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    MOTORSPORT

    Norbert Handas grandioser Abgang

    Eine Damen-Gruppe aus Eichenbühl überraschte Norbert Handa zum Ende seiner großen Karriere mit einem selbst gemalten Bil... Foto: Hartmut Hess

    Schon die ganze Saison über erhielt Norbert Handa viele Sympathiebekundungen von Fans aus ganz Deutschland und anderen Ländern. Jetzt bestritt er beim Bergrennen in Eichenbühl nach 42 Jahren Motorsport sein letztes Rennen und als er nach Rennende zu Tal rollte, applaudierten ihm die Fans stark und verneigten sich vor einem der „Großen im deutschen Bergrennsport“, wie es Streckensprecher Hannes Martin ausdrückte. „Norbert Handa hat uns über Jahrzehnte hinweg viel Freude gemacht“, fügte der zweite Streckensprecher Uli Kohl hinzu.

    Angesprochen darauf, welcher denn der schönste Titel seiner langen Karriere gewesen sei, musste Handa nicht lange überlegen und sagte: „Der heutige!“ Denn dass er zum Abschied zum zweiten Mal den DMSB-Bergcup für Tourenwagen gewann, in der Tageswertung den Klassensieg und den Sieg in der Tourenwagen-Division holte, waren Ausdruck der Klasse des Markt Einersheimers. Im Fahrerlager bereiteten ihm dann rund 100 Clubmitglieder des AMC Kitzingen mit dem Vorsitzenden Walter Loschky und Freunde einen großen Bahnhof. Während er mit seinem bildschönen Lancia Delta Integrale HF ankam, hüllten ihn die Menschen in einen Wall des Beifalls. An seinem Zelt prangte ein Banner mit den großen Lettern ein Banner „Danke Norbert für 42 Jahre Rennsport im AMC Kitzingen“.

    Noch bevor der Gratulationscour starten konnte, verpassten ihm der AMC-Vizevorsitzende Rainer Gutzeit und Fahrerkollegen mit Sekt eine ordentliche Siegerdusche. Der 68-Jährige durfte sich auch noch über ein Geschenk einer Eichenbühler Damen-Gruppe freuen, die ihm ein selbst gemaltes Bild seines weiß-blauen Knauf-Renners überreichte. Norbert Handa war überwältigt von diesem grandiosen Ende einer langen Karriere mit mehreren bayerischen Meistertiteln, Siegen im Fiat-Sportpokal, mehrere Titel des DMSB-Bergcups für Tourenwagen, den Gesamtsieg in Eichenbühl im Jahr 2005 und als Sahnehäubchen die zwei Titel des Deutschen Tourenwagen-Bergmeisters in den Jahren 2002 und 2010.

    Norbert Handa hatte im Rennen eine starke Performance geboten und stellte den Innsbrucker Herbert Stolz in seinem vor PS strotzenden Porsche 935 DP II im Duell der Altmeister in allen drei Läufen in den Schatten. Als schnellster Tourenwagen-Pilot belegte er Gesamtrang neun im Feld der 180 Starter.

    Nicht wie erhofft lief es dagegen für Klaus Hoffmann, der wegen eines grippalen Infekts nicht voll auf der Höhe war. „Wir haben heuer einige Komponenten am Fahrzeug gewechselt, da müssen wir noch nachjustieren“, lautete das Fazit des Lackspezialisten. Zudem hatte sein ehemaliger DTM-Renner Opel Astra V8 im zweiten Lauf sechs Zündungsaussetzer. So kam Klaus Hoffmann nicht annähernd an seinen Konkurrenten Sebastian Schmitt im Opel Vectra von Norbert Brenner heran und verpasste als Gesamt-Siebter einen Platz auf dem Siegerpodest.

    Auch für den nächsten AMC-Fahrer Jürgen Schuster fiel die Ergebnisliste nicht wunschgemäß aus. „Ich habe etwas zu viel gewollt“, haderte Schuster damit, dass er sich in der Klingen-Kurve gedreht hatte, was ihm zehn Sekunden kostete. Ohne den Dreher hätte er in seinem Mazda RX7 den siebten Platz in der teilnehmerstärksten Gruppe H-Klasse bis 2000 Kubikzentimeter erreicht. Er hat aber seine Hoffnung noch nicht aufgegeben, einen Erfolg in der nationalen Wertung des KW-Bergcups zu erreichen, wozu sich ihm im österreichischen St. Agatha noch eine letzte Möglichkeit bietet. Auf Rang 22 landete Martin Schug, der wegen eines Kühlwasserverlustes im Vorstart-Bereich fast den ersten Lauf hätte sausen lassen müssen. Der 29-jährige Bundeswehrsoldat war letztlich nicht unzufrieden, konnte er doch in Eichenbühl mit 1,35 Minuten eine persönliche Bestzeit markieren.

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