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    SCHACH

    Prichsenstadt gerät in akute Gefahr

    Regionalliga Nordwest

     

    PTSV SK Hof – SK Klingenberg 2,0 : 6,0  
    SC Höchstadt/A. – SV Stetten 5,0 : 3,0  
    SF Sailauf – SC Kitzingen 05 1,0 : 7,0  
    SK Bad Neustadt – FC Marktleuthen 3,5 : 4,5  
    TSV Rottendorf – Kronacher SK 4,0 : 4,0  

     

     

    1. (1.) SK Klingenberg 6 5 1 0 32,0 11  
    2. (2.) TSV Rottendorf 6 3 3 0 29,5 9  
    3. (4.) SC Kitzingen 05 6 4 0 2 31,0 8  
    4. (6.) FC Marktleuthen 6 3 2 1 25,5 8  
    4. (3.) Kronacher SK 6 3 2 1 25,5 8  
    6. (5.) SV Stetten 6 2 2 2 26,5 6  
    7. (7.) SC Höchstadt/A. 6 2 2 2 21,5 6  
    8. (8.) SK Bad Neustadt 6 1 1 4 17,5 3  
    9. (9.) SF Sailauf 6 0 1 5 18,5 1  
    10. (10.) PTSV SK Hof 6 0 0 6 12,5 0  

     

    SF Sailauf – SC Kitzingen 05 1:7

    Auch im zweiten Mannschaftskampf des Jahres gelang den Kitzingern ein klarer Erfolg, diesmal beim zweiten Aufsteiger aus Sailauf. Nach mehr als fünf Stunden Spielzeit kehrten sie als Sieger aus dem verschneiten Spessart zurück.

    Nach etwa zwei Stunden gab es die erste Entscheidung, als sich Konstantin Kunz mit seinem Gegner relativ unspektakulär auf Remis einigte. Da war noch nicht abzusehen, dass dies für lange Zeit das einzige Erfolgserlebnis der Gastgeber bleiben würde. Istok Ferlan brachte Kitzingen in Führung: Er hatte seinen Gegner nach einem Eröffnungsfehler in die Defensive gedrängt und erntete schließlich die Früchte seiner Arbeit. Gleiches gelang fast zeitgleich Matthias Basel. Auch sein Gegner hatte sich früh eine grobe Ungenauigkeit geleistet, die der Kitzinger nutzte. Karl-Heinz Kannenberg landete kurz darauf einen Startzielsieg für Kitzingen, als er die strategischen Schwachpunkte seines Gegners erkannte und diese in eine klare Gewinnstellung überführte.

    Bis zur nächsten Entscheidung dauerte es dann einige Zeit. Sie fiel schließlich am Spitzenbrett. Gegen den starken und in dieser Saison bisher ungeschlagenen Alexander Zentgraf beeindruckte Alparslan Yalcin mit positionell äußerst feinem Spiel. Ihm gelangen aus der Eröffnung heraus einige strategische Nadelstiche, die seinen Gegenüber zusehends zur Passivität verurteilten. Den technischen Teil wickelte er souverän zum Sieg ab. Georg Kwossek wollte seinen Mannschaftskollegen nicht nachstehen und lehnte in unklarer Stellung ein Remisangebot des Sailaufers ab. In den taktischen Verwicklungen behielt er deutlich den besseren Überblick und überrumpelte seinen Gegner im Angriff.

    Auch Alexander Kliche bot eine positionelle Glanzleistung. Er wählte gegen Sailaufs Nachwuchstalent mit schwarzen Figuren eine ambitionierte Eröffnung und sammelte hier und da einige strategische Vorteile. Der Sailaufer erwies sich aber als äußerst hartnäckig, und Kliche musste alle Kräfte mobilisieren, um sein Stellungsübergewicht auch in den vollen Punkt umzumünzen. Dies gelang ihm nach über vier Stunden. Zu guter Letzt erreichte Leo Eckert ein Remis.

    Bis dies nach fünf Stunden feststand, ging er durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach zumindest gewagter Eröffnungsbehandlung war der Kitzinger deutlich in Nachteil geraten. Mit Hilfe des Gegners, aber auch mittels filigraner Stellungsbehandlung wandelte Eckert das Blatt zu seinen Gunsten. In der Schlussphase vergab er aber mehrfach die Chance zum vollen Punkt und willigte schließlich ins Remis ein.

