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    SCHIESSEN: BAYERNLIGA LUFTPISTOLE

    Großlangheims Joker Matthias Will sticht

    Als Ersatzmann sorgte Großlangheims Matthias Will gegen Veitsbronn für einen der drei Zähler, die zum dritten Saisonsieg... Foto: Hartmut Hess

    Die Luftpistolenschützen des Schützenvereins Großlangheim haben einen wichtigen Heimsieg gegen den direkten Rivalen VfL Veitsbronn gelandet und sich damit die Chancen auf den Klassenerhalt gewahrt. Fast hätten sie den mittelfränkischen Konkurrenten nach Punkten überholt, doch morgens hatten die Veitsbronner mit dem Pflichtsieg über Schlusslicht Diespeck zwei weitere Zähler eingefahren und ihre Bilanz damit ebenfalls auf sechs Punkte erhöht.

    Im Duell der Tabellennachbarn senkte Markus Richter nach wenig erfreulichen Schüssen mehrmals ernüchtert seinen Kopf. Doch war er – zum Leidwesen der heimischen Zuschauer wie Gauschützenmeister Siegfried Weinig – dabei in guter Gesellschaft, da selbst dem auf Position zwei schießenden Philipp Ackermann Achter oder der Nummer eins Sebastian Will Fehlschüsse unterliefen. Wie nah Sieg und Niederlage beieinander liegen können, zeigte sich bei Ackermanns Kontrahenten Ralf-Stefan Döllinger. Denn die Nummer zwei der Gäste fing mit 92 Ringen als Bester aller zehn Schützen an, um dann in der zweiten Serie auf 82 Ringe einzubrechen. So plötzlich wie Döllinger abstürzte, so stark steigerte sich Ackermann auf 94 Ringe in der zweiten Serie. Markus Richter lag nach der ersten Zehner-Serie noch gleichauf mit dem Veitsbronner Thorsten Schmidt mit 88 Ringen. Doch der Dettelbacher in Großlangheimer Diensten musste Schmidt in der zweiten Serie um vier Ringe davonziehen lassen. Ähnlich erging es Sebastian Will, der mit Helen Streitlein die einzige Dame in den Schießständen gegen sich hatte. Will fehlten in der zweiten Serie fünf Ringe auf die Veitsbronnerin. Fast konstant prophezeite der Ergebnisrechner einen 3:2-Sieg der Mittelfranken. Dabei hatte Sebastian Will Pech, als er mehrmals eine 9,9 schoss, womit er mit einer mit dem Auge nicht zu erkennenden Winzigkeit immer wieder einen Zehner und damit erhoffte Ringe verpasste. Er pirschte sich bis auf vier Ringe an seine Gegnerin heran, die mit 95 Ringen in der dritten Serie aber Wills Hoffnungen zerstörte. „Ich wollte mittags nochmals 360 schießen“, sagte Sebastian Will, der sein Primärziel erfüllte.

    Die Basis für den so wichtigen Erfolg im direkten Duell um einen Nichtabstiegsplatz legten Matthias Will (350 Ringe) auf Position vier und der aufblühende Erich Appold (357) als Nummer fünf. Ersatzmann Matthias Will konnte sich überhaupt nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal 350 Ringe in einem Bayernliga-Wettkampf geschossen hatte. Er stach als Joker entscheidend für die Gastgeber.

    Damit kompensierte er den kurzfristigen Krankheits-Ausfall von Mannschaftsführer Christian Winkler. Um die Mannschaft aufzufüllen, war im Vormittagswettkampf gegen den Tabellenzweiten KpFSG Eichstätt Simone Voit eingesprungen. Gegen Eichstätt hatten die Großlangheimer 2:3 unterlegen und dabei eine durchwachsene Vorstellung abgegeben. Sebastian Will mit starken 366 Ringen und Markus Richter mit 355 Ringen holten zwei Punkte, aber die restlichen Eichstätter waren nicht zu erreichen, schon gar nicht deren Nummer zwei Stephan Klingler, der mit grandiosen 380 Ringen ein famoses Ergebnis auf dem elektronischen Schießstand zauberte.

    Kurz danach holte Veitsbronn die zwei Punkte gegen Diespeck, und am Ende des Tages war die Lage der Langemer ebenso schwarz-weiß wie die Einschätzung von Philipp Ackermann. Denn er zeigte sich mit seiner Sonntagsvorstellung zufrieden, im Gegensatz zu seinem persönlichen Saisonverlauf mit einem Tiefpunkt von nur 349 Ringen. Er hatte sich ein neues Gewehr zugelegt, kam aber nicht gut zurecht und kam nicht auf sein gewohntes Niveau, ehe er wieder auf die alte Waffe zurück wechselte und wieder in die Spur fand.

    Die Großlangheimer stehen bei noch zwei ausstehenden Wettkampftagen mit 6:14-Punkten weiterhin als Siebte unter acht Konkurrenten auf einem Abstiegsplatz. Schlusslicht Diespeck dürfte kaum noch zu retten sein. Die Großlangheimer haben aber noch die Veitsbronner (8:12-Punkte) in Sichtweite, haben den Mittelfranken gegenüber aber das etwas schwerere Restprogramm. Freilich haben es die Mannen vom Kiliansberg mit ihren Luftpistolen immer noch sprichwörtlich selbst in der Hand, dem Abstieg zu entgehen, wenn ihnen noch ein Sieg mehr gelingt als den Veitsbronnern. Denn im direkten Vergleich haben sie klar die Nase vorne, was am Ende den letzten Ausschlag zum Ligaerhalt geben könnte.

    Luftpistole Bayernliga Nordwest
    FSG Eichstätt – SG Großlangheim 3:2  
    KP SG Zirndorf – FSG Greding 1:4  
    SG Diespeck – VfL Veitsbronn 2:3  
    SV Pfeifferhütte – SV Hitzhofen 0:5  
    SG Diespeck – FSG Eichstätt 2:3  
    KP SG Zirndorf – SV Hitzhofen 1:4  
    VfL Veitsbronn – SG Großlangheim 2:3  
    SV Pfeifferhütte – FSG Greding 2:3  
    1. (1.) FSG Greding 8 7 0 1 24 14 : 2  
    2. (3.) FSG Eichstätt 8 6 0 2 23 12 : 4  
    3. (5.) SV Hitzhofen 8 5 0 3 27 10 : 6  
    4. (2.) SV Pfeifferhütte 8 4 0 4 20 8 : 8  
    5. (4.) KP SG Zirndorf 8 4 0 4 18 8 : 8  
    6. (6.) VfL Veitsbronn 8 3 0 5 18 6 : 10  
    7. (7.) SG Großlangheim 8 3 0 5 16 6 : 10  
    8. (8.) SG Diespeck 8 0 0 8 14 0 : 16  

     

    Die Statistik der Wettkämpfe

    Schießen: Luftpistole Bayernliga

    KpFSG Eichstätt – SG Großlangheim 3:2 (1801:1766)

    M. Hetzer – Sebastian Will 364:366

    Klingler – Philipp Ackermann 380:362

    P. Hetzer – Markus Richter 353:355

    Finsterer – Simone Voit 350:344

    R. Hetzer – Erich Appold 354:339

    VfL Veitsbronn – SV Großlangheim 2:3 (1738:1787)

    Streilein – Sebastian Will 367:361

    Döllinger – Philipp Ackermann 350:365

    Schmidt – Markus Richter 359:354

    Schmidl – Matthias Will 341:350

    Hellwig – Erich Appold 321:357

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