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    FUSSBALL

    Mit dem Rückkehrer wendet sich der Trend

    Thorsten Selzam hat sich mit der SG Buchbrunn/Mainstockheim noch einmal auf den Weg gemacht – durchaus mit Erfolg. Foto: Hans Will

    Bereits zum dritten Mal steht Thorsten Selzam bei der SG Buchbrunn/Mainstockheim als Trainer in der Verantwortung. Zum ersten Mal jedoch hat der 42-Jährige den Posten beim Fußball-Kreisligisten mitten während der Runde angetreten. Nach dem missglückten Start mit nur einem Punkt aus vier Spielen einigten sich Trainer Martin Markowski und der Klub auf ein Ende der Zusammenarbeit.

    Ende August übernahm Selzam – mal wieder. Es war noch früh genug, um das Ruder herumzureißen. Denn aktuell steht er mit der SG im Mittelfeld der Klasse, ein ganzes Stück entfernt von der Abstiegszone – und dort möchte er auch bleiben bis zum Saisonende. Dreizehn Spiele sind es noch bis dahin.

    Die Mannschaft zeigt ihr Können nicht

    Das hatten sie sich in Buchbrunn und Mainstockheim nicht so vorgestellt. Nach einem soliden sechsten Platz in der vergangenen Runde sollte der Blick merklich nach oben gehen. So hatten es Verein und Trainer Martin Markowski zuvor auch selbstbewusst propagiert. Der Kader war auf einigen Positionen punktuell verstärkt worden, unter anderem mit Rückkehrer Maximilian Eberhard und Muamer Celic aus Rimpar. Nur auf den Platz brachte die Mannschaft ihr Können nicht.

    „Die Jungs haben Bock auf Fußball.“
    Thorsten Selzam, Trainer Buchbrunn/Mainstockheim

    Nicht nur Misserfolg kostet Markowski das Amt

    Dabei hatte die SG auch mit personellen Engpässen zu kämpfen. Nicht nur die missratene Bilanz mit einem Punkt aus vier Partien kostete Markowski früh das Amt – der Spielertrainer war auch oft beruflich verhindert und wäre dies in den folgenden Wochen wohl ebenfalls gewesen. Diese Fehlzeiten hätten beide Seiten nicht weitergebracht, findet SG-Sportleiter Manfred Trinklein. So holte die Spielgemeinschaft Selzam ein zweites Mal zurück. Und siehe da: Der erfahrene Übungsleiter, der keine lange Eingewöhnung brauchte und sich schnell wieder pudelwohl fühlte, schaffte die Trendwende.

    Nachdem zunächst Christian Jakoby eingesprungen war – Selzam genoss Ende August noch seinen länger geplanten Sommerurlaub – und gegen Güntersleben der erste Saisonsieg geglückt war, setzte es beim Debüt des Waigolshäusers zwar ein 0:1 gegen den SV Sonderhofen. Doch gegen die Spitzenmannschaft aus dem Gau waren spielerische und kämpferische Fortschritte im Vergleich zu den Vorwochen nicht zu übersehen. Eine Entwicklung, die sich in den Partien bis zur Winterpause fortsetzte. Nur noch einmal verlor die Spielgemeinschaft – Mitte Oktober mit 1:2 bei Bayern Kitzingen. Fünf Unentschieden und fünf Siege feierte der frühere Bezirksligist. „Wir haben ordentlich gepunktet und uns in der Tabelle bis auf den achten Rang vorgearbeitet“, stellt der mit der SG so vertraute Trainer fest.

    Selzam warnt vor Selbstzufriedenheit

    Selzam wäre nicht Selzam, würde er sich mit dem Erreichten zufrieden geben. Das alles sei kein Ruhekissen, sondern nur die Grundlage für eine hoffentlich gute Rückrunde, sagt er. Denn trotz des positiven Trends, mit der die SG von einem Abstiegsplatz ins sichere Mittelfeld gestürmt ist und neun Zähler Vorsprung vor dem ersten der unteren Relegationsplätze geschaffen hat, warnt der Trainer die Seinen vor Selbstzufriedenheit. Bereits in der ersten Halbserie sei die Trainingsbeteiligung nicht immer nach seinem Geschmack gewesen, sagt er mit Blick auf die Grundeinstellung einiger seiner Schützlinge. Daher müsse nun jeder entsprechend mitziehen.

    Die Hoffnung, sich sichtlich steigern zu können, hat die Mannschaft in den ersten Testspielen gegen Bezirksligist Forst (5:6) und Kreisligist DJK Hirschfeld (1:1) genährt. „Die Jungs sind voll motiviert und haben Bock auf Fußball“, merkt der 42-Jährige an, der nun doch über die Saison hinaus weitermachen wird. Dazu hat er sich in der Winterpause entschieden – zur Freude des Vereins und der Mannschaft. Er passe einfach gut zur SG, hat Sportleiter Manfred Trinklein noch einmal erklärt. Insgesamt sechs Jahre werden es für Selzam nach dieser Runde sein.

    Schweres Programm zum Auftakt im März

    „Wir liegen auf Kurs und werden nun unsere Hausaufgaben machen, um unser Ziel frühestmöglich zu erreichen“, sagt er. Zum Auftakt wartet auf sein Team der Bezirksliga-Absteiger SC Schwarzach. Es folgen der FC Eibelstadt und Titelanwärter SSV Kitzingen. Ein ambitioniertes Auftaktprogramm, das Selzam gleich zeigen wird, wie erfolgreich sein Team im Winter gearbeitet hat und wohin die Reise nun zum Frühlingserwachen gehen wird.

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