. Eisbergen fing sich, vermochte allerdings erst in der Schlussphase auch spielerisch zu überzeugen.

    Nach diesem Auftritt war das spätere 6:2 (3:0) der Westfälinnen gegen Gastgeber TSV Bergrheinfeld im für beide Mannschaften sehr wichtigen Spiel eine echte Überraschung. „Der psychologische Vorteil war ganz klar auf unserer Seite“, sagte TSV-Übungsleiter Thomas Milasevic zur Ausgangslage nach dem herben Dämpfer für den Konkurrenten. Seine Mannschaft hatte in einem lockeren Auftaktspiel Langenholzhausen mit 14:1 (7:1) geschlagen. Aber es kam ganz anders: Die Westfälinnen führten nach der Niederlage eine Aussprache und gingen taktisch sehr gut eingestellt in das zweite Spitzenspiel des Tages. „Eisbergen war die klar bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, sagte Milasevic. Nun ist er auf Schützenhilfe angewiesen, um noch mindestens Dritter werden zu können.

    Wenn es am Samstag in Oerlinghausen um die begehrten Plätze an der Sonne geht, ist Aufsteiger TSV Eßleben plötzlich wieder ein heißer Kandidat. Er hat mutmaßlich das leichteste Programm.

    Bergrheinfeld: Eckert 6, M. Kegel 3, Helmreich 2, Rumpel 2, E. Kegel 1, Hünlein 1, Triebel 1; Kleinlangheim: C. Wilhelm 6, A. Grafmanns 4, V. Riedl 4, I. Bock 3, T. Scheidler 3, M. Ortner 1; Schraudenbach: J. Rumpel 10, Fischer 5, Fuchs 4, T. Rumpel 2, Bunn 1, Hendris 1, Blesch 1, Weippert 1.

    Unter Mitarbeit von Wilhelm roos

    Bearbeitet von Wilhelm Roos

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!