    SF Sailauf – SC Kitzingen 1:7. Zentgraf – Yalcin 0:1, Junker – Kliche 0:1, Elbert – Kannenberg 0:1, Aßmann – Kunz remis, Oster – Ferlan 0:1, Hasenstab – Kwossek 0:1, Christ – Basel 0:1, Elbert – Eckert remis.

    Unterfrankenliga

     

    SV Würzburg II – SC Kitzingen 05 II 5,5 : 2,5  
    SK Klingenberg II – SK Mömbris 3,5 : 4,5  
    SK Mainaschaff – SC Obernau 6,0 : 2,0  
    SC Bad Königshofen – SC Prichsenstadt 6,0 : 2,0  
    TV Faulbach – SC Schweinheim 3,5 : 4,5  

     

     

    1. (1.) SV Würzburg II 6 5 1 0 32,0 11  
    2. (2.) SC Bad Königshofen 6 5 0 1 30,5 10  
    3. (3.) SK Mainaschaff 6 4 1 1 29,0 9  
    4. (4.) SK Mömbris 6 3 2 1 26,5 8  
    5. (5.) SC Schweinheim 6 3 1 2 24,0 7  
    6. (6.) SC Obernau 6 2 0 4 22,0 4  
    7. (8.) SK Klingenberg II 6 2 0 4 20,5 4  
    8. (7.) SC Kitzingen 05 II 6 2 0 4 20,0 4  
    9. (9.) SC Prichsenstadt 6 1 1 4 20,5 3  
    10. (10.) TV Faulbach 6 0 0 6 15,0 0  

     

    SC Bad Königshofen – SC Prichsenstadt 6:2

    Obwohl Prichsenstadt diesmal die stärkste Aufstellung der Saison aufbieten konnte, gab es beim Tabellenzweiten in Bad Königshofen eine deutliche Niederlage. Dabei dauerte es über drei Stunden, bis die erste Partie entschieden war. Bis dahin hatten die Prichsenstädter noch Zuversicht getragen. Die wurde aber zu Beginn der vierten Spielstunde ausgelöscht, als binnen weniger Minuten vier Partien verloren gingen. Annette Burzler verlor dabei in guter Stellung wegen Zeitüberschreitung. Wolfgang Schmitz hatte zwischenzeitlich mit einer Kombination zwei Bauern gewonnen, doch der Vorteil erwies sich als trügerisch und verflüchtigte sich bald.

    Manfred von Golitschek, der sonst immer zuverlässig punktet, geriet diesmal mit den schwarzen Steinen in einen Angriffsstrudel, aus dem er nicht mehr herausfand. Auch Johannes Arens konnte in seinem ersten Saisonspiel nichts reißen und ging schnell ein. Durch diese Serie war der Kampf praktisch verloren. Da halfen auch der halbe Punkt Thomas Steinhausers und der ganze Punkt Michael Zieglers gegen die beiden ehemaligen unterfränkischen Meister Jahrsdörfer und Kräußling nichts. Helmut Lindner erkämpfte immerhin ein Remis. An mangelndem Kampfgeist lag es auch nicht, dass Dieter Krenz nach fast sechs Stunden aufgeben musste.

    Nach dieser herben Pleite steckt Prichsenstadt tief im Abstiegssumpf. Wenn in drei Wochen gegen Schlusslicht Faulbach nicht gepunktet wird, besteht die Gefahr, dass der SC erstmals seit zehn Jahren Unterfrankens höchste Spielklasse nach unten verlassen muss. Grund für die Krise ist die Formschwäche mehrerer Stammkräfte. Da nützt es auch nichts, dass Prichsenstadt in Ziegler und Steinhauser derzeit die beiden besten Einzelspieler der Liga stellt.

    SC Bad Königshofen – SC Prichsenstadt 6:2. Helm – Arens 1:0, Kräußling – Ziegler 0:1, Jahrsdörfer – Steinhauser remis, L. Müller – Krenz 1:0, R. Müller – Schmitz 1:0, Weikert – von Golitschek 1:0, G. Müller – Lindner remis, Beyersdorf – Burzler 1:0

    SV Würzburg II – SC Kitzingen II 5,5:2,5. Eichenauer – Sendner remis, Chen – Gernert remis, Bräutigam – Gebauer remis, Kinkelin – Degering 1:0, Nogatz – Nußbaumer 0:1, Lautenschlager – Basel 1:0, Ziegler – Müller 1:0, Reitz – Cernins 1:0.

    Bearbeitet von Wilhelm Roos

